Ausschnitt der Europa-Karte vom 1. Mai 1945 aus dem "Atlas of the World Battle Fronts in Semimonthly Phases" des United States War Department, 1945, der die Gebietslage in zweiwöchigen Abständen dokumentiert.

Im Frühjahr 1945 ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Wie verliefen die letzten Kriegsmonate? Welche überregionalen Ereignisse waren relevant?

Eine historische Aufnahme des Landratsamts Eutin, eine zeitgenössische Postkarte

Ab dem 21. April 1945 versammeln sich Nazi-Größen in Eutin, Plön und Lübeck. Es gibt brisante Treffen um Hitlers Nachfolge.

Ehemalige Flensburger Marineschule

In der Marinekriegsschule quartiert sich am 3. Mai 1945 Hitlers Nachfolger Dönitz mit Ministern ein. SS-Chef Himmler irrt durch das Umland.

Karl Dönitz mit Mitgliedern der Geschäftsführenden Reichsregierung vor einem Gebäude in Flensburg.

Am 9. Mai 1945 schweigen die Waffen. Bis zum 23. Mai bleibt Hitlers Nachfolger Dönitz mit NS-Ministern aber noch im Amt.

Audios und Videos

Mit Blumen geschmückte Stolpersteine von Czeslawa und ihrer Mutter.

Norbert Frei und Jörn Leonhard sprechen über Gefahren für die Erinnerungskultur und die Rolle von Originalschauplätzen.

Eine ältere Frau blickt lächelnd in die Kamera

Die Historikerin Aleida Assmann erklärt im Gespräch, wieso Erinnerungsrituale wichtig sind, gerade an einem Tag wie dem 8. Mai.

Armin Laschet

Im Osten des Landes sei das Leben in einer Diktatur allerdings erst 45 Jahre später vorbei gewesen, sagte der CDU-Politiker Armin Laschet im Gespräch auf NDR Info.

Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren und Brille blickt in die Kamera

Der renommierte Historiker äußert sich im Gespräch über das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren und die Folgen bis heute.

Eine Zeichnung mit fünf Jugendlichen vor einem roten Backsteingebäude. Es sind die fünf Personen aus dem Videogame "Erinnern. Die Kinder vom Bullenhuser Damm"

Die Hamburger Gedenkstätten gehen neue Wege, um Jugendlichen die Gräueltaten der Nazis zu vermitteln - mit einem interaktiven Videospiel.

Professor Magnus Brechtken

Die Umdeutung historischer Fakten schade der Gesellschaft, sagte Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München, im Gespräch auf NDR Info.

Die hamburgische Bürgerschaft während der Gedenkstunde zu 80 Jahren Kriegsende.

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) warnte unter anderem vor einem zunehmenden Antisemitismus und Rechtspopulisten.

Die Kapelle in Helmscherode.

Aus dem unkommentierten Gedenken an den Hauptkriegsverbrecher Wilhelm Keitel ist Jahre später ein Ort des Erinnerns geworden.

Ein Bild aus dem Comic "Aale und Gespenster" von Marius Schmidt: Ein Fischer auf einem Segelboot

"Aale und Gespenster" handelt von dem Tod der 7.500 KZ-Häftlinge an Bord und den Jahren der Verdrängung danach.

Wegmarken zum Kriegsende

Die drei Gefangenen Albert Speer, Karl Dönitz und Alfred Jodl werden von britischen Soldaten bewacht.

Ab Mai 1945 kommen Tausende SS-Angehörige auf der "Rattenlinie" in Richtung Flensburg, um ihre Spuren zu verwischen - so auch Auschwitz-Chef Höß.

Mitglieder der deutschen Regierung "Dönitz": Minister für Rüstung und Kriegsproduktion Albert Speer (links), Großadmiral Karl Dönitz (Mitte) und General Alfred Jodl warten in einem Hof ​​in Flensburg nach ihrer Festnahme durch britische Truppen am 24. Mai 1945.

Erst am 23. Mai 1945, 15 Tage nach Kriegsende, werden die Mitglieder der noch amtierenden Reichsregierung in Flensburg verhaftet.

Ein Schild mit dem Ortsnamen Maczkow.

Im Mai 1945 müssen die Einwohner die Stadt sofort verlassen. Polnische Vertriebene sollen dort leben. Erst am 10. September 1948 dürfen die Einheimischen zurück.

U-Boote liegen aufgetaucht in der Geltinger Bucht

Trotz der Teilkapitulation im Norden versenken deutsche Kommandanten am 5. Mai 1945 allein in der Geltinger Bucht 50 U-Boote.

