Äpfel: Ideal für Kuchen oder Crumble und als gesunder Snack

Stand: 03.10.2026 18:45 Uhr

Jetzt ist wieder Apfelzeit. Wofür eignen sich die bekanntesten Sorten und wie lagert man sie richtig? Tipps rund um die beliebte Frucht sowie Rezepte für Apfelstrudel, Apple Crumble und mehr.

Der Apfel ist in Deutschland das beliebteste Obst und hat eine lange Tradition. Äpfel sind lecker und in der Küche vielseitig verwendbar. Obwohl in Deutschland rund 1.500 Apfelsorten angebaut werden, sind im Handel nur etwa 30 bedeutende Sorten erhältlich, im Supermarkt sind meist nur einige wenige Apfelsorten zu finden. Größer ist die Auswahl meist auf Wochenmärkten sowie in Bio- und Hofläden. Dank ihrer langen Haltbarkeit sind regionale Äpfel fast das ganze Jahr über erhältlich.

Welche Äpfel sind im Sommer reif?

Ab Ende Juli beginnt die Ernte der Früh- oder auch Sommeräpfel. Zu ihnen zählen Sorten wie Klarapfel (auch Augustapfel), James Grieve, Gravensteiner und Delbarestivale. Im Gegensatz zu den später geernteten Apfelsorten lassen sich Frühäpfel in der Regel nicht lange lagern. Sie halten maximal zwei bis drei Wochen und sollten deshalb schnell verzehrt oder verarbeitet werden.

Herbstäpfel und Winteräpfel: Sorten und Erntezeit

Äpfel der Sorte "Seestermüher Zitronenapfel" hängen an einem Baum.
In Norddeutschland werden Hunderte unterschiedliche Apfelsorten angebaut.

Im September und Oktober haben die Herbstäpfel Saison. Sie können direkt nach dem Pflücken gegessen werden und halten sich gelagert meist bis Dezember. Bekannte Sorten sind Elstar, Gala oder Holsteiner Cox. Winteräpfel dagegen werden im Spätherbst, meist Oktober und November, geerntet und entfalten ihr optimales Aroma erst mehrere Wochen nach der Ernte. Bei guter Lagerung halten sie sogar bis zum Frühjahr. Boskoop, Jonagold und Topaz sind bekannte Sorten dieser Lageräpfel.

Welche Apfelsorten gibt es? Wofür eignen sie sich?

Süß oder säuerlich, knackig grün oder saftig rot: Äpfel gibt es in großer Vielfalt und für jeden Geschmack. Zu den beliebtesten zählen Elstar, Braeburn und Jonagold. Bekannte Apfelsorten (in alphabetischer Reihenfolge) und ihre ideale Verwendung:

Alte Sorten: Seltene und gut verträgliche Äpfel

Neben den bekannten Apfelsorten gibt es auch viele seltene, meist alte Sorten, etwa Signe Tillisch oder die Ananasrenette. Eine typisch norddeutsche Sorte ist der Finkenwerder Herbstprinz, ebenso der Seestermüher Zitronenapfel, Prinz Albrecht von Preußen oder der Celler Dickstiel. Bei Allergien sind alte Apfelsorten häufig gut verträglich. Mittlerweile gibt es auch spezielle neue Apfelsorten, die für viele Allergiker geeignet sind.

Mit Äpfeln kochen und backen

Äpfel zählen zu den vielseitigsten Früchten. Sie schmecken sowohl roh als auch gegart in Süßspeisen wie Apfelmus oder Kuchen. Ihr süß-säuerlicher Geschmack passt aber auch sehr gut zu deftigen Gerichten, etwa als Belag von Flammkuchen oder in Salaten, beispielsweise in Kombination mit Möhren oder Weißkohl. Äpfel harmonieren außerdem mit Kartoffeln, Fleisch und Fisch. Für Kuchen oder Apfelkompott eignen sich feste und säuerliche Sorten wie Boskoop oder Holsteiner Cox besonders gut. Als Faustregel gilt: Zu süß passt sauer, zu pikant süß. Auf geschälte oder aufgeschnittene Äpfel Zitronensaft träufeln, damit sie nicht braun werden.

