Oktober 2025: In SH und Hamburg fiel bundesweit der meiste Regen
Nach einem warmen September war es im Norden eher nass. Bundesweit fiel in Schleswig-Holstein und Hamburg am meisten Regen, meldet der Deutsche Wetterdienst. Die Temperaturen waren etwas höher als üblich.
Der Oktober zeigte sich in ganz Deutschland besonders trüb. Nur Anfang dieses Jahres gab es dem Deutschen Wetterdienst zufolge noch weniger Sonnenstunden. Vor allem im Norden und Nordwesten fiel besonders viel Regen.
Am meisten Regen in Hamburg und SH
Hamburg verzeichnete mit 117 Litern pro Quadratmeter doppelt so viel Regen wie üblich. Damit war Hamburg das zweitnasseste Bundesland im Oktober. In Schleswig-Holstein fiel mit 142 Litern je Quadratmeter noch mehr Regen. Auch in Niedersachsen gab es mit mit gut 100 Litern über 80 Prozent mehr Regen als üblich.
In Mecklenburg-Vorpommern fiel zwar weniger Regen als in den anderen norddeutschen Ländern, trotzdem gab es dort nur zehn regenfreie Tage. Immerhin lag das Land im Oktober mit 96 Sonnenstunden bundesweit an zweiter Stelle. Die anderen Länder im Norden bekamen deutlich weniger Sonne ab als sonst im Oktober.
Oktober trotz schlechten Wetters wärmer als im langfristigen Schnitt
Der Monat begann mit sehr frischen Nächten, die Temperaturen schwankten im Monatsverlauf stark, im Osten und Nordosten wurde es auch in der Mitte des Monats sehr kalt. Den bundesweiten Tiefstwert verzeichnete am 19. Oktober Barth in Mecklenburg- Vorpommern mit -4,7 Grad.
Trotz Nässe und wenig Sonne war es in allen norddeutschen Bundesländern etwa ein Grad wärmer als im langrfristigen Vergleich. In Schleswig-Holstein lag die Monatstemperatur mit 10,9 Grad sogar eineinhalb Grad darüber, nur in Bremen war es im Oktober noch wärmer.
Referenz-Zeitraum: 1961 bis 1990
Der Zeitraum zwischen 1961 und 1990 ist von der Weltwetterorganisation WMO als internationale Vergleichsperiode für die Erderwärmung festgelegt. Damals waren viele Regionen der Welt noch vergleichsweise wenig vom Klimawandel beeinflusst. Zugleich ist es ein Zeitraum, für den viele und genaue Wetterdaten vorliegen - so auch in diesem Fall: Für diesen Zeitraum gibt es ausreichende Daten um einen täglichen Vergleich an einzelnen Wetterstationen machen zu können.
Das Wetter verändert sich von Tag zu Tag, teilweise gibt es sehr große Schwankungen. Deshalb sind auch heute noch Tage möglich, die im Vergleich zum Durchschnitt 1961 bis 1990 kühler ausfallen. Die Temperaturabweichungen nach oben sind aber häufiger und stärker – weshalb sich die Durchschnittstemperatur erhöht. Dieser durchschnittliche Zustand des Wetters über einen langen Zeitraum wie 30 Jahre wird von Meteorologen als das Klima einer Region bezeichnet.