Eisberge in Geesthacht: Stadt reagiert auf großen Andrang
Die Eisberge am Geesthachter Wehr haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Besucher angezogen. Wegen Falschparkern sperrte die Stadt die Zufahrten und bittet nun um Bus- und Fußwege.
Die Eisberge am Geesthachter Wehr (Kreis Herzogtum Lauenburg) haben weiterhin viele Menschen angezogen. Stadträtin Melanie Grimm-Meyer erklärte: "Unsere Maßnahmen haben sich bewährt und wir möchten alle ermutigen, im Innenstadtbereich die Parkplätze aufzusuchen und dann mit dem Bus zur Schleuseninsel zu fahren und zu Fuß weiterzugehen." Um das zu erleichtern, seien umfassende Informationen sowohl auf der Website als auch an den Bushaltestellen ausgehängt worden. Sie geben Auskunft über Routen, Fußwege und Rückkehrmöglichkeiten.
Eisschollen am Wehr: Naturschauspiel sorgt für Probleme
In den vergangenen Tagen hatten sich am Geesthachter Wehr Eisschollen zu Eisbergen aufgetürmt und viele Schaulustige in die Region gelockt. Aufgrund der kreuz und quer parkenden Fahrzeuge konnten die Rettungswege nicht mehr gewährleistet werden. "Leider hatten die Anzahl der Besuchenden und deren Verhalten vor Ort inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, dass wir die Zufahrten zur Elbhalbinsel gesperrt haben", hieß es von der Stadtverwaltung.
Besucher hatten zu Fuß oder mit dem Rad kommen sollen
Die Stadt hatte die Einwohnerinnen und Einwohner Geesthachts gebeten, den Weg zur Schleuseninsel mit einem Spaziergang oder einer Fahrradtour zurückzulegen. Touristen sollten mit dem Bus von der Innenstadt bis zur Straße "Am Schleusenkanal" fahren und den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen. Die Polizei war in den vergangenen Tagen verstärkt vor Ort und ging gegen Falschparker vor.
Stadt warnt: Gefahr durch steigende Wasserstände
Polizei und Stadt appellieren außerdem, die Wasserstände der Elbe im Blick zu behalten. Durch die Gezeiten entstehe bei Niedrigwasser eine Landzunge am Wehr, die mit steigendem Pegel aber schnell wieder überflutet werde. "Viele unterschätzen, wie schnell der Pegel steigt und wie man dann vom 'Festland' abgeschnitten werden kann", warnt die Stadtverwaltung. Darüber hinaus wird eindringlich davor gewarnt, Eisschollen oder Eisberge zu betreten.