Anlässlich der Berufung Hitlers zum Reichskanzler zieht am 30. Januar 1933 ein Fackelzug der "nationalen Verbände" SA, SS und Stahlhelm durch das Brandenburger Tor.

Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler übernehmen die Nazis vor 90 Jahren im Deutschen Reich die Macht. Gleichschaltung soll den Widerstand brechen.

Vor dem Volksfreund-Haus in Braunschweig werden am 8. März 1933 Bücher, Schriftstücke und Fahnen von SPD und Gewerkschaften von SS-Männern verbrannt.

Bei dem Überfall auf das Volksfreund-Haus am 9. März 1933 zerstört die SS das Inventar, verbrennt Schriften, foltert - und tötet.

SA-Männer kleben ein Plakat mit der Aufschrift 'Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden' an die Schaufensterscheibe eines jüdischen Geschäfts.

Am 1. April 1933 beginnt in Deutschland der organisierte Terror gegen die jüdische Bevölkerung. Auch im Norden marschieren SA-Kolonnen auf.

Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten in Berlin am 10. Mai 1933

Am 10. Mai 1933 beginnen die Nazis die Kampagne "Wider den undeutschen Geist". Hunderte Bücher, vor allem jüdischer Autoren, werden verboten und öffentlich verbrannt.

Brennende Synagoge in der Bergstraße in Hannover am 10. November 1938.

Auf Geheiß der Nationalsozialisten brennen am 9. November 1938 auch in Norddeutschland etliche Synagogen und jüdische Geschäfte.

Volkszählung im besetzten Deutschland 1946.

Die Volkszählung im Deutschen Reich am 17. Mai 1939 diente den Nazis dazu, umfangreiche Daten ihrer Bürger zu erfassen - und um Juden auszusortieren.

Ankunft ungarischer jüdischer Frauen und Kinder an der Bahnrampe in Auschwitz im Juni 1944.

Am 19. September 1941 zwang das NS-Regime Juden qua Verordnung zum Tragen eines gelben Sterns. Bald darauf begannen die Deportationen.

Der Hannoversche Bahnhof um 1941.

Am 20. Mai 1940 beginnt das NS-Regime am Hannoverschen Bahnhof in Hamburg mit systematischen Deportationen. Nur wenige Verschleppte überleben.

Gebäude der Wannsee-Konferenz in Berlin

Die Judenverfolgung und -vernichtung wurde systematisch geplant - unter anderem auf der berüchtigten Konferenz am 20. Januar 1942.

Menschenansammlung bei einer Versteigerung jüdischer Umzugsgüter in Lörrach Anfang der 40er-Jahre.

Zigtausendfach kam die Habe jüdischer Emigranten ab 1939 etwa in Hamburg unter den Hammer - und füllte damit die deutsche Kriegskasse.

Die undatierte Aufnahme zeigt eine Verbindungsbrücke zwischen zwei Warschauer Häuserblöcken über eine nicht zum Ghetto gehörende Straße. Die Brücken waren eine Folge der Ghetto-Erweiterung durch die Nazis 1942.

Am 1. April 1942 verlässt ein Zug mit 891 Juden Hannover. Sein Ziel, das Warschauer Ghetto, bedeutet für viele den Tod.

Gruppenbild von Mitgliedern des Polizeibataillons 101 Anfang der 1940er-Jahre vor einem Ortsschild von Krzewie (Polen)

Mehr als 1.500 Juden tötet das Hamburger Reserve-Polizeibataillon 101 am 13. Juli 1942 in Polen. Dabei hatten die Männer eine Wahl.

Ein Mann geht durch einen historischen Verbindungsgang im Hamburger "Geschichtsort Stadthaus". (01.05.2018)

Das Hamburger Stadthaus war als Sitz der Gestapo eine der mächtigsten Terrorzentralen der Nazis. Hier wurde gefoltert und getötet.