Der britische Feldmarschall Bernard Law Montgomery (2.v.r.) im Mai 1945 bei Lüneburg, während ihm eine deutsche Delegation unter Admiral Hans Georg von Friedeburg (l.) die Übergabe der deutschen Truppen anbietet und um die Angabe der Bedingungen bittet.

Kurz vor dem offiziellen Kriegsende wird am 4. Mai 1945 in der Lüneburger Heide eine Teilkapitulation unterzeichnet.

Britische Soldaten marschieren am 3. Mai 1945 in Hamburg ein.

Kämpfen bis zum Untergang: So lautet noch im April 1945 Hitlers Befehl. Doch in Hamburg kommt es am 3. Mai 1945 zur kampflosen Kapitulation.

Das Passagierschiff "Cap Arcona" bei einer Probefahrt 1927.

Am 3. Mai 1945 versenken die Briten das Passagierschiff und den Frachter "Thielbeck". An Bord sind keine deutschen Truppen, sondern KZ-Häftlinge.

Brigitte Roßow aus Demmin als Kind mit ihren Eltern, ihrem großen Bruder Winfried und der kleinen Schwester Sigrun.

Vom 30. April bis zum 4. Mai 1945 nahmen sich in Demmin mehr als 900 Menschen aus Angst vor den Russen das Leben. Brigitte Roßow überlebte.

Das Presse-Bild zeigt Hans Leipelt, einen Widerstandskämpfer der "Weißen Rose" gegen den Nationalsozialismus im Film "Die Widerständigen - also machen wir das weiter"; Dokumentarfilm von Katrin Seybold und Ula Stöckl, Deutschland, 2014.

Hans Leipelt gehörte zum Hamburger Zweig der Weißen Rose. Wegen "Wehrkraftzersetzung und Volksverhetzung" brachten die Nazis den Widerstandskämpfer 1945 um.

Findling mit Gedenk-Inschrift an der Bundesstraße 321 in Schwerin

Tausende KZ-Häftlinge aus Sachsenhausen erreichen auf ihrem Todesmarsch 1945 Schwerin - und werden von US-Truppen erlöst. Mahnmale zeigen aber noch heute die Rote Armee in der Rolle des Befreiers.

Zweiter Weltkrieg: Zusammenbruch der Ostfront durch sowjetische Großoffensive ab 12. Januar 1945 - sowjetische Truppen in Tilsit (Ostpreußen) +++ Foto: Januar / Februar 1945.

Am 29. April 1945 erreicht die Rote Armee das heutige Mecklenburg-Vorpommern. Die Menschen müssen Hunger, Vertreibung und Vergewaltigungen erleiden.

Dänische weiße Rotkreuz-Busse fahren durch Odense, Menschen am Straßenrand jubeln. --- (Wiki Commons © CC-BY-SA 2.0 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en)

Allein am 20. April 1945 evakuieren das schwedische und das dänische Rote Kreuz 4.200 KZ-Häftlinge aus dem KZ bei Hamburg.

Der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher hält während einer Kundgebung der SPD im Mai 1946 in Frankfurt/Main eine Rede.

Im Oktober 1945 wird die SPD neu gegründet. Der erste Nachkriegsparteitag findet vom 9. bis 11. Mai 1946 in Hannover statt. Kurt Schumacher erntet begeisterten Applaus.

Britische Bomben fallen bei einem Luftangriff 1945 auf Helgoland.

Am 18. April 1945 bombardiert die Royal Air Force die Insel. Nach dem Angriff liegt alles in Schutt und Asche.

Ein britischer Soldat lauert vor dem Kriegerdenkmal in Uelzen.

In Uelzen tobte zum Kriegsende ein Häuserkampf. Hunderte Zwangsarbeiter wurden am 17. April 1945 noch weggeschafft - einen Tag vor der Befreiung

Ein Ausschnitt eines alten Hochzeitsfotos mit Julius Katz (Bildmitte).

In der NS-Zeit verliert Julius Katz aus Groß Oesingen seine Arbeit. Dorfbewohner helfen dem Juden, der sich am 13. April 1945 revanchiert.

Historisches Foto von Willi Herold, dem sogenannten "Henker vom Emsland"

Als angeblicher Hauptmann ordnet der Gefreite Willi Herold im April 1945 Erschießungen an. Am 29. August 1946 wird er deshalb zum Tode verurteilt.

