Elektronische Patientenakte: Das müssen Versicherte wissen

Stand: 08.10.2025 12:36 Uhr

An der elektronischen Patientenakte (ePA) wird in Deutschland schon seit Jahren gearbeitet, es gibt sie bereits seit 2021. Nach einer mehrmonatigen Testphase Anfang des Jahres können sie alle gesetzlich Versicherten sowie Versicherte einiger privaten Krankenversicherungen nutzen. Seit 1. Oktober ist sie in Praxen, Kliniken und Apotheken Pflicht. Über eine App können Patientinnen und Patienten auf die ePA zugreifen. Was ändert sich, welche Vorteile hat die E-Patientenakte, welche Bedenken gibt es? Wichtige Fragen und Antworten im Überblick.

Video: Elektronische Patientenakte: Was steht drin und wie hilft sie? (6 Min)

Mitte Januar 2025 hatten die Krankenkassen begonnen, für alle 75 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland eine E-Patientenakte einzurichten. Seitdem wurde die ePA in den Modellregionen Hamburg, Franken und in Teilen von Nordrhein-Westfalen getestet. Ursprünglich sollte sie Mitte Februar bundesweit ausgerollt werden, aufgrund technischer Probleme hatte sich der Starttermin aber verzögert. Seit 29. April kann sie genutzt werden und seit 1. Oktober ist sie im Gesundheitssystem - also in Kliniken, Arztpraxen und Apotheken - Pflicht. Doch viele Krankenhäuser werden erst später mit der elektronischen Patientenakte arbeiten können, weil die Einführung sie vor technische Herausforderungen stellt. Auch viele Arztpraxen können die ePA deshalb bisher nicht nutzen.

Expertin aus dem Beitrag

Ein Gespräch zwischen Ärztin und Patient in einer Praxis.

Seit dem 1. Oktober müssen Praxen und Apotheken sie befüllen. Doch viele Patienten fühlen sich nicht gut informiert.

Eine Krankenkassenkarte wird in ein Kartenlesegerät gesteckt.

Von heute an müssen viele Krankenhäuser mit dem neuen System arbeiten. Doch bei der Einführung hakt es. Auch Versicherte sind zögerlich.

Ein Abhörgerät liegt auf mehreren Gesundheitskarten.

Zu wenige Nutzer sind nur ein Problem der ePA in Schleswig-Holstein. Auch die Technik bereitet einigen Arztpraxen Ärger.

Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte "ePA".

Die ePA soll die medizinische Versorgung vereinfachen. Aber was ist mit dem Datenschutz? Wer die digitale Akte nicht will, kann widersprechen.

Ein Informationsblatt zur elektronischen Patientenakte.

Sie startet am 15. Januar und soll Ärztinnen und Ärzte schnellen Zugang zu allen wichtigen Gesundheitsdaten gewähren.

Volker Amelung, Gesundheitsforscher an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Sie mache das Gesundheitssystem deutlich effizienter, sagte Volker Amelung von der Medizinischen Hochschule Hannover im Gespräch mit NDR Info.

Jemand zeigt sein Smartphone mit einem elektronischen Rezept und eine Krankenkassenkarte.

Seit Januar 2024 ist das elektronische Rezept verbindlicher Standard. Wie kann man es nutzen? Welche Vorteile hat es?

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Visite | 09.09.2025 20:15

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