Eine Uhr neben einem gesunden Frühstück.

Wie Intervallfasten das Immunsystem stärkt

Stand: 08.06.2020 17:26 Uhr | vom

Intervallfasten kann die Selbstreinigung der Zellen fördern und dadurch das Immunsystem stärken. Auch bei Entzündungen und Erkrankungen wie Fettleber kann Intervallfasten helfen.

Intervallfasten hilft nicht nur beim Abnehmen. Studien zeigen, dass die regelmäßige Unterbrechung der Nahrungsaufnahme auch die Selbstreinigung der Zellen (Autophagie) fördert. Je mehr Autophagie in einem Organismus abläuft, desto älter wird er und desto gesünder bleibt er. Durch Fasten lässt sich die Autophagie stimulieren: Der zeitweise Verzicht verschafft dem Körper und seinen Zellen eine Ruhepause vom Energiestoffwechsel.

Autophagie: Selbstreinigung der Zellen

Autophagie bedeutet übersetzt Selbstverdauung und ist eine Art Recyclingprogramm: Die Zellen umschließen den im Laufe der Zeit in ihnen angesammelten Müll mit einem dünnen Häutchen und zerlegen ihn mithilfe von Verdauungsenzymen und Säuren in Einzelteile. Diese Bruchstücke werden zur Energiegewinnung recycelt oder ausgeschieden. Dadurch ist die Zelle vom Müll befreit und wieder gesünder.

Intervallfasten wirkt gegen Fettleber

Intervallfasten kann gegen die sogenannte Fettleber helfen. In Experimenten haben Forscher nachgewiesen, dass sich bei Mäusen, die über längere Zeit im Intervall fasten mussten, weniger giftige Fette in der Leber einlagern und sie besser vor Diabetes geschützt sind. Diesen Zusammenhang erklären sie mit Botenstoffen, die im Leberfett gebildet werden und die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen reduzieren. Durch den Abbau des Leberfetts reduziert sich somit auch das Diabetesrisiko.

Intervallfasten gegen Entzündungen

Intervallfasten sorgt dafür, dass der Körper weniger Entzündungsbotenstoffe produziert. Das zeigt sich oft an einer Verbesserung des Hautbildes und kann Autoimmunkrankheiten bremsen, bei denen das fehlgesteuerte Immunsystem körpereigene Strukturen angreift.

Ein weißer Teller, darauf Gabel, Messer und ein Wecker

Mit Intervallfasten lässt sich effektiv abnehmen und das Gewicht halten. Wie unterscheiden sich die Methoden 16:8, 5:2 und 1:1?

Besteck neben einem leeren Teller.

Längere Nahrungskarenz hilft beim Abnehmen oder bei der Zellreinigung, kann aber auch unerwünschte Wirkungen haben.

Eine schön dekorierte Platte mit vielen Gemüsen, Kohl, Früchten, Beeren, Ölen, Nüssen, Samen, Pilzen und Salat.

Mediterrane Kost heilt die Leber. Das bedeutet: Kohlenhydrate und schlechte Fette reduzieren - dafür mehr gute Öle essen.

Ein Mann kreuzt die Hände vor einem Glas Wein.

Durch einen Alkohol-Detox verändern sich Leber, Herz, Haut und Schlaf. Wann macht sich der Verzicht bemerkbar?

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 30.01.2024 19:30

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