Mitglieder der Hitler-Jugend stehen in einer Reihe vor ihrem Vorgesetzten.

Jugendliche sollen am Ende des Krieges als letztes Aufgebot das Blatt noch wenden. In Hannover entgehen sie am 9. und 10. April 1945 ihrem Schicksal.

Ehrenfriedhof am Lüneburger Stadtrand.

Nach einem Bombenabwurf auf einen Zug mit KZ-Häftlingen in Lüneburg fliehen die Überlebenden. 80 von ihnen werden am 11. April 1945 getötet.

Blick auf die zerstörte Innenstadt von Hannover nach den Bombenangriffen von 1943

Der Zweite Weltkrieg endet in Raten. Am 10. April ziehen US-Truppen in Hannover ein - eine weitgehend zerstörte Stadt.

Undatierte Aufnahme von der beflaggten Kommandatur des Konzentrationslagers Moringen

Hunderte Jugendliche waren zur NS-Zeit im niedersächsischen Moringen interniert - bis am 9. April 1945 die US-Truppen anrückten.

Drei Holzkreuze sind Teil des Mahnmahls an die Celler Hetzjagd auf KZ Häftlinge.

In Celle wird am 8. April 1945 ein Zug mit Häftlingen von Bomben getroffen. SS-Leute und Bürger machen Jagd auf die Fliehenden.

Zerstörte Mehrfamilienhäuser in der Heysestraße im Westen der Stadt Swinemünde am 12. März 1945

Große Flüchtlings-Trecks warten im März 1945 auf ein Schiff über die Ostsee in den Westen. Bei einem US-Angriff am 12. März sterben Tausende.

Flüchtlingstreck nach dem Zweiten Weltkrieg.

Anfang 1945 greifen US-Bomber Dannenberg an. 85 Menschen - Flüchtlinge und Einheimische - sterben, 34 Häuser werden zerstört.

Frauen und Männer des Volkssturms beim Ausheben eines Panzergrabens 1945

Deutschland zum Ende des Zweiten Weltkriegs: Nachdem bereits halbwüchsige Soldaten zur Waffe greifen müssen, werden am 12. Februar 1945 auch Frauen und Mädchen zum Hilfsdienst für den Volkssturm gerufen.

Die "Wilhelm Gustloff" um 1938 in einem Hafen.

Es ist das Todesurteil für Tausende Flüchtlinge an Bord: Am 30. Januar 1945 treffen russische Torpedos das NS-Schiff.

Flüchtlinge ziehen am Ende des Zweiten Weltkriegs über das zugefrorene Frische Haff, im Vordergrund liegt ein totes Pferd.

Ostpreußen ist im Zweiten Weltkrieg Anfang 1945 abgeschnitten, eine Flucht nur noch über die Ostsee möglich. Am 23. Januar 1945 beginnt eine Rettungsaktion.

Konzentrationslager und deren Befreiung

Loren und Klinkerwerk auf dem Gelände des KZ Neuengamme (1944).

Die Befreier stoßen am 4. Mai 1945 nur auf ein riesiges Lager ohne Häftlinge. Die SS hat das KZ zuvor komplett räumen lassen.

Britischer Soldat spricht mit einem Insassen nach der Befreiung der KZ Bergen-Belsen. (Bild: DPA)

Das Leid der Häftlinge im KZ Bergen-Belsen war unvorstellbar. Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Lager.

Auf einer Illustration ist "Haas, Haas, wir suchen dich" zu lesen.

Der erste Kommandant des KZ Bergen-Belsen war Adolf Haas. Der gelernte Bäcker aus dem Westerwald wurde SS-Obersturmbannführer.

Der Lagereingang des ehemaligen KZ Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar im Jahr 1952

Im KZ Buchenwald wurden über 56.000 Menschen getötet. Gegen Kriegsende war es eins der größten Konzentrationslager im Dritten Reich.

Ausgemergelte Männer liegen dicht an dicht in Holzkojen - Aufnahme von 1944 aus einer Gefangenen-Baracke in Auschwitz.

Das Leben im KZ war ein Martyrium für die Gefangenen. Der Willkür der SS vollkommen ausgeliefert endete es oft mit dem Tod.

Eine Gruppe überlebender Kinder im KZ Auschwitz nach der Befreiung im Januar 1945

Am 27. Januar 1945 rückte die Rote Armee zum KZ vor, wo über eine Million Menschen ermordet wurde. Seit 1996 wird am Tag der Befreiung der Opfer gedacht.