Ausgemergelte Männer liegen dicht an dicht in Holzkojen - Aufnahme von 1944 aus einer Gefangenen-Baracke in Auschwitz.

Das Leben im KZ war ein Martyrium für die Gefangenen. Der Willkür der SS vollkommen ausgeliefert endete es oft mit dem Tod.

NS-Ideologie

Firmenschild des Reichsrundfunks, Sendestelle Hannover, mit Lettern in Fraktur.

Zehn Jahre nach dem Start des Rundfunks werden die Funkhäuser auf Anordnung von Propagandaminister Goebbels am 1. April 1934 zu Reichssendern.

Kundgebung auf dem Adolf-Hitler-Platz in Hamburg anlässlich des Inkrafttreten des Groß-Hamburg-Gesetzes 1937

Am 1. April 1937 vereinigen die NS-Machthaber Altona, Wandsbek und Harburg mit Hamburg. Hitler will eine starke Industrie- und Wirtschaftsmetropole.

Junge Bewohner einer Kinderfachabteilung

Hitlers "Euthanasie"-Erlass vom Oktober 1939 wird zum Todesurteil für Hunderttausende psychisch kranke und behinderte Menschen.

Propaganda-Projekte der Nationalsozialisten

Menschenmassen und Paddelboote bei der Einweihung des Maschsees am 21.05.1936.

1934 starteten die Nazis mit dem Bau des Maschsees in Hannover. Am 21. Mai 1936 wurde er eingeweiht - NS-Propaganda inklusive.

Deutsche Autobahn, circa 1936 bis 1939

1934 beginnen die Bauarbeiten bei Oyten, am 25. Juli 1936 weihen die Nazis die erste Teilstrecke ein. Heute ist die A1 für ihre Staus berüchtigt.

Menschen vor dem Musikpavillon in Planten un Blomen in den 30er-Jahren.

Eine niederdeutsche Gartenschau - so planten es die Nazis. Doch als Planten un Blomen am 6. Juni 1935 öffnet, sehen Besucher Kakteen und Orchideen.

Illustration von C.E. Turner des sinkenden deutschen Kriegsschiffes "Scharnhorst" am 26. Dezember 1943 im Nordmeer, getroffen von Granaten und Torpedos der britischen Streitkräfte

Britische Streitkräfte versenken am 26. Dezember 1943 das deutsche Kriegsschiff im Nordmeer. Von fast 2.000 Mann Besatzung werden nur 36 gerettet.

Das Passagierschiff "Wilhelm Gustloff" nach dem Stapellauf in Mai 1937.

1937 taufen die Nazis das Kreuzfahrtschiff für die Massen. Mit Tausenden Flüchtlingen an Bord wird es 1945 versenkt.

Hans Joachim Killburger als Old Shatterhand und Hans-Jürgen Stumpf als Winnetou bei den Winnetou-Festspielen 1952 in Bad Segeberg.

Am 16. August 1952 beginnen in Bad Segeberg die ersten Winnetou-Festspiele. Zuvor wurde das Stadion als Nazi-Aufmarschstätte genutzt.

Adolf Hitler am Rednerpult während eines Festaktes des Volkswagenwerks bei Fallersleben.

Am 26. Mai 1938 legten die Nazis den Grundstein für das VW-Werk. Doch statt Autos fürs Volk wurden Rüstungsgüter produziert.

Konstanty Gutschows Skizze der Elb-Hochbrücke, die er für Hamburg plante

Eine gigantische Elb-Brücke, ein Wolkenkratzer in Altona: Der Hamburger Architekt Konstanty Gutschow wollte einen neuen Hafen gestalten.

Der Flugzeugträger "Graf Zeppelin" liegt nach dem Stapellauf am 8. Dezember 1938 im Kieler Hafen

Am 8. Dezember 1938 feiert das NS-Regime den Stapellauf der "Graf Zeppelin" in Kiel. Doch der Riesen-Flugzeugträger verschwindet ohne Einsatz auf mysteriöse Weise.

