Schmuck aus Gold und Silber: Gute Qualität erkennen

Stand: 01.06.2026 11:48 Uhr

Nicht nur Juweliere, auch immer mehr Kaufhäuser und Online-Shops bieten eine riesige Auswahl an Schmuck aus Gold und Silber. Doch es gibt große Unterschiede bei der Qualität.

von Anneke Müller

Der sogenannte Echtschmuck wird üblicherweise nicht aus dem reinen Edelmetall hergestellt, sondern mit anderen Metallen gemischt ("legiert"). Eine Legierung erhöht insbesondere bei Goldschmuck die Härte und Polierbarkeit. Das Schmuckstück wird dadurch robuster und alltagstauglicher.

Eine Kennzeichnung gibt den Feingehalt einer Goldlegierung an: "750er Gold" bedeutet beispielsweise, dass 750 von 1.000 Anteilen des Schmuckstücks aus Gold bestehen. Die restlichen Anteile variieren je nach gewünschter Farbnuance, also Gelbgold, Weißgold oder Roségold.

Feingehalt von Schmuck aus Gold und Silber

In Deutschland sind folgende Goldlegierungen üblich:

Letztere Legierung darf in Deutschland laut Gesetz nicht als Goldschmuck bezeichnet werden, da der Mindestfeingehalt von 375 nicht erreicht wird, der Goldanteil also zu gering ist.

Bei Silberschmuck wird am häufigsten eine 925er Legierung (auch Sterling-Silber genannt) verwendet. In der Regel bestehen die restlichen 7,5 % aus Kupfer.

Metall in Schmuck kann Allergien auslösen

Silber, Gold und Platin gelten als biokompatibel. Das bedeutet, dass sie vom Körper üblicherweise gut vertragen werden und keine Allergien auslösen. Auch auf Metalle wie Titan reagiert der Körper selten.

Problematisch sind Beimischungen aus Metallen wie Nickel. Der Körper erkennt das Material als "Eindringling" und reagiert mit Hautreizungen. Um Allergien vorzubeugen, sollte man sich vor dem Kauf über die Legierung des Schmuckstücks informieren. Wer es genau wissen will, kann sich beim Hautarzt auf Metallallergien testen lassen.

Echte Edelsteine oder Zirkonia?

Ein wichtiges Kriterium für den Wert eines Schmuckstücks ist die Qualität des Steins. Hier unterscheidet man grundsätzlich zwischen einem synthetisch hergestellten Kunstkristall (Zirkonia) und echten Edelsteinen beziehungsweise Schmucksteinen.

Höhere Preise für reine und seltene Edelsteine

Die Bezeichnung Edelsteine umfasst Diamanten und Farbedelsteine. Bei Edelsteinen hat das geschliffene Mineral eine möglichst hohe Transparenz (Reinheit) und eine gewisse Seltenheit. Daraus ergibt sich ein höherer Preis als für andere Schmucksteine, die häufiger in der Natur vorkommen, zum Beispiel Mondstein oder Rosenquarz.

Kaum ein Edelstein verfügt über eine makellose und vollkommen intakte Kristallstruktur. Meist sind Einlagerungen von Fremdmineralien oder feine Risse vorzufinden, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Diese sind bei Edelsteinen nicht gern gesehen, da sie sich negativ auf die Farbe, die Brillanz und die Beständigkeit auswirken können. Ausnahme: Ein Smaragd hat beispielsweise fast immer Einschlüsse, der Wert wird dadurch nicht gemindert.

Welchen Preis haben Diamanten?

Diamanten gehören zu den wertvollsten Rohstoffen. Den Preis bestimmten vier Faktoren:

Perlen: Welche Arten gibt es?

Auch wenn es immer noch Naturperlen gibt, nach denen getaucht wird, stammen die meisten Perlen aus einer Zucht. Experten unterscheiden folgende Arten von Perlen:

Verarbeitung und Material vor dem Kauf prüfen

Wer lange Freude am Schmuck haben möchte, sollte beim Kauf auf die Verarbeitung achten:

Goldmünzen und eine Platinmünze liegen auf einem Präsentationstablett.

Viele ziehen Münzen oder Medaillen als Geldanlage in Betracht. So lässt sich erkennen, ob sich ein Investment lohnt.

Sechs leicht angelaufene, alte Silberlöffel liegen aufgefächert auf einem Untergrund.

Mit der Zeit färben sich Silberschmuck oder -besteck dunkel. So bekommt man angelaufenes Silber wieder schön sauber.

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NDR.de | FYI - Unsere Recherche, Dein Vorteil | 19.05.2026 | 01:50 Uhr

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