Hormonfreundliche Ernährung beim Polyzystischen Ovarialsyndrom

Stand: 26.05.2026 17:00 Uhr | vom

Auch wenn sich das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) nicht heilen lässt, können die Symptome mithilfe einer Ernährungsumstellung mit passenden Lebensmitteln und Rezepten immerhin deutlich gemildert werden.

Beim polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS, früher: PCOS) liegen meist erhöhte Entzündungswerte vor. Die Erkrankung steht häufig in Verbindung mit erhöhten Blutzuckerwerten beziehungsweise einer Insulinresistenz. Empfehlenswert ist daher eine entzündungshemmende und blutzuckerregulierende Ernährungsweise, um den Stoffwechsel wieder besser in Balance zu bringen. Bei Übergewicht bewirkt eine Gewichtsabnahme allein schon oft eine deutliche Besserung der PMOS-Symptomatik. Allerdings ist Abnehmen für Betroffene durch die gestörte Hormonkonstellation häufig schwer.

Blutzucker regulieren: Kohlenhydrate reduzieren

Eine Veränderung des Lebensstils hilft, den gestörten Hormonhaushalt wieder zu regulieren. Denn wenn die Muskeln aktiv sind und insbesondere das hormonproduzierende Bauchfett schmilzt, reagieren die Zellen besser auf Insulin. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel sinkt - und auch die Produktion männlicher Hormone. Daher sollten vor allem Weißmehlprodukte und Süßigkeiten möglichst gemieden oder wenigstens, um den Blutzuckerspiegel zu schonen, direkt nach einer Hauptmahlzeit genossen werden.

Unbedingt gehören viel Gemüse und sättigendes Eiweiß auf den Speiseplan - kombiniert mit omega-3-haltigen Ölen wie Raps- oder Leinöl. Die Ballaststoffe aus dem Gemüse helfen ebenso wie das Eiweiß, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Außerdem machen eiweiß- und ballaststoffreiche Mahlzeiten nachhaltiger satt.

Eine Frau hält eine Bürste voller Haare in den Händen.

Wie macht sich die Hormonstörung bemerkbar? Was können betroffene Frauen tun, um langfristige Folgen zu vermeiden?

Welche Rolle spielen Weizen und Gluten bei PCOS?

Weizen, aber auch verwandte Getreide wie Dinkel oder Roggen stehen im Verdacht, Autoimmunprozesse und chronische Entzündungen zu fördern. Eine Vermutung: Möglicherweise kann reduzierter Glutenkonsum helfen, die Entzündungswerte bei PMOS zu verringern. Jedoch gibt es aktuell keine allgemeine Empfehlung für eine glutenfreie Ernährung bei PMOS, denn der Verzicht auf so viele Zutaten - etwa auch die Ballaststoffe aus Vollkorn - ist sehr einschränkend. In diesem Gebiet sind weitere Studien erforderlich. Individuell kann der Verzicht aber ausprobiert werden: am besten im Sinne einer mehrwöchigen Auslassdiät mit anschließender Wiedereinführung, bei Führen eines Ernährungs- und Symptomprotokolls. Solch ein Versuch sollte jedoch am besten mit Begleitung durch eine professionelle Ernährungsfachkraft erfolgen.

Entzündungshemmende Ernährung beim PMO-Syndrom

Bewegung für einen gesunden Stoffwechsel

Abnehmen mit PMOS ist nicht leicht. Doch körperliche Aktivität unterstützt sehr effektiv die Gewichtsabnahme und verbessert die Insulinsensibilität. Optimal wäre ein täglicher Spaziergang von mindestens 20 Minuten, dazu mehrmals pro Woche Sport - am besten ein Mix aus Ausdauer- und Krafttraining.

Was essen beim PMOS? Lebensmittel und Rezepte

Blutzucker-schonendes Essen für ein Gleichgewicht im Hormonhaushalt: Hier gibt es geeignete Rezepte und Lebensmittel-Listen (auch zum Download).

Lachsomelett mit Gurkenscheiben auf einem Teller angerichtet.

Einfache Gemüsegerichte sind günstig für Frauen mit dem PCO-Syndrom - eine Auswahl leckerer Rezepte.

Zum Ausdrucken (PDF)

Um die bei PCOS oft bestehende Insulinresistenz zu bessern und das Gewicht zu optimieren, hilft eine blutzuckerschonende Ernährung.

Ernährungs-Doc Dr. Silja Schäfer

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Auf einer runden Platte angeordnet sind Wurzelgemüse, Artischocke, Chicoree, Zwiebel, Knoblauch, Kefir, Kräuterquark, Kimchi und Gewürze. Daneben eine Tafel: "Darmgesund"

Ein gesundes Darm-Mikrobiom wirkt sich positiv auf unsere gesamte Gesundheit aus. Wie kann man die Darmgesundheit fördern?

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Die Ernährungs-Docs | 16.03.2026 | 21:00

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