Undatierte Aufnahme des deutschen Schlachtschiffs "Bismarck".

Im Zweiten Weltkrieg wird eins der weltgrößten Kriegsschiffe im Atlantik versenkt. Erst 1989 finden Forscher das Wrack der "Bismarck".

Auschwitz-Überlebende Erna de Vries 2015.

Mit 19 Jahren kam Erna de Vries nach Auschwitz. Später berichtete die Holocaust-Überlebende regelmäßig über ihre Erlebnisse.

Esther Bejarano

In der Nazi-Zeit hatte sie das KZ Auschwitz überlebt, weil sie im Orchester mitspielte. Esther Bejarano starb am 10. Juli 2021 in Hamburg.

Sergio de Simone mit seinen Cousinen Tatjana und Andra an Sergios sechstem Geburtstag, 29.11.1943.

In der Nacht zum 21. April 1945 wurden 20 Kinder in dem KZ-Außenlager erhängt, so auch Sergio de Simone. Seine Cousinen erfuhren erst spät davon.

Der jüdische Zahnmediziner Prof. Dr. Hans Moral aus Rostock

Der jüdische Zahnarzt Hans Moral hatte in Rostock unter dem NS-Terror zu leiden. Als letzten Ausweg wählte er den Suizid.

Porträt der Holocaust-Überlebenden, Schriftstellerin und Malerin Ceija Stojka aus dem Jahr 2003.

Als Zwölfjährige wurde Ceija Stojka von den Briten aus dem KZ Bergen-Belsen befreit. Wie sie den Moment am 15. April 1945 erlebt hat, erzählte sie im Gespräch mit dem NDR.

In einem Dorf in Vorpommern versteckt Mathilde Böckelmann 1944 ein jüdisches Mädchen und rettet ihm so das Leben. Erst lange nach ihrem Tod wird sie dafür geehrt.

Siegesparade der 8. Armee in Warschau am 5. Oktober 1939. - Vorbeimarsch vor der Führertribüne. -

Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Weltweit kostet er mehr als 50 Millionen Menschen das Leben.

Wehrmachtssoldaten ergeben sich 1945 und halten weiße Tücher hoch.

Am 8. Mai 1945 kapituliert die deutsche Wehrmacht. Viele Städte und Lager sind von den Alliierten da bereits befreit worden.

Nachkriegs-Prozesse

Zwei der zum Tode verurteilten Angeklagten, der ehemalige Lagerleiter Josef Kramer (l) und der Lagerarzt Fritz Klein (r), verlassen im November 1945 den Gerichtssaal in Lüneburg.

Am 17. November 1945 werden die Urteile im ersten NS-Kriegsverbrecherprozess gesprochen: neben Todes- und Haftstrafen auch Freisprüche.

Angeklagte im Curiohaus-Prozess, links KZ-Kommandant Max Pauly

Im ersten Prozess gegen Verantwortliche des KZ Neuengamme werden am 3. Mai 1946 die Urteile verkündet: Elf Mal verhängt das Gericht die Todesstrafe.

Überreste eines Massengrabs ermorderter Juden in Mirny bei Berditschew in der Ukraine.

Am 9. Februar 1968 werden in Hamburg drei SS-Leute für Verbrechen an der Ostfront verurteilt. Doch keiner der Täter sitzt seine Strafe voll ab.

Der ehemalige Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz, Rudolf Höß, in Handschellen.

Ein junger Jude jagt für die Briten Nazis. Am 11. März 1946 setzt er den früheren KZ-Kommandanten Rudolf Höß bei Flensburg fest.

Der frühere SS-Mann Oskar Gröning ist wegen Beihilfe zum Massenmord im KZ Auschwitz zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Nebenkläger und Zentralrat der Juden begrüßen den Schuldspruch.

Norddeutsche Geschichte