Rosen liegen auf einem Gehweg neben Stolpersteinen - kleinen Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der NS-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.
AUDIO: Michel Friedman: "Judenhass ist in Deutschland Alltag geworden" (8 Min)

Holocaust-Gedenktag: Erinnern an die Opfer der Nazis

Stand: 28.01.2026 19:20 Uhr

Seit 1996 ist der 27. Januar in der Bundesrepublik der "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus". Das Datum erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945.

Die zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus findet traditionell im Bundestag statt. An vielen öffentlichen Gebäuden wehen die Flaggen an diesem Tag auf Halbmast.

In der DDR wurde der 27. Januar mit Blick auf die Rolle der Sowjet-Armee bei der Auschwitz-Befreiung begangen. 2005 erklärten die Vereinten Nationen und das Europäische Parlament den Tag zum internationalen Holocaust-Gedenktag.

Hamburg verleiht Bertini-Preis für Zivilcourage

An vielen Orten in Norddeutschland finden Gedenkveranstaltungen statt, unter anderem im Niedersächsischen Landtag.

In Hamburg wird an dem Gedenktag der Bertini-Preis für Zivilcourage an junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren vergeben.

Eine Frau steht auf einer Bühne und trägt einen Judenstern auf dem Shirt.

In Hamburg wird der Preis am Holocaust-Gedenktag an junge, engagierte Menschen verliehen. Benannt ist er nach dem Roman des Schriftstellers Ralph Giordano.

Tova Friedmann und ihr Enkel Aron Goodman stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera.

Gemeinsam mit ihrem Enkel Aron hält Friedman die Erinnerung wach. Am Mittwoch sprach sie im Bundestag.

Illustratorin Paula Mittrowann zeichnet ihre Großeltern

Paula Mittrowanns Großvater war im Zweiten Weltkrieg Soldat, hat darüber bis zu seinem Tod geschwiegen. Die Hamburger Illustratorin will mehr herausfinden.

Eine Gruppe überlebender Kinder im KZ Auschwitz nach der Befreiung im Januar 1945

Am 27. Januar 1945 rückte die Rote Armee zum KZ vor, wo über eine Million Menschen ermordet wurde. Seit 1996 wird am Tag der Befreiung der Opfer gedacht.

Davidstern an der Jüdischen Gedenkstätte, Konzentrationslager Dachau

Mehr als sechs Millionen Juden wurden während der NS-Zeit ermordet. Daran erinnert jedes Jahr am 27. Januar ein Gedenktag.

In geöffneten Händen liegt ein Judenstern aus Stoff.

Sie haben einst das Grauen des NS-Regimes überlebt. Mit ihren Erzählungen hinterlassen sie ihr schweres Erbe der Nachwelt für die Zukunft.

Kopie eines Haftzettels, den die Nationalsozialisten 1940 wegen asozialen Verhaltens ausstellten

Der Opa von Mascha Krink galt den Nationalsozialisten als "Asozialer". Sein Schicksal inspirierte die Künstlerin.

Ein KI-generiertes Bild von Anne Frank auf einem Display

Anne-Frank-Videos auf TikTok: Heutzutage kann jeder solche Fakes erzeugen - manche vielleicht in guter Absicht, aber die Gefahr von Geschichtsverfälschung droht.

Pflanzen am Rande eines Bahngleises

Ein verdrängtes Kapitel Stadtgeschichte von Bad Oldesloe wurde aufgearbeitet: Die Deportation von 905 Juden begann dort am 6. Dezember 1941.

49 im Juni 2018 frisch verlegte "Stolpersteine" mit Rosen darauf im Hamburger Stadtteil Langenhorn.

Mit Stolpersteinen erinnert der Künstler Gunter Demnig an die NS-Opfer. Am Jahrestag der Pogromnacht, dem 9. November 1938, finden Putz-Aktionen statt.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 27.01.2026 | 06:51 Uhr

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