Charlie Puth auf der Bühne in London
AUDIO: Charlie Puth im Hamburger Stadtpark ohne Zugabe (2 Min)

Charlie Puth in Hamburg: Abruptes Ende im Stadtpark

Stand: 07.07.2026 10:49 Uhr

US-Musiker Charlie Puth ist am Sonntag im Hamburger Stadtpark aufgetreten: mit Pop, Jazz und Charme . Ein mitreißendes Konzert voller musikalischer Klasse, das für viele Fans viel zu schnell vorbei war.

von Daniel Kaiser

Charlie Puth startet gerade richtig durch. Als Taylor Swift mal in einem ihrer Songs textete, dass er ein bedeutenderer Künstler sein sollte, krempelte das sein Leben um. Ihm folgen heute bei Youtube 23 Millionen und knapp 20 Millionen Fans auf Instagram. Weltweit bekannt wurde Puth, als er dieses Jahr beim Super Bowl die Nationalhymne gesungen hat. Jetzt war er im Hamburger Stadtpark Open Air bei seiner ersten großen Tournee.

Mehr als nur Ohrwürmer

Seine Musik geht einfach ins Ohr. Dem Refrain vom Radiohit "One call away" kann sich keiner im Stadtpark entziehen. Aber Charlie Puth, dieser grundsympathische, ehrlich begeisterte junge Mann mit dem absoluten Gehör kann mehr, als nur Ohrwürmer produzieren.

Wie er da an den Knöpfen seines etwas klobigen Synthesizers rumschraubt, Klänge ausprobiert, experimentiert und einfach Spaß an der Musik hat, ist eine Freude mitzuerleben.

Mimik mit eigener Choreographie

"Man hat mich mal davor gewarnt, Jazz und Pop zu verbinden", lacht er ins Publikum. "Lasst Euch in keine Schublade stecