Viel Frost, Schnee und trotzdem Sonne: Das Wetter im Januar
Der Januar war geprägt von strengem Frost, viel Schnee und überdurchschnittlich viel Sonne. Die Temperaturen blieben im Schnitt etwas kälter als üblich. Im ersten Monatsdrittel brachte Sturmtief "Elli" sehr niedrige Temperaturen. Nach einer kurzen wärmeren Phase folgten wieder Schnee und Kälte.
Der Jahresanfang hat für viele Norddeutsche sehr kalt angefangen. Vor allem im ersten und letzten Drittel des Monats fielen die Temperaturen mit bis zu minus 19 Grad sehr niedrig aus. Das teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Dabei markierte das Sturmtief "Elli" einen besonderen Tiefpunkt. In Teilen des Nordwestens gab es so viele Schneetage wie seit Langem nicht mehr.
Niedersachsen: So viele Schneetage wie zuletzt 2010
Am kältesten war es in Wittingen-Vorhop in Niedersachsen. Dort sank die Temperatur auf bis zu minus 19 Grad. Auch wenn wenige Tage später die Temperatur in Bevern bei Holzminden mit knapp 13 Grad einen Topwert erreichte, wurde es im letzten Monatsdrittel wieder ungewöhnlich kalt in Niedersachsen. Deutschlandweit lag die Temperatur im Monatsschnitt bei minus 0,7 Grad.
Das Sturmtief Elli prägte das norddeutsche Wetter mit kräftigem Schneefall und stürmischen Winden. In Niedersachsen wurden so viele Schneetage gezählt wie zuletzt 2010. Von der Lüneburger Heide bis in den Südosten des Bundeslandes fielen verbreitet 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee - teilweise deutlich mehr.
Über den Monat sprach der Wetterdienst immer wieder Schnee- und Glättewarnungen im Norden aus. In Niedersachsen wie auch in anderen Bundesländern mussten wegen des Winterwetters Schulen geschlossen werden.
So arbeiten Meteorologen
Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes vergleichen die aktuellen Temperaturen mit dem Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Damals waren viele Regionen der Welt noch vergleichsweise wenig vom Klimawandel beeinflusst. Der Vergleich mit aktuellen Daten hilft deshalb, den Klimawandel und seine Folgen einzuschätzen.
In ganz Norddeutschland überdurchschnittlich viel Sonne
Und die Sonne? Die zeigte sich mehr als sonst im Januar: Gut für Erinnerungsfotos von der Schneelandschaft. Besonders lange schien die Sonne in Mecklenburg-Vorpommern. Hier zeigte sich die Sonne mit 55 Stunden deutlich länger als sonst. Auch in den anderen Nordländern wurden mehr Sonnenstunden gemessen als sonst im Januar üblich.
Nach dem niederschlagsarmen Dezember regnete es auch im Januar insgesamt deutlich weniger als üblich. Das war in ganz Norddeutschland spürbar. Eine Ausnahme bildete Hamburg: Es war das einzige Bundesland, wo der Niederschlag über dem Monatsmittel lag - und vor allem als Schnee herunterkam.
Wie waren die Temperaturen in Ihrer Region?
In den vergangenen 30 Tagen war es in ganz Deutschland 0,2 Grad kälter als im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990, einem Zeitraum, der noch vergleichsweise wenig vom Klimawandel beeinflusst war und als internationale Referenzperiode gilt. Geben Sie Ihre Postleitzahl ein, um zu sehen, wie außergewöhnlich die aktuellen Temperaturen in Ihrer Region sind