Ernährung beim metabolischen Syndrom

Stand: 05.10.2024 12:30 Uhr

Wer am metabolischen Syndrom leidet, braucht keine Diät - sondern eine dauerhafte Umstellung von Ernährung und bestimmten Lebensgewohnheiten. Dafür gelten vier zentrale Regeln.

Wer das metabolische Syndrom hat, der kommt um eine Wahrheit nicht herum: Jetzt heißt es, das Essverhalten genau analysieren und in weiten Bereichen dauerhaft umstellen. Viele Betroffene haben eine erfolglose Diäten-Karriere mit entsprechendem Jo-Jo-Effekt hinter sich und eventuell bereits das Vertrauen verloren, dass sie etwas an ihrem Gewicht ändern können. Doch das ist machbar!

Keine Diät, sondern eine dauerhafte Ernährungsumstellung

Zentraler Punkt ist: regelmäßig essen - und nicht mehr als drei Mahlzeiten am Tag. Zwischen den Mahlzeiten sollten gute Pausen liegen, damit der Insulinspiegel wieder abfallen kann. Eine gute Abnehm-Hilfe kann Intervallfasten sein: Wer es schafft, mit zwei Mahlzeiten am Tag auszukommen und über Nacht 16 Stunden nichts zu essen, gibt seinem Körper die Chance, in diesen langen Pausen viel Bauchfett abzubauen.

Für die Blutzucker-Normalisierung wenig Kohlenhydrate essen

Zweitens: Kohlenhydrate sparen, insbesondere die schlechten. Ungünstig sind nicht nur Süßigkeiten, sondern auch einfache Kohlenhydrate aus Nudeln, Reis und Weißbrot, Chips und Fast Food. Solche Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel hochschnellen und dann rasch wieder abfallen. Besser sind sogenannte komplexe Kohlenhydrate, wie sie in Gemüse und Vollkornprodukten vorliegen. Denn sie werden langsam in den Stoffwechsel eingeschleust. Das beugt Heißhunger-Attacken vor.

Eiweiß hält lange satt, gute Fette sind gesund

Drittens: Wichtig für eine langanhaltende Sättigung ist Eiweiß zu jeder Mahlzeit: Milchprodukte, Eier, Fisch oder Fleisch, aber auch Hülsenfrüchte und Nüsse machen lange satt.

Viertens: nicht zu vergessen - gute Fette! Fette sind Aromaträger und machen gut satt. Hochwertige Fette aus Pflanzen und Fisch sind besonders gesund.

Geschmackssinn trainieren: gesund gleich lecker

Sie "haben einen süßen Zahn", Gemüse schmeckt Ihnen nicht? Übungssache: Der individuelle Geschmack wird erlernt und kann trainiert werden wir ein Muskel. Zucker- oder Salzfans haben meist Erfolg damit, die Dosis langsam herunterzufahren – also: fertige Fruchtjoghurts mit Naturjoghurt immer mehr "strecken“, Fertig-Bolognese mit echten Tomaten verlängern, gesalzene Nüsse mit naturbelassenen mischen usw. Unbekanntes muss Forschungen zufolge acht- bis elfmal probiert werden, ehe man es mag. Nicht vorschnell aufgeben! Kleine Portionen von Gemüsesorten immer wieder testen.

Ernährungstipps beim metabolischen Syndrom

Was essen beim metabolischen Syndrom: Lebensmittel und Rezepte

Gesund essen für Herz und Kreislauf: Hier finden Sie geeignete Rezepte und Lebensmittel-Listen (auch zum Download).

Gemüse-Putencurry in einer Pfanne und eine Schüssel mit Reis stehen auf dem Tisch.

Diese leckeren, schnellen Gerichte lassen den Blutzucker nur langsam steigen, sind salzarm und gut für die schlanke Linie.

Zum Herunterladen

Welche Lebensmittel sind empfehlenswert, welche nicht? Die wichtigsten Tipps auf einen Blick.

Das Wort "Hafer" ist aus Körnern gelegt auf einer pinkfarbenen Platte.

Hafer enthält Ballaststoffe, die regulierend auf Blutzucker und Fettstoffwechsel wirken: Infos zur Kur und Rezeptvorschläge.

Zwei Frauenhände neben einer Schale mit Suppe, in einer Hand ein Löffel.

Wer abnehmen will, muss vor allem verstehen, warum er isst. Achtsam essen heißt, sich Ess-Impulse bewusst zu machen.

Mann hält sich den Hüftspeck

Wenn Bauchfett, Blutfette, Bluthochdruck und Blutzucker gefährlich werden - was tun gegen das metabolische Syndrom?

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Die Ernährungs-Docs | 07.10.2024 | 21:00 Uhr

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