Blog vom Samstag: Militär-Übung und Proteste bei "Red Storm Charlie"

Stand: 26.09.2026 20:07 Uhr

Heute wurde in Hamburg die Militär-Übung "Red Storm Charlie" beendet. Bundeswehr, Blaulichtorganisationen und Unternehmen haben drei Tage lang den Ernstfall geprobt. NDR.de hat die Übung und auch die Proteste in einem Blog zum Nachlesen begleitet.


26.09.2026 19:59 Uhr

Live-Berichterstattung endet

Wir schließen unseren Liveblog zur Übung "Red Storm Charlie". Vielen Dank für Ihr Interesse! Alle weiteren Informationen finden Sie auf NDR.de/Hamburg und in der kostenlosen NDR Hamburg App.


26.09.2026 19:46 Uhr

Bundeswehrkrankenhaus lernt von der Ukraine

Bei "Red Storm Charlie" wurde am Samstag in einer Tiefgarage des Roten Kreuzes eine Behelfskrankenstation aufgebaut. Die Idee mit der Tiefgarage kommt aus einem realen Kriegsgebiet in Europa, erzählt Thomas Harbaum, Generalarzt und Leiter Bundeswehrkrankenhaus Hamburg: "Wir lernen von der Ukraine. Die ukrainischen Kolleginnen und Kollegen haben uns ganz klar gesagt, dass das die Voraussetzungen sind, um überhaupt irgendeine Gesundheitsversorgung in einer Stadt, die halt gerade so zum Beispiel angegriffen wird, da sicherzustellen." Den kompletten Beitrag aus dem Hamburg Journal sehen sie hier:

Video: "Red Storm Charlie": Rettungsorganisationen im Einsatz (3 Min)

26.09.2026 19:44 Uhr

Polizei nennt Zahlen zu den Protesten

Menschen demonstrieren am Hamburger Rathaus für den Frieden.
Menschen demonstrieren am Hamburger Rathaus für den Frieden.

Insgesamt haben laut Polizei am Sonnabend bis zu 5.000 Menschen gegen Red Storm Charlie protestiert. Die sieben Veranstaltungen/Aufzüge verliefen überwiegend friedlich. Bei der Veranstaltung "Kampf den Kriegstreibern - für unsere Zukunft“ hat die Polizei vereinzelt eingegriffen wegen Vermummung und Flaschenwürfen auf die Einsatzkräfte.


26.09.2026 18:27 Uhr

Bundeswehr sieht großen Fortschritt durch Übung "Red Storm Charlie"

Kommandeur Kurt Leonards zog am Abend eine positive Bilanz der dreitätigen Übung "Red Storm Charlie". Man sei bei der Zusammenarbeit von Militär und zivilen Kräften einen Riesenschritt vorangekommen. Die Zahl der zivilen Partner war im Vergleich zur Übung im Vorjahr von zwölf auf 60 gestiegen. Hier lesen Sie die Bilanz der dreitägigen Übung:

Ein Bundeswehr-Hubschrauber schwebt über einer Gruppe von Reportern.

Begleitet von Demonstrationen ist die dreitägige Militär-Übung "Red Storm Charlie" in Hamburg am Samstag zu Ende gegangen.


26.09.2026 16:16 Uhr

Erste Bilanz nach drei Tagen "Red Storm Charlie"

Heute geht die Übung "Red Storm Charlie" nach drei Tagen zu Ende. Drei Tage mit vielen Übungen von Bundeswehr und 60 zivilen Organisationen und drei Tage, an denen auch viele Proteste stattfanden. Wir haben für Instagram kurz vor Ende der Übung schon einmal Bilanz gezogen:


26.09.2026 15:32 Uhr

Zweite Gegendemo an den Landungsbrücken

Demonstration gegen "Red Storm Charlie"
Demonstration gegen "Red Storm Charlie" an den Hamburger Landungsbrücken.

An den Landungsbrücken findet aktuell die Demo von "Rheinmetall entwaffnen" statt.


26.09.2026 14:22 Uhr

Gegendemonstration startet am Jungfernstieg

Am Jungfernstieg beginnt in diesen Minuten die Gegendemonstration unter dem Motto "Nein zu Red Storm Charlie - Ja zu sozialem Fortschritt" des Bündnisses "Kein NATO-Hafen". Auf Transparenten steht "Aktiv gegen Faschismus, Weltkriegsgefahr und Umweltkatastrophe" und "Für Krieg ist ja genug Geld da".

Eine Demonstration gegen "Red Storm Charlie" auf dem Hamburger Jungfernstieg.
Menschen versammeln sich am Jungfernstieg, um gegen "Red Storm Charlie" zu demonstrieren.

Die Organisatoren erwarten mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zum Auftakt sind bisher ein paar Hundert Menschen gekommen. Sie wollen später über den Johannes-Brahms-Platz zu den Landungsbrücken ziehen. Am Elbpark ist zudem eine Demo mit Ziel Berliner Tor gestartet. Sie führt über den Baumwall.


26.09.2026 13:38 Uhr

Übung wird am Flughafen fortgesetzt

Soldaten und Sanitäter am Hamburger Flughafen bei der Übung "Red Storm Charlie".
Übungseinsatz auf dem Geländer der Lufthansa-Technik am Flughafen.

Am Hamburger Flughafen ist die Übung "Red Storm Charlie" fortgesetzt werden. Es wurde ein Szenario mit 30 verletzten und 30 schwer verletzten Soldatinnen und Soldaten geprobt, die in Hamburg ankommen. NDR Hamburg Reporter Elias Bartl: "Ja, das war schon echt spektakulär. Drei Hubschrauber sind hier gelandet am Flughafen, zwei von der Bundeswehr, die haben wir die vergangenen Tage schon gesehen und dann noch ein großer Hubschrauber von der Bundespolizei."

Nach der Erstversorgung sollen die 30 Schwerverletzten mit Rettungswagen ins UKE gebracht werden. Laut Bundeswehr-Pressesprecher Jürgen Bredtmann üben die Ehrenamtlichen dabei in ihrer Freizeit. Deshalb falle der letzte Übungstag bewusst auf einen Samstag.


26.09.2026 11:30 Uhr

Fegebank: "Bevölkerung muss vorbereitet sein"

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) war am Samstag bei der Übung "Red Storm Charlie" vor Ort. Sie betonte, wie wichtig Übungen wie diese aktuell seien.

Video: Fegebank bei "Red Storm Charlie": "Sicherheitslage hat sich geändert" (1 Min)

26.09.2026 10:42 Uhr

Rettungseinsatz nach Explosion wird geprobt

Bei der Übung "Red Storm Charlie" wird am Samstag ein Einsatz  nach einer Explosion geprobt
Feuer bei einer Übung für "Red Storm Charlie" am Samstag.

Am Vormittag ist das zweite Szenario des Tages geprobt worden: Dabei arbeiteten Soldatinnen und Soldaten in einem Gebäude, als es zu einem Unfall kam. Aus einem Fenster im oberen Stock knallte es, Rauch und Feuer traten aus. Ein Soldat vor Ort meldete den Unfall an den Gefechtsstand der Bundeswehr.

Bei der Übung "Red Storm Charlie" wird am Samstag ein Einsatz  nach einer Explosion geprobt
Bei "Red Storm Charlie" wird die Rettung nach einer Explosion geprobt.

Die Berufsfeuerwehr rückte an, dazu das THW, weil die Einsatzkräfte davon ausgingen, dass auch das Gebäude selbst beschädigt ist. Zuerst ging es darum, eine Person am Fenster zu retten und herauszufinden, wie viele Menschen sich im Gebäude aufhielten.

Bei der Übung "Red Storm Charlie" wird am Samstag ein Einsatz  nach einer Explosion geprobt
Verletztensammelstelle am dritten Tag der Übung.

Die Menschenrettung stehe ganz oben, erklärte die Feuerwehr, das Feuer sei in der ersten Phase zweitrangig. Auf diesem Bild ist die Verletztensammelstelle zu sehen, die für die Übung eingerichtet wurde.


26.09.2026 09:12 Uhr

Notkrankenhaus in Tiefgarage

Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzauer bei der Übung "Red Storm Charlie".
Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzauer bei der Übung "Red Storm Charlie".

Am dritten und letzten Tag von "Red Storm Charlie" stand am Morgen das Gesundheitswesen im Mittelpunkt. In einer Tiefgarage haben das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk zusammen mit dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg eine Behelfsnotaufnahme aufgebaut. Sie ist für den Fall gedacht, dass eine Notaufnahme ausfällt oder zusätzliche Behandlungsplätze gebraucht werden, und zwar unter möglichst geschützten Bedingungen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzauer (SPD) war auch bei der Übung dabei: "Es kann sein, dass wir Lagen haben werden, in denen es Stromausfälle gibt, Cyberangriffe, all das kann passieren und wir brauchen dazu ein Gesundheitswesen, das vorbereitet ist."


26.09.2026 08:22 Uhr

Liveblog startet wieder: Tag 3 von "Red Storm Charlie"

Auch am dritten Tag der Übung "Red Storm Charlie" begleiten wir die Ereignisse über den Tag hinweg. Was am Freitag während der Übung in Hamburg geschah, können Sie hier nachlesen:

Ein Feldjäger der Bundeswehr auf einem Bahngelände am Freitag bei der Übung "Red Storm Charlie"

Wie die Übung am zweiten Tag in Hamburg abgelaufen ist und wo protestiert wurde - der zweite Tag der Übung "Red Storm Charlie" zum Nachlesen im Blog.

Ein Bundeswehr-Hubschrauber schwebt über einer Gruppe von Reportern.

Begleitet von Demonstrationen ist die dreitägige Militär-Übung "Red Storm Charlie" in Hamburg am Samstag zu Ende gegangen.

Polizisten.

Wie die Übung am ersten Tag in Hamburg abgelaufen ist und wo protestiert wurde - der erste Tag der Übung "Red Storm Charlie" zum Nachlesen im Blog.

Feldjäger der Bundeswehr stehen auf der Blohm und Voss Werft vor einer Korvette

Rund 500 Soldaten der Bundeswehr üben drei Tage gemeinsam mit rund 60 Organisationen für den Ernstfall. Was auf die Menschen in Hamburg zukommt.

Bundeswehrsoldaten bauen einen Checkpoint im Hamburger Hafen im Einsatz auf.

Die Hansestadt ist erneut Schauplatz einer großen zivil-militärischen Übung. Rund 500 Soldaten der Bundeswehr üben gemeinsam mit etwa 60 Organisationen für den Ernstfall.

Auf der Fassade des Handelskammer-Gebäudes in Hamburg steht in goldenen Versalien der Schriftzug "Handelskammer Hamburg".

Stromausfall oder Cyberangriff - solche Krisenszenarien wollen am 24. September laut Handelskammer rund 150 Hamburger Unternehmen durchspielen.

Feldjäger der Bundeswehr stehen auf der Blohm und Voss Werft vor einer Korvette

Es war die größte Verteidigungsübung seit dem Kalten Krieg in Hamburg. Und im kommenden Jahr soll die nächste folgen. In der Innenstadt gab es wieder eine Gegen-Demonstration.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 26.09.2026 | 19:30 Uhr

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