Nach 55-stündiger Sperrung: A7 und Elbtunnel bald wieder frei
Noch bis 5 Uhr ist die Autobahn 7 in Hamburg voll gesperrt. Grund für die 55-stündige Vollsperrung waren die letzten Arbeiten an der Hochstraße Elbmarsch südlich des Elbtunnels. Sie wird ab dem Morgen wieder vollständig befahrbar sein.
Die A7 ist noch bis 5 Uhr zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stellingen und -Heimfeld voll gesperrt. Die Auffahrten auf diesem Teilstück sind seit Freitag 21 Uhr dicht. Hintergrund sind verschiedene Bauarbeiten.
Die 55-Stunden-Sperrung führte am Wochenende zu starken Verkehrseinschränkungen auf Hamburgs Straßen. Besonders betroffen war laut Verkehrsleitzentrale die Umleitung über die A1. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag staute sich der Verkehr dort auf bis zu neun Kilometer. Auch auf den Nebenstraßen zur Autobahn war es sehr voll. Hinzu kam der zusätzliche Verkehr durch den verkaufsoffenen Sonntag in Hamburg.
A7-Abschnitt südlich des Elbtunnels wird fertig
Die Anschlussstelle Hamburg-Volkspark wurde bereits früher gesperrt. Grund waren letzte Arbeiten zur Fertigstellung der K20 Hochstraße Elbmarsch. Die Autobahn GmbH spricht von einem Meilenstein, der durch die Fertigstellung erreicht sei. Am Samstag kam Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) zur Eröffnung - die Fahrbahn wird jedoch erst Montagmorgen freigegeben.
Längste Autobahnbrücke Deutschlands ausgebaut
Die auf acht Fahrstreifen erweiterte K20 Hochstraße Elbmarsch gilt mit rund vier Kilometern Länge als Deutschlands längste Autobahnbrücke. Sie verbindet den Elbtunnel und das künftige Autobahnkreuz Hamburg-Hafen. Das Kreuz soll die A7 ab 2028 mit der A26-West aus Richtung Stade verbinden und irgendwann auch mit der geplanten A26-Ost durch den Hafen zur A1.
Arbeiten auch am Lärmschutztunnel Altona
Während der Vollsperrung soll auch der Bau des Lärmschutztunnels im Bereich Altona vorangetrieben werden. Der gut zwei Kilometer lange Deckel über der dort ebenfalls auf acht Spuren verbreiterten Autobahn soll Ende 2029 fertig sein.
Weiträumige Umleitung empfohlen
Die weiträumige Umleitung führt Richtung Süden laut Autobahn GmbH ab der Anschlusstelle Neumünster-Süd über die B205, die A21 und die A1. Sie gilt auch in umgekehrter Fahrtrichtung und ist ausgeschildert. Innerstädtisch können Autofahrerinnen und -fahrer über die Neuen Elbbrücken ausweichen. Hinweistafeln zeigen ab den Anschlussstellen Schnelsen Nord, Schnelsen und ab den Ableitungen Stellingen und Heimfeld den Weg Richtung Elbbrücken.
Es ist die sechste Vollsperrung beider Richtungsfahrbahnen seit Beginn dieses Jahres - aber auch die letzte in diesem Jahr. Am vergangenen Wochenende hatte eine Sperrung der A1 in Richtung Bremen für lange Staus in Hamburg gesorgt.
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