Wehrmachtssoldaten ergeben sich 1945 und halten weiße Tücher hoch.

Am 8. Mai 1945 ist der Zweite Weltkrieg offiziell beendet. Aber nicht alle Deutsche sehen die bedingungslose Kapitulation als Befreiung.

Auf dem Bild sind mehrere Gegenstände abgebildet, die aus den Filtergehäusen von "Volksgasmasken" gefertigt wurden: Petroleumlampen, Siebe, Schaumlöffel. Auch eine Gasmaske ist zu sehen.

Ab 1945 ist Hausrat Mangelware. Im Überfluss gibt es dagegen Kriegsschrott. In der Not werden Militärartikel umfunktioniert.

Zeitzeugen

Brigitte Remertz erzählt vom Kriegsende 1945 in Greifswald.

Der Einmarsch der Roten Armee in Vorpommern im April 1945 bringt vielerorts großes Leid. Nur in Greifswald fällt kein Schuss. Siegfried Remertz hatte daran großen Anteil. Seine Tochter erinnert sich.

Peter Maertens erzählt vom Kriegsende 1945 in Hamburg.

Peter Maertens erlebt den Zweiten Weltkrieg als Junge in Hamburg. Seine jüdische Mutter überlebt den NS-Terror nur durch eine List.

Eckhard Schimpf erzählt vom Kriegsende 1945 in Braunschweig.

Wie erlebten Kinder das Kriegsende? Zeitzeuge Eckhard Schimpf erzählt aus Braunschweig, das am 12. April 1945 befreit wurde.

Weitere Zeitzeugen-Berichte

Holocaust-Überlebende

Irene Butter am Grab ihres Vaters in Laupheim

Als jüdisches Mädchen entkam Irene Butter aus dem KZ Bergen-Belsen. 2025 erzählt sie, warum das Kriegsende am 8. Mai für sie kein Tag der Freude war.

Porträt des Holocaust-Überlebenden Salomon "Sally" Perel aus dem Jahr 2019.

Unter falscher Identität überlebte der Sohn eines Rabbiners aus Peine den Holocaust. Am 21. April 2025 wäre er 100 Jahre alt geworden.

Albrecht Weinberg im Rathaus der Stadt Leer.

Anlässlich des Jubiläums gab es Glückwünsche vom Bundespräsidenten und ein großes Fest in Weinbergs Heimat Ostfriesland.

Der Holocaust-Überlebende Leon Weintraub hält am 2. März 2026 in der Aula der Universität Göttingen die Ehrendoktorwürde der Universitätsmedizin Göttingen.

Leon Weintraub nahm 1946 sein Medizinstudium in Göttingen auf. Zuvor hatte er mehrere KZ überlebt. 2026 erhielt er Ehrendoktorwürde und Friedenspreis.

Esther Bejarano

In der Nazi-Zeit hatte sie das KZ Auschwitz überlebt, weil sie im Orchester mitspielte. Esther Bejarano starb am 10. Juli 2021 in Hamburg.

Der Holocaust-Überlebende Guy Stern spricht als Gast im Landtag zu den Abgeordneten.

Bis ins hohe Alter hielt er Vorträge über die Demokratie. Der in Hildesheim geborene Stern starb am 7. Dezember 2023 in Detroit (USA).

Anita Lasker-Wallfisch am 03.09.2019 in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin

Ihr Cello rettet Anita Lasker-Wallfisch im KZ das Leben. Für ihren Einsatz gegen Antisemitismus wird sie mehrfach ausgezeichnet.

Der Zweite Weltkrieg

Rauchsäulen über der Westerplatte in Danzig nach dem Angriff deutscher Soldaten am 1. September 1939.

Am 1. September 1939 greifen deutsche Einheiten das Nachbarland Polen an. Sie beginnen einen verbrecherischen Krieg ungeahnten Ausmaßes.

Davidstern an der Jüdischen Gedenkstätte, Konzentrationslager Dachau

Mehr als sechs Millionen Juden wurden während der NS-Zeit ermordet. Daran erinnert jedes Jahr am 27. Januar ein Gedenktag.

Luftangriff amerikanischer Bomber

Der Bombenkrieg aus der Luft bedeutet eine neue Dimension der Kriegsführung. Seine Strategie ist allerdings umstritten.

Nachkriegszeit

Sogenannte Trümmerfrauen entsorgen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg Schutt mit Loren.

Nach dem Krieg sind die deutschen Städte eine Trümmerlandschaft. Das Land wird in vier Besatzungszonen aufgeteilt.