Das Wetter im März: Mehr als drei Grad zu warm - und sehr sonnig
Der März 2026 hat Norddeutschland einen ungewöhnlich sonnigen und milden Start in den Frühling beschert - bei zugleich deutlich zu geringen Niederschlägen. Erst ganz zum Schluss brachte ein Wetterumschwung noch einmal den Spätwinter in die Region.
Für die Jahreszeit zu warm - das gilt für den März im gesamten Norden. Mehrere Hochdruckgebiete sorgten flächendeckend für einen sonnenscheinreichen und sehr milden Monat mit wenig Regen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Im Gegensatz zum frühlingshaften Monatsbeginn schloss der März mit deutlich niedrigeren Temperaturen ab.
Hamburg von der Sonne verwöhnt
Besonders warm war es in Hamburg: Mit einem Monatsschnitt von 7,5 Grad war es in der Hansestadt gut 4 Grad wärmer als im langfristigen Vergleich. Nur in den Jahren 2022 und 2023 war der März noch wärmer. Der Monatsbeginn stach besonders heraus: Da stieg die Temperatur auf 11 Grad - fast 10 Grad mehr als üblich. Insgesamt regnete es mit 45 Litern je Quadratmeter etwas weniger als sonst. Die Menschen in Hamburg konnten viel Sonne tanken: Mit 195 Stunden war das fast doppelt so viel wie üblich.
Auch in Niedersachsen schien die Sonne fast doppelt so viel wie sonst. Die Temperaturen fielen auch im Nordwesten milde aus: Es war mit sieben Grad gut drei Grad wärmer als üblich. Zur Monatsmitte wurde das Wetter mit vielen Schauern und Gewittern unberechenbar. Und zum Monatsende sorgten kühlere Winde von der Nordsee her für mehr Niederschlag. Insgesamt fiel aber ein Fünftel weniger Regen als üblich.
Schleswig-Holstein: Durchweg wärmer als üblich
Im äußersten Norden war die Temperatur im März mit sechs Grad es doppelt so hoch wie üblicherweise. Der Monat fiel damit unter die zehn wärmsten Monate, die der Deutsche Wetterdienst in Schleswig-Holstein bislang gemessen hat. Und die Sonne schien zwischen Nord- und Ostsee außergewöhnlich lang: 180 Stunden statt 105 Stunden.
Mit 200 Sonnenstunden stach Mecklenburg-Vorpommern norddeutschlandweit hervor – rund 85 Stunden mehr als im langjährigen Vergleich. Verbunden mit viel Sonne waren auch überdurchschnittliche Temperaturen: Im ersten Monatsdrittel stieg die Temperatur an einzelnen Orten auf 15 Grad. Die Kehrseite der vielen Sonne: Nur etwa 25 Liter Regen je Quadratmeter fielen im Nordosten. Das sind etwa 40 Prozent weniger als üblich.
So arbeiten Meteorologen
Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes vergleichen die aktuellen Temperaturen mit dem Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Damals waren viele Regionen der Welt noch vergleichsweise wenig vom Klimawandel beeinflusst. Der Vergleich mit aktuellen Daten hilft deshalb, den Klimawandel und seine Folgen einzuschätzen.
Wie waren die Temperaturen in Ihrer Region?
In den vergangenen 30 Tagen war es in ganz Deutschland drei Grad kälter als im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990, einem Zeitraum, der noch vergleichsweise wenig vom Klimawandel beeinflusst war und als internationale Referenzperiode gilt. Geben Sie Ihre Postleitzahl ein, um zu sehen, wie außergewöhnlich die aktuellen Temperaturen in Ihrer Region sind