Menschen feiern in der Nacht zum 3. Oktober 1990 mit Deutschlandfahnen und Feuerwerk vor dem Berliner Reichstag die deutsche Wiedervereinigung.

Am 3. Oktober 1990 tritt die DDR der Bundesrepublik bei, die Wiedervereinigung ist vollendet. Um das Datum gab es viel Streit.

Die Farben Schwarz, Rot und Gold auf einem Steinboden mit einem Riss

Die meisten Teilnehmenden bei #NDRfragt sind zufrieden mit der Wiedervereinigung. Trotzdem sehen viele unerfreuliche Unterschiede.

In einem Schweriner Plattenbaugebiet hängt ein Wahlplakat von Helmut Kohl. Davor geht ein Soldat die Straße entlang. (Fotograf: Kurt W. Hamann)

Der 3. Oktober 1990 markiert nicht nur die Deutsche Einheit, sondern auch die erneute Gründung von Mecklenburg-Vorpommern.

Luftaufnahme der Grenze zwischen Zicherie und Böckwitz in den 80er Jahren

Fast ungläubig feiern vor allem die Bewohner der Grenzgebiete den 3. Oktober 1990. Aus Trennung wird nun Nachbarschaft.

Ein Bundeswehrangehöriger durchsucht auf einem ehemaligen NVA-Flugplatz ein ehemaliges DDR-Militärflugzeug.

Mit dem Ende der DDR am 3. Oktober 1990 wird auch die NVA aufgelöst, die Stützpunkte geschlossen. Was war, was blieb?

Key Visual des Projekts "Neuland MV"

Mit dem Ende der DDR leben die Menschen in MV plötzlich im Neuland: Neues System, neue Regeln. Was sagen sie heute dazu?

Kindergartenkinder spielen am 01.07.1976 auf einem Spielplatz der Kindertagesstätte in Rostock-Lütten Klein in der Stockholmer Straße.

Am 10. April 1966 zogen die ersten Mieter in das Rostocker Plattenbau-Viertel Lütten Klein - damals purer Luxus in der DDR.

Screenshot aus der Sendung "Tele-Lotto" im DDR Fernsehen vom 18. Januar 1987.

Mit der DDR sollte bald auch "Tele-Lotto" der Geschichte angehören. Eine Sache für die Abteilung Grundsatzfragen der Treuhand.

Deutsche Einheit in der Kultur

Ilko-Sascha Kowalczuk redet mit einem Mirkofon in der Hand.

Die meisten seien erst auf den Zug Richtung Freiheit aufgesprungen, als das Ende der DDR längst besiegelt war, meint der Historiker.

Stefam Heym spricht 1989 am Berliner Alexanderplatz.

Vor dreißig Jahren wurden Ost- und Westdeutschland wiedervereinigt. Wie steht es um die ostdeutsche Literatur - 30 Jahren nach der Einheit? Eine vorläufige Bilanz.

Szene aus dem Film "Das Leben der anderen"

Recht schnell kam die Deutsche Einheit auch im Kino an - und liefert bis heute Stoff für Geschichten auf der Leinwand.

Ost und West heute

Christina Morina

Für die Menschen im Osten markiert die Deutsche Einheit eine tiefe Zäsur. Ein Gespräch mit der Historikerin Christina Morina.

Zwei Schülerreihen stehen sich gegenüber und werden durch eine Mauer aus Kisten getrennt.

Was verbindet und was trennt die Menschen in Ost- und Westdeutschland? Diese Frage scheint auch 30 Jahre nach dem Mauerfall aktueller denn je zu sein. Eine Reportagereise.

Ein grüner Trabi, der stark modifiziert ist, steht im Jahr 2019 auf einem Campingplatz.

30 Jahre nach dem Mauerfall gibt es immer noch ein Wir und ein Ihr, Ost und West. Woran liegt das?

Video-Highlights

Der Weg zur Einheit

DDR-Wende, geheimes Waffenlager in Kavelstorf

Am 2. Dezember 1989 verschaffen sich Bewohner des Dorfes Zugang zu einem abgeschirmten Gelände - und decken den DDR-Waffenhandel auf.

