Eine Gruppe überlebender Kinder im KZ Auschwitz nach der Befreiung im Januar 1945

Am 27. Januar 1945 rückte die Rote Armee zum KZ vor, wo über eine Million Menschen ermordet wurde. Seit 1996 wird am Tag der Befreiung der Opfer gedacht.

Illustratorin Paula Mittrowann zeichnet ihre Großeltern

Paula Mittrowanns Großvater war im Zweiten Weltkrieg Soldat, hat darüber bis zu seinem Tod geschwiegen. Die Hamburger Illustratorin will mehr herausfinden.

Tova Friedmann und ihr Enkel Aron Goodman stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera.

Gemeinsam mit ihrem Enkel Aron hält Friedman die Erinnerung wach. Am Mittwoch sprach sie im Bundestag.

Collage: Hans Georg Calmeyer auf einem alten Foto, daneben ein "Judenstern".

Der Osnabrücker Hans Calmeyer rettete als "Rassereferent" der NS-Verwaltung in Den Haag Tausende Juden. Andere schickte er in den sicheren Tod.

Audios und Videos

Ausgemergelte Männer liegen dicht an dicht in Holzkojen - Aufnahme von 1944 aus einer Gefangenen-Baracke in Auschwitz.

Das Leben im KZ war ein Martyrium für die Gefangenen. Der Willkür der SS vollkommen ausgeliefert endete es oft mit dem Tod.

Kopie eines Haftzettels, den die Nationalsozialisten 1940 wegen asozialen Verhaltens ausstellten

Der Opa von Mascha Krink galt den Nationalsozialisten als "Asozialer". Sein Schicksal inspirierte die Künstlerin.

Pflanzen am Rande eines Bahngleises

Ein verdrängtes Kapitel Stadtgeschichte von Bad Oldesloe wurde aufgearbeitet: Die Deportation von 905 Juden begann dort am 6. Dezember 1941.

Die "Wilhelm Gustloff" um 1938 in einem Hafen.

Es ist das Todesurteil für Tausende Flüchtlinge an Bord: Am 30. Januar 1945 treffen russische Torpedos das NS-Schiff.

Das Passagierschiff "Cap Arcona" bei einer Probefahrt 1927.

Am 3. Mai 1945 versenken die Briten das Passagierschiff und den Frachter "Thielbeck". An Bord sind keine deutschen Truppen, sondern KZ-Häftlinge.

Brennende Synagoge in der Bergstraße in Hannover am 10. November 1938.

Auf Geheiß der Nationalsozialisten brennen am 9. November 1938 auch in Norddeutschland etliche Synagogen und jüdische Geschäfte.

Der Hannoversche Bahnhof um 1941.

Am 20. Mai 1940 beginnt das NS-Regime am Hannoverschen Bahnhof in Hamburg mit systematischen Deportationen. Nur wenige Verschleppte überleben.

Ungarische Juden an der Rampe in Auschwitz-Birkenau 1944, aufgenommen von der SS.

Am 19. September 1941 zwang das NS-Regime Juden qua Verordnung zum Tragen eines gelben Sterns. Bald darauf begannen die Deportationen.

Gebäude der Wannsee-Konferenz in Berlin

Die Judenverfolgung und -vernichtung wurde systematisch geplant - unter anderem auf der berüchtigten Konferenz am 20. Januar 1942.

Junge Bewohner einer Kinderfachabteilung

Hitlers "Euthanasie"-Erlass vom 1939 wird zum Todesurteil für Hunderttausende psychisch kranke und behinderte Menschen.

Menschenansammlung bei einer Versteigerung jüdischer Umzugsgüter in Lörrach Anfang der 40er-Jahre.

Zigtausendfach kam die Habe jüdischer Emigranten ab 1939 etwa in Hamburg unter den Hammer - und füllte damit die deutsche Kriegskasse.

Die Aufnahme von 1941 zeigt eine Gruppe jüdischer Frauen und Kinder auf einer Straße in Minsk.

Am 8. November 1941 werden rund 1.000 Hamburger Juden nach Minsk deportiert. Fast alle sterben unterwegs oder werden später getötet.

Die undatierte Aufnahme zeigt eine Verbindungsbrücke zwischen zwei Warschauer Häuserblöcken über eine nicht zum Ghetto gehörende Straße. Die Brücken waren eine Folge der Ghetto-Erweiterung durch die Nazis 1942.

