Zwiebeln lagern, richtig schneiden und braten
Roh oder gebraten: Zwiebeln geben vielen Speisen den typischen Geschmack und sind sehr gesund. Was ist bei Kauf und Zubereitung wichtig? Was hilft gegen tränende Augen beim Schneiden?
Fleischgerichte, Salate, Soßen, Suppen: Zwiebeln sind aus der Küche kaum wegzudenken. In 95 Prozent aller Fertigerichte befinden sich Zwiebeln als Grundstoff oder Geschmacksträger, auch beim Kochen zu Hause sind sie eine häufige Zutat.
Die Geschmacksvielfalt der Zwiebel reicht von scharf bis süß. So sind Haushaltszwiebeln deutlich schärfer als Gemüsezwiebeln, rote Zwiebeln weisen neben der Schärfe auch eine leichte Süße auf. Weiße Zwiebeln sind eher mild, Schalotten haben einen fein-würzigen Geschmack.
Zwiebeln nicht zu heiß braten
Roh schmecken viele Zwiebelsorten relativ scharf und können Blähungen verursachen. Beim Garen verschwindet die intensive Schärfe, die Süße kommt stärker zur Geltung und die Zwiebeln werden bekömmlicher. Beim Braten entstehen vielfältige Röststoffe und Aromen. Zwiebeln verbrennen jedoch leicht, deshalb sollten sie nur bei geringer oder mittlerer Hitze gebraten werden. Beim Dünsten in wenig Fett entwickeln sie eine milde Süße, die sich gut mit Wein oder Essig abrunden lässt. Frühlingszwiebeln sind nicht ganz so scharf und deshalb gut für den rohen Verzehr in Salaten, Dips oder zum Garnieren geeignet.
Karamellisierte und eingelegte Zwiebeln
Besonders aromatisch schmecken karamellisierte Zwiebeln. Dafür etwas Öl oder Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebelringe hineingeben und weich dünsten. Honig oder Zucker hinzufügen und schmelzen lassen. Optional mit Essig oder Wein ablöschen. Ebenfalls lecker sind eingelegte Zwiebeln, auch Pickles genannt. Sie passen gut zu Käse, Salaten, Gegrilltem oder Fondue. Man kann sie ganz einfach selbst machen: Schälen, schneiden, in ein sauberes Glas füllen und mit einem heißen Fond aus Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 sowie Gewürzen übergießen. Gut verschließen und durchziehen lassen.
Rezepte mit Zwiebeln
Zwiebeln schneiden: Was schützt vor tränenden Augen?
Rohe Zwiebeln auf keinen Fall im Blitzhacker zerkleinern - dabei können sie bitter werden. Am besten mit einem scharfen, dünnen Messer fein würfeln, größere Mengen mit einem großen Messer hacken. Zwiebeln für Salate in feine Streifen hobeln.
Für die tränenden Augen beim Schneiden ist das ätherische Öl Allicin in der Zwiebel verantwortlich, das die Schleimhäute reizt. Zwiebeln schützen sich damit vor Fressfeinden wie Wühlmäusen. Wer Tränen vermeiden möchte, kann die Zwiebel vor der Zubereitung etwa 20 Minuten ins Gefrierfach legen. Weitere Möglichkeiten: Utensilien wie Messer und Schneidebrett vorher befeuchten, eine Schutzbrille tragen oder am offenen Fenster arbeiten.
Zwiebeln kaufen: So erkennt man gute Qualität
Im Handel sind Zwiebeln das ganze Jahr über erhältlich, denn sie lassen sich sehr gut lagern. Beim Kauf sollten sie prall, fest, trocken und frei von grünen Trieben sein. Zwiebeln mit löchriger oder schrumpeliger Schale sollte man nicht kaufen. Dunkle Flecken unter der Haut deuten auf Fäulnis und Schimmel hin. Bei Frühlingszwiebeln auf kräftige grüne Blätter achten.
Zwiebeln luftig und trocken lagern
Zwiebeln sollten möglichst luftig und trocken lagern und nicht in Beuteln oder Tüten aufbewahrt werden. Gelbe Speisezwiebeln halten bis zu einem halben Jahr, weiße und rote Zwiebeln einige Wochen. Ausnahme: Frühlingszwiebeln gehören ins Gemüsefach und bleiben dort etwa eine Woche frisch. Angeschnittene Zwiebeln sollte man ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren - am besten in einem verschlossenem Gefäß. Sie halten sich dort einige Tage. Klein geschnitten kann man Zwiebeln auch sehr gut einfrieren und direkt gefroren mit in Topf oder Pfanne geben.
Zwiebeln sind gesund und ein bewährtes Hausmittel
Zwiebeln sind nicht nur schmackhaft, sondern auch kalorienarm und sehr gesund. Sie enthalten unter anderen Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C, Kalium, Magnesium, Kalzium und sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföle und Quercetin. Zudem sind sie ein bewährtes Hausmittel bei Husten, Ohrenschmerzen und Insektenstichen.