Demonstration in Rostock 1989

Als Demonstranten am 4. Dezember 1989 die Stasi-Behörde in Rostock verplomben, ist Gerhard Rogge dabei. Ein Tag, der alles verändert.

Wahlwerbung wird plakatiert

Am 18. März 1990 findet die erste und letzte freie Wahl in der DDR statt. Das Ergebnis überrascht - und läutet das Ende der DDR ein.

Ein junger Mann freut sich am 1. Juli 1990 über seine D-Mark-Banknoten.

Für viele Ostdeutsche erfüllt sich am 1. Juli 1990 ein Traum: Mit der Währungsunion kommt die D-Mark ins Portemonnaie.

Letzte Ausgabe der "Mecklenburgischen Volkszeitung"

1990 sorgt die neue Pressefreiheit in der DDR für einen Gründer-Boom bei Zeitungsmachern. Doch in Rostock ist schnell wieder Schluss.

Eine Gruppe von Frauen bei der Miss DDR Wahl, in der Mitte Leticia Koffke.

Leticia Koffke aus Brandenburg ist die erste und letzte Miss DDR. Kurz nach ihrer Wahl im September 1990 kommt die Einheit.

Die Treuhand

Das DDR-Kernkraftwerk Bruno Leuschner in Lubmin

Nach der Wende wird die Umweltverschmutzung durch giftige Altlasten in der DDR publik. Die Beseitigung verschlingt Milliarden.

Eine Mitarbeiterin der Firma Greifenfleisch GmbH Greifswald bereitet 1996 eine neue Charge Pommersche Bockwürste zum Räuchern vor.

Mehr als 12.000 ostdeutsche Betriebe muss die Treuhand privatisieren - unter anderen den VEB Fleischwaren in Greifswald.

Blick von oben auf einen großen Acker, auf dem ein Trecker fährt.

Äcker und Wälder gehören in der DDR zum Volkseigentum. Einen Wert haben sie laut marxistischer Theorie nicht. Das ändert sich 1990.

In nur vier Jahren stellte die Treuhand die Wirtschaft eines ganzen Landes auf den Kopf. Was aus den ostdeutschen Betrieben geworden ist, zeigt eine Datenrecherche des MDR.

Das neue Mecklenburg-Vorpommern

Blick von der Schlossstraße auf das Schweriner Schloss (21.12.1990)

Nach langem Ringen fällt am 27. Oktober 1990 die Wahl auf die alte Residenzstadt als Sitz des Parlaments. Rostock zieht den Kürzeren.

Die Mitglieder der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern am 27. Oktober 1990 in Schwerin (v. l. n. r.): Klaus Gollert, Georg Diederich, Bärbel Kleedehn, Ulrich Born, Ministerpräsident Alfred Gomolka, Conrad-Michael Lehment, Petra Uhlmann, Martin Brick und Oswald Wutzke.

Kurz nach der Wiedervereinigung wählen die Bürger in MV am 14. Oktober 1990 den ersten freien Landtag. Der Ausgang ist lange offen.

NDR Landesfunkhaus Schwerin

3. Oktober 1990: Deutschland feiert die Wiedervereinigung. Gleichzeitig wird hinter den Kulissen eifrig um die Erweiterung des NDR Sendegebiets gerungen.

Dossiers

Eine Familie mit einem Trabant 600 in der DDR, ca. 1975,

Wie kam es zur Gründung der DDR? Wie sah der Alltag im Arbeiter- und Bauernstaat aus? Und was führte schließlich zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung?

Jubelnd laufen drei junge Ost-Berliner am 10. November 1989 durch einen Berliner Grenzübergang.

Massenfluchten und Montagsdemos bringen 1989 das DDR-Regime ins Wanken. Am 9. November fällt in Berlin überraschend die Mauer. Ein Dossier.