Regisseurin Mascha Schilinski (links) und Louise Peter halten deutsche Filmpreise (Lolas) in den Händen für "In die Sonne schauen"
AUDIO: Strahlender Gewinner Filmpreis 2026: "In die Sonne Schauen" (4 Min)

"In die Sonne schauen" gewinnt zehn Lolas, zwei Preise für "Gelbe Briefe"

Stand: 30.05.2026 19:30 Uhr

Das Historiendrama "In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski ist der große Gewinner des Deutschen Filmpreises. "Gelbe Briefe" von İlker Çatak konnte die silberne Lola und den Preis für die beste Filmmusik gewinnen.

Großer Abräumer des Abends war das Historiendrama "In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski. Das beim Filmfestival von Cannes preisgekrönte Drama wurde insgesamt zehnmal ausgezeichnet. Darunter in den Kategorien bester Spielfilm, bestes Drehbuch und beste Regie. In dem Film spielt unter anderem der aus Lübeck stammende Hamburger Schauspieler Filip Schnack eine Nebenrolle.

Regisseurin Mascha Schilinski hält zwei deutsche Filmpreise (Lolas) in den Händen für "In die Sonne schauen"

Schilinskis Ensemble-Film erzählt von vier Generationen über ein Jahrhundert. Es ist der bemerkenswerte Versuch, das Kino von alten Erzählformen zu entstauben.

Der in Hamburg gedrehte und produzierte Film "Gelbe Briefe" des Absolventen der Hamburg Media School İlker Çatak konnte er sich in der Kategorie Filmmusik durchsetzen. Außerdem erhielt die von der MOIN geförderte Produktion den Deutschen Filmpreis in Silber als bester Film. Das auf Hark Bohms Kindheitserinnerungen basierende Drama "Amrum" von Fatih Akin wurde sechsmal nominiert, ging bei der Verleihung aber leer aus.

Die Crew des Films "Gelbe Briefe" auf dem Podium bei der Lola Verleihung.

Das zu großen Teilen in Hamburg gedrehte Drama "Gelbe Briefe" wurde mit der silbernen Lola ausgezeichnet.

Auszeichnung für besten Dokumentarfilm geht in den Norden

Im April kam Sabine Lidls Dokumentarfilm "Siri Hustvedt - "Dance around the self" ins Kino. Die NDR Ko-Produktion über die US-Schriftstellerin Siri Hustvedt hat im Februar bei der Berlinale Weltpremiere gefeiert. Die Produktion wurde als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Hustvedt war anschließend auf Lesetour mit ihrem neuen Buch "Ghost Stories".

Die US-Schriftstellerin Siri Hustvedt bei einer Pressekonferenz der Berlinale im weißen Hemd

Die Schriftstellerin ist eine prägende Stimme der US-Literatur. Sabine Lidls NDR-Kino-Koproduktion "Dance Around The Self" hat einen Deutschen Filmpreis erhalten..

Die Lola in der Kategorie beste männliche Hauptrolle ging an den Schauspieler August Diehl. Senta Berger wurde hingegen als beste weibliche Hauptrolle für ihren Auftritt in dem Film „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ausgezeichnet.

Die Ehren-Lola für sein Lebenswerk erhielt der Autor und Regisseur Wim Wenders. Alle weiteren Gewinner listet die Deutsche Filmakademie auf ihrer Homepage auf.

Eine Frau mit langen dunklen Haaren schaut etwas schüchtern in eine Kamera.

Die Regisseurin zeichnet das Leben junger Frauen in vier Generationen nach. Der Film soll nun für Deutschland ins Oscar-Rennen gehen.

Wim Wenders, Senta Berger, Simon Verhoeven und mehr deutsche Filmstars beim Deutschen Filmpreis Gruppenfoto

Wim Wenders erhält eine Goldene Lola für sein Lebenswerk. Filme wie "Amrum", "Gelbe Briefe" und "In die Sonnen schauen" haben viele Nominierungen erhalten. Anna Wollner über die Kandidaten.

Drei Personen( Pawel Pawlikowski (l-r, Sandra Hüller und August Diehl  in Cannes) bei der Weltpremiere von "Vaterland"

Hanns Zischler und Sandra Hüller spielen eindrucksvoll im Roadmovie über Manns erste Deutschlandreise im Jahr 1949. Nicht alles an Paweł Pawlikowskis Historienfilm ist akkurat. Mit Absicht.

Die Filmschaffenden v.l.n.r. Tom Tykwer, Kurdwin Ayub, Helene Hegemann, Nora Fingscheidt, İlker Çatak am Strand von Cannes.
Projekt deutscher Filmschaffender

Es soll ein radikaler Gegenentwurf zum Mainstream-Kino sein: Fünf Filmschaffende aus Deutschland wollen durch zehn Regeln außergewöhnliche Werke produzieren. Ohne das Internet, ungeschminkt und schnell. Von Patricia Batlle.

Der Regisseur Hark Bohm steht 2019 auf einem Fähranleger in Hamburg.

Fatih Akins Film "Amrum" nach Hark Bohms Roman über dessen Kindheit lief erst kürzlich im Kino an. Ein Porträt über den Autoren und Filmemacher Bohm.

Susanne Wolff, Jenny Erpenbeck, Volker Schloendorff, Martina Gedeck and Ulrich Matthes in Cannes beim Photocall

60 Jahre nach seinem Debüt in Cannes liefert der Regisseur mit der Verfilmung von Jenny Erpenbecks "Heimsuchung" eine Sternstunde des deutschen Kinos.

Ein Mann im schwarzen Anzug mit weißem Hemd, mittellangen Haaren, lächelt auf den roten Teppich von Cannes (Regisseur Fatih Akin bei der Eröffnung von Cannes)

Der Hamburger Filmemacher spricht über die Herausforderungen, einen Historienfilm auf einer Insel zu drehen und das Weltkriegsszenario nachzubilden.

Cristian Mungiu (2. v. r.) mit seiner Goldenen Palme für "Fjord" und Tilda Swinton (von links), Renate Reinsve und Sebastian Stan

Cristian Mungiu hat mit seinem Drama "Fjord" die Goldene Palme geholt. Paweł Pawlikowski wurde für das Thomas-Mann-Roadmovie "Vaterland" geehrt.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Hamburg Journal | 30.05.2026 | 19:30 Uhr

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Spielfilm

Hamburg

Filmfestival

Die Regisseurin Mascha Schilinski.

Mit ihrem zweiten Film hat Mascha Schilinski in Cannes den Preis der Jury geholt und auch das Hamburger Publikum begeistert.

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Bis Dezember bietet das Kino tolle Produktionen: Es kommen der neue Spider-Man, Filme mit Sandra Hüller - "Vaterland" und "Digger" - sowie "Geister" von Fatih Akin" und "Dune 3".

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