Ein aufgeschnittener Rotkohl liegt auf einem Holzbrett
AUDIO: (61) Die Potenz steigern? - Dr. Matthias Riedl über erektile Dysfunktion (41 Min)

Mit der richtigen Ernährung die Potenz steigern

Stand: 05.10.2020 21:20 Uhr

Etwa ein Drittel der über 60-Jährigen in Deutschland leidet unter Erektionsstörungen. Hauptursache dafür ist meist der Lebensstil. Eine Ernährungsumstellung kann helfen.

Rauchen, Alkohol, Übergewicht und Bewegungsmangel können die Blutgefäße schädigen, sodass die Durchblutung im Schwellkörper behindert wird. Potenzstörungen hängen häufiger mit Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, einer Fettleber oder Fettstoffwechselstörungen zusammen.

Etwas mehr Sport und eine gesündere Ernährung wirken sich deutlich positiv auf die Fitness aus. Wer seine Durchblutung fördert, bringt damit auch mehr Schwung ins Liebesleben.

Bewegungs-Doc Helge Riepenhof betreut einen Patienten bei Übungen auf der Gymnastikmatte.

Klaus W. leidet unter Bluthochdruck und einer Erektionsstörung. Helge Riepenhof verordnet ihm Jogging-Runden und Potenzmuskeltraining.

Die wichtigsten Tipps

Lebensmittel im Überblick

Empfehlenswert Nicht empfehlenswert
Brot, Getreide und Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln, Reis In Maßen: Vollkornbrot, Vollkorngetreideprodukte insbesondere aus Hafer (Haferkleie), Gerste, Dinkel, Roggen;
Haferflocken, Müsli ohne Zucker;
Vollkornnudeln, Vollkornreis, Pellkartoffeln
Weißbrot, Toastbrot, Zwieback, Weizen- und Milchbrötchen, Croissant;
Hartweizennudeln; geschälter Reis, Pommes, Kroketten, Kartoffelbrei, Pfannkuchen, Kartoffelpuffer;
Fertiggerichte, Fast Food
Snacks und Knabberkram
(bei Bedarf 1 kleine Handvoll "Luxus" am Tag, max. 25 g)
Süße Backwaren, Süßigkeiten, süße Milchprodukte (s. u.), Salzgebäck, Chips, Flips
Obst
(1-2 Portionen am Tag)
Zuckerarmes Obst;
besonders reich an Anthozyanen: blau-rote Beeren wie Aroniabeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen;
In Maßen, da zuckerreich:
Banane, Kaki (Sharon), Weintrauben (rote bevorzugen), Süßkirschen, Ananas, Mango, Honigmelone und Birne
gezuckerte Obstkonserven und Obstmus, kandiertes Trockenobst
Gemüse
(3 Portionen am Tag)
Alle Salatsorten, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Sojabohnen, Erbsen, Paprika, Möhren, Gurke, Tomate, Fenchel, Artischocken, Spinat, Zucchini, alle Kohlarten, Radieschen, Spargel, Sauerkraut und alle Pilzarten;
besonders reich an Anthozyanen: Aubergine, Rotkohl, rote Paprika, rote Zwiebeln;
besonders reich an L-Arginin: Linsen
Bei Übergewicht: Mais und Süßkartoffeln
Nüsse und Samen
(ca. 40 g am Tag)
Walnüsse, Erdnüsse, Haselnüsse, Cashewkerne, Pinienkerne und Sonnenblumenkerne;
besonders reich an L-Arginin: Erdnüsse, Mandeln und Kürbiskerne
Gesalzene Nüsse
Fette und Öle
(ca. 2 EL am Tag)
Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Leinöl*) und Weizenkeimöl*), Butter Schweine- und Gänseschmalz, Butterschmalz, Palmfett, Mayonnaise, Sonnenblumenöl, Distelöl
Getränke
(ca. 2 Liter am Tag)
Wasser, ungezuckerter Tee und Kaffee Fruchtsaft, Softdrinks, Kakao und Milchmixgetränke (s. u.), Alkohol
Fisch und Meeresfrüchte
(1-2 Mal pro Woche, ca. 200-250 g)
Aal, Forelle, Heilbutt, Hering, Kabeljau, Karpfen, Lachs, Makrele, Sardine/Sardellen, Scholle, Seezunge, Steinbutt; Schalentiere wie Flusskrebs, Garnelen, Hummer, Krabben, Shrimps;
besonders reich an L-Arginin: Thunfisch
Fisch in Mayonnaise oder Sahne eingelegt, panierter Fisch
Wurstwaren und Fleisch
(2-3 Mal pro Woche, ca. 200-250 g)
Corned Beef, Putenbrustaufschnitt, Koch- und
Lachsschinken, Kassler, Schinkenzwiebelmettwurst, Aspik;
Geflügelfleisch, Schweinefilet,
Schweinerücken, Rinderfilet;
besonders reich an L-Arginin: Huhn und Rindfleisch
Paniertes Fleisch;
Bei Übergewicht: Leberwurst, Mettwurst, Weißwurst, Salami, Schinkenspeck, Mortadella, Fleischwurst, Bockwurst, Bratwurst, Blutwurst, Fleischkäse, Leberkäse, Nackenfleisch, Bauchspeck
Eier (bis zu 5 pro Woche),
Milch- und Milchprodukte,
Käse
Eier in allen Variationen;
Kochsahne 15 % Fett, Saure Sahne 10 % Fett,
Milch bis 3,5 % Fett, Buttermilch, Quark bis 20 % Fett, Naturjoghurt bis 3,5 % Fett;
Käse bis 45 % Fett i. Tr.: Schnittkäse, Weichkäse, Feta, Mozzarella
Sahne, Schmand und Creme fraiche;
gesüßte Fertigprodukte wie Pudding, Milchreis, Fruchtjoghurt, Fruchtquark, Kakaozubereitungen, Fruchtbuttermilch

*) Damit die wertvollen Omega-3-Fettsäuren möglichst erhalten bleiben, bitte auf Folgendes achten:

Eine Platte mit Rübli-Kuchenstücken steht auf dem Tisch.

Nicht zu viel Weißmehl, dafür mehr Anthozyane und L-Arginin: Bei Potenzstörungen sollten Sie diese in Ihren Speiseplan einbauen.

Grafik männliche Genitalien

Erektionsstörungen, auch erektile Dysfunktion genannt, werden im Alter häufiger. Medikamente und andere Therapien helfen.

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Dieses Thema im Programm:

Podcast | Die Ernährungs-Docs | 27.08.2025 08:00

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