Am 1. April 1942 verlässt ein Zug mit 891 Juden Hannover. Sein Ziel, das Warschauer Ghetto, bedeutet für viele den Tod.

Gruppenbild von Mitgliedern des Polizeibataillons 101 Anfang der 1940er-Jahre vor einem Ortsschild von Krzewie (Polen)

Mehr als 1.500 Juden tötet das Hamburger Reserve-Polizeibataillon 101 am 13. Juli 1942 in Polen. Dabei hatten die Männer eine Wahl.

Der Lagereingang des ehemaligen KZ Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar im Jahr 1952

Im KZ Buchenwald wurden über 56.000 Menschen getötet. Gegen Kriegsende war es eins der größten Konzentrationslager im Dritten Reich.

Britischer Soldat spricht mit einem Insassen nach der Befreiung der KZ Bergen-Belsen. (Bild: DPA)

Das Leid der Häftlinge im KZ Bergen-Belsen war unvorstellbar. Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Lager.

Loren und Klinkerwerk auf dem Gelände des KZ Neuengamme (1944).

Die Befreier stoßen am 4. Mai 1945 nur auf ein riesiges Lager ohne Häftlinge. Die SS hat das KZ zuvor komplett räumen lassen.

Sergio de Simone mit seinen Cousinen Tatjana und Andra an Sergios sechstem Geburtstag, 29.11.1943.

In der Nacht zum 21. April 1945 wurden 20 Kinder in dem KZ-Außenlager erhängt, so auch Sergio de Simone. Seine Cousinen erfuhren erst spät davon.

Dänische weiße Rotkreuz-Busse fahren durch Odense, Menschen am Straßenrand jubeln. --- (Wiki Commons © CC-BY-SA 2.0 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en)

Allein am 20. April 1945 evakuieren das schwedische und das dänische Rote Kreuz 4.200 KZ-Häftlinge aus dem KZ bei Hamburg.

Der jüdische Zahnmediziner Prof. Dr. Hans Moral aus Rostock

Der jüdische Zahnarzt Hans Moral hatte in Rostock unter dem NS-Terror zu leiden. Als letzten Ausweg wählte er den Suizid.

Esther Bejarano, deutsch-jüdische Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, sitzt in einem Sessel in ihrer Wohnung.

In der Nazi-Zeit hatte sie das KZ Auschwitz überlebt, weil sie im Orchester mitspielte. Esther Bejarano starb am 10. Juli 2021 in Hamburg.

Anita Lasker-Wallfisch am 03.09.2019 in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin

Ihr Cello rettet Anita Lasker-Wallfisch im KZ das Leben. Für ihren Einsatz gegen Antisemitismus wird sie mehrfach ausgezeichnet.

Auschwitz-Überlebende Erna de Vries 2015.

Mit 19 Jahren kam Erna de Vries nach Auschwitz. Später berichtete die Holocaust-Überlebende regelmäßig über ihre Erlebnisse.

Gedenkstätten

1946 errichtetes jüdisches Mahnmal auf dem Friedhof des Lagergeländes des ehemaligen KZ Bergen-Belsen (Foto vom 17.08.2012)

Im KZ Bergen-Belsen starben Zehntausende Menschen, darunter Anne Frank. Am 15. April 1946 wurde ein erstes Mahnmal eingeweiht. Seit 1952 existiert eine Gedenkstätte.

Mahnmal in der Hamburger KZ-Gedenkstätte Neuengamme (2022)

Im Konzentrationslager Hamburg-Neuengamme starben während der NS-Zeit mehr als 40.000 Menschen. Am 7. November 1965 wurde ein Mahnmal eingeweiht.

Weg auf dem Außengelände der Gedenkstätte Esterwegen.

Das Konzentrationslager Esterwegen war eins von 15 im Emsland. Heute erinnert hier eine Gedenkstätte an die Opfer aller Lager in der Region.

Mahnmal mit der Aufschrift "Die Würde des Menschen ist unantastbar" am ehemaligen Standort des KZ Ladelund.

Hoch im Norden - an der Grenze zu Dänemark - liegt eine der ältesten KZ-Gedenkstätten Deutschlands: Ladelund.