Rezepte mit Apfel

Ein Stück Apfelstrudel mit Puderzucker und Vanillesoße auf einem dunklen Teller

Der österreichische Klassiker wird mit Strudelteig zubereitet. Er ist hauchdünn und elastisch und wird von Hand gezogen.

Kalte Erbsensuppe mit Chicorée-Apfelsalat auf einem Teller angerichtet.

Erbsensuppe einmal anders: Diese Variante wird kalt mit einer knackigen Salat-Einlage und gerösteten Mandeln serviert.

Crumble mit geschmorten Äpfeln in einer Auflaufform

Diese Nachspeise ist schnell gemacht und eignet sich gut für Gäste. Die Äpfel werden mit Streuseln im Ofen überbacken.

Sellerie und Äpfel vom Grill mit Haselnuss-Vinaigrette und Salat auf einem Teller serviert.

Grillgenuss für Vegetarier und Veganer: Gemüse und Äpfel werden mariniert und mit Kräutersalat und Vinaigrette serviert.

Apfel-Avocado-Carpaccio auf einem Teller serviert

Knackige Äpfel, cremige Avocado und Granatapfel: Diese Vorspeise überzeugt sowohl optisch als auch geschmacklich.

Rösti mit Matjes-Apfel-Salat auf einem Teller serviert

Zur knusprigen Schweizer Kartoffelspezialität passt der norddeutsche Klassiker: Matjessalat mit Buttermilch-Dressing.

Räucherfisch-Tatar mit Apfel-Fenchelsalat und Gurkenkaviar auf einem Teller serviert

Tatar und Salat ergänzen sich geschmacklich perfekt. Dekorative und raffinierte Garnitur ist Gurkenkaviar.

Bucheckerneis und ein Bratapfel auf einem Teller serviert

Ein raffiniertes, köstliches Weihnachts-Dessert. Die gebackenen Äpfel werden in feinem Zucker gewälzt und karamellisiert.

Fisch, Brot, Dip und Salate in verschiedenen Tellern und Schälchen angerichtet

Volker Fuhrwerk tischt ein buntes Picknick auf: geräucherten Fisch, Hummus, Salat, Landbrot und süßsauer eingelegtes Gemüse.

Ein Kohlrabi-Möhren-Apfel-Salat in einer Form.

Der geraspelte Apfel in Kombination mit Gemüse macht diesen Salat zu einer knackig-frischen Mahlzeit - auch für unterwegs.

Auf einem Tisch liegt ein Holzbrett mit einem Topflappen und einer Auflaufform. Darin befindet sich ein schneller Chicorée-Apfel-Auflauf mit Kürbiskernen.

Der Chicorée wird geviertelt und mit Schinken umwickelt. Dann wird das Gemüse mit Apfelscheiben in die Ofenform geschichtet.

Entenbrust und Entenkeule mit Rotkohl und Kartoffelklößen auf einem Teller angerichtet.

Ein klassisches Weihnachtsessen, das man ohne Stress zubereiten kann. Die Beilagen lassen sich nämlich gut vorbereiten.

Karotten-Apfel-Muffins in einem Muffinblech.

Eine saftige Nascherei aus der Muffinform. Tarik Rose verfeinert den gesunden Snack mit Schmand und gehackten Nüssen.

Apfelkuchen mit Sahneguss auf einem Teller angerichtet

Der Sahneguss macht den Kuchen aus Mürbeteig noch saftiger. Oben drauf kommen knusprige Mandel-Streusel.

Ein Gedeckter Apfelkuchen steht auf einem Holztisch, daneben liegen zwei Äpfel

Der Klassiker wird mit Mürbeteig zubereitet und benötigt etwas Zeit, ist dafür aber auch besonders lecker.

Ein Stück Tarte Tatin mit Schlagsahne auf einem Teller serviert.

Diese französische Süßspeise wird kopfüber gebacken und danach gestürzt. Schmeckt besonders lecker mit Eis oder Sahne.

Ein Stück Bratapfelkuchen auf einem Teller serviert

Die weihnachtliche Tarte bereitet Zora Klipp mit karamellisierten Apfelspalten und einer Sahne-Ei-Mischung zu.

Äpfel kaufen: Worauf achten?

