"Red Storm Charlie": Bundeswehr übt bis Samstag in Hamburg

Stand: 24.09.2026 15:31 Uhr

Hamburg ist bis Samstag erneut Schauplatz einer großen zivil-militärischen Übung. Bei "Red Storm Charlie" trainiert die Bundeswehr gemeinsam mit Hamburger Behörden, Hilfsorganisationen und Unternehmen für den Ernstfall.

Bis einschließlich Samstag sind in Teilen der Stadt unter anderem Hubschrauberflüge und militärische Fahrzeugkolonnen vorgesehen. Geübt werden auch Szenarien wie Stromausfälle, ein Chemieunfall und die Versorgung vieler Verletzter auf einmal. Die Großübung beginnt mit einem simulierten Drohnenangriff auf einen Konvoi sowie mit dem Üben des Umgangs mit einer Gruppe Demonstrierender.

Bei der Übung "Red Storm Charlie" wird am Samstag ein Einsatz  nach einer Explosion geprobt

Wie die Übung in Hamburg am Samstag abgelaufen ist zum Nachlesen im Blog. Am letzten Tag ging es um den Transport von Verwundeten. Und es gab Demonstrationen.

Demonstrationen und Protest angekündigt

Kritikerinnen und Kritiker sehen in "Red Storm Charlie" eine schleichende Militarisierung der Gesellschaft. Das Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" hat Störaktionen wie Sitzblockaden angekündigt, um die Konvois zu stören.

Das Bündnis "Kein NATO-Hafen" hat für Samstag unter dem Motto "Nein zum Kriegsmanöver Red Storm Charlie! Ja zu sozialem Fortschritt!" zu einer Demonstration aufgerufen. Unterstützt wird das Bündnis unter anderem von Initiativen der Friedensbewegung, Jugendverbänden und Gewerkschaften. Der Protestmarsch führt den Angaben zufolge von 14 Uhr an vom Jungfernstieg durch die Innenstadt zu den Landungsbrücken. Bereits am Donnerstagnachmittag ist zudem ebenfalls am Jungfernstieg ein Konzert für den Frieden geplant.

Bundeswehrübung mit 500 Soldaten

Insgesamt nehmen 500 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 60 verschiedene Organisationen teil - darunter Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Hamburg Airport und Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Truppen und Material über Hamburg weiter Richtung Osten transportiert werden könnten und welche zivile Unterstützung dafür nötig wäre. Damit sollen die Abläufe für einen möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfall verbessert werden.

Feldjäger der Bundeswehr stehen auf der Blohm und Voss Werft vor einer Korvette

Rund 500 Soldaten der Bundeswehr üben drei Tage gemeinsam mit rund 60 Organisationen für den Ernstfall. Was auf die Menschen in Hamburg zukommt.

70 Militärfahrzeuge in Hamburg unterwegs

Mehr als 70 teils gepanzerte Militärfahrzeuge sind in Hamburg unterwegs. Obwohl viele Fahrten nachts stattfinden, werden sie im Stadtbild bemerkbar sein - ebenso wie Hubschrauberflüge.

Übungen für den Ernstfall sollen fortgesetzt werden

Eine solche Übung findet bereits das dritte Jahr in Folge statt, in den Vorjahren hießen die Übungen "Red Stom Alpha" und "Red Storm Bravo". Auch im kommenden Jahr soll die Reihe fortgesetzt werden.

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Einsatzkräfte der Feuerwehr üben einen Einsatz.

Rund 500 Soldaten der Bundeswehr üben drei Tage gemeinsam mit etwa 16 Organisationen für den Ernstfall. Was auf Hamburg zukommt.

Unbekannte haben auf das Kreisbüro der SPD-Altona einen Farbanschlag verübt. Sie sprühten mit roter Farbe auf die Fassade des Hauses den Schriftzug "Red Storm Charlie stoppen".

Unbekannte sprühten den Schriftzug "Red Storm Charlie stoppen" auf die Fassade des Hauses. "Red Storm Charlie" heißt eine Bundeswehrübung in Hamburg.

Bismarckdenkmal mit einem pinken Protestplakat

Das Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" protestierte am Bismarck-Denkmal mit einem Großbanner gegen eine Bundeswehr-Übung Ende September.

Auf der Fassade des Handelskammer-Gebäudes in Hamburg steht in goldenen Versalien der Schriftzug "Handelskammer Hamburg".

Stromausfall oder Cyberangriff - solche Krisenszenarien wollen am 24. September laut Handelskammer rund 150 Hamburger Unternehmen durchspielen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | NDR Info | 24.09.2026 | 15:00 Uhr

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