Beim Kauf sollten Äpfel eine glatte, unbeschädigte und pralle Schale ohne Druckstellen haben und aromatisch duften. Ist der ehemalige Blütenansatz an der Unterseite des Apfels eingesunken, weist das darauf hin, dass der Apfel reif geerntet wurde. Beim Durchschneiden sollten die Kerne braun-schwarz aussehen. Meist empfiehlt sich der Griff zu Äpfeln aus der Region - sie hatten kürzere Transportwege, das schont die Umwelt. Allerdings können regionale Äpfel, die unter hohem Energieaufwand bis zum Frühjahr im Kühlhaus gelagert wurden, eine ähnlich schlechte Ökobilanz aufweisen wie Import-Äpfel aus Übersee.

Äpfel zu Hause richtig lagern

Äpfel und anderes Obst lagern in einem Regal und in Körben.
Nicht alle Apfelsorten lassen sich gut lagern. Frühsorten sollten rasch verbraucht werden.

Wer ausreichend Platz hat, lagert die Äpfel daher am besten selbst. Ideal ist ein kühler, dunkler Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen zwei und sechs Grad wie Keller, Schuppen oder Garage. Auf keinen Fall dürfen die Früchte Frost abbekommen. Sie verderben sonst innerhalb kürzester Zeit. Die Äpfel einzeln und nicht übereinander gestapelt lagern, am besten locker auf Papier, Holzregalen oder Brettern verteilen, sodass sie sich möglichst nicht berühren. Regelmäßig auf braune Stellen oder Fäulnis kontrollieren und faulende Früchte sofort aussortieren. Bei guten Bedingungen halten sich die Äpfel so mehrere Wochen.

Wer keine optimalen Lagerbedingungen hat, kann die Früchte in Plastikbeuteln aufbewahren, um sie länger frisch und saftig zu halten. Die Beutel sorgen für ein feuchtes und sauerstoffarmes Mikroklima. Mit einer Nadel kleine Löcher in die Beutel stechen, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann, und die Äpfel an einem möglichst kühlen Ort lagern.

Äpfel und Gemüse nicht nebeneinander lagern

Da Äpfel das natürliche Reifungsgas Ethylen verströmen, sollten sie nicht neben Gemüse oder anderem Obst lagern. Dieses verdirbt sonst schneller. Ausnahmen sind einige Ethylen-unempfindliche Arten wie Blattgemüse, Lauch und Pilze. Man kann Äpfel allerdings auch gezielt einsetzen, um etwa Bananen, Tomaten oder Avocado nachreifen zu lassen.

Äpfel im Norden selbst ernten

Um Äpfel selbst zu pflücken, muss man übrigens keinen eigenen Garten besitzen. Vor allem im Alten Land bieten viele Obsthöfe die Möglichkeit zum Selbstpflücken an. Liebhaber alter Apfelsorten sind im Obstgarten Haseldorf in der Haseldorfer Marsch richtig. Dort können sie eine große Vielfalt alter Sorten kennenlernen und auch Äpfel in kleinen Mengen für den eigenen Bedarf pflücken - ohne Eintrittskarte, Gebühr oder Kontrolle. Eigentümer der Plantage ist das Land Schleswig-Holstein. Im Obstgarten gibt es rund 180 verschiedene Sorten Äpfel, Pflaumen und Birnen, die im Handel nicht mehr erhältlich sind.

Äpfel der Sorte Prinz Albrecht in einer Holzkiste.
21 Bilder

Äpfel: Welche Sorte schmeckt wie?

Äpfel der Sorte Celler Dickstiel an einem Baum.

Alte und regionale Apfelsorten sind besonders widerstandsfähig, gut für Allergiker - und teils vom Aussterben bedroht.

Jemand dreht an einem im Baum hängenden Apfel

Ab August ist es Zeit für die Apfelernte. Doch woran erkennt man, ob die Früchte reif sind? Und wie werden sie gelagert?

Äpfelbäume auf einer Wiese.

Die Wahl der richtigen Apfelsorte und des passenden Standorts sind entscheidend. So fällt die Ernte reich aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | DAS! Kochstudio | 03.10.2026 | 18:45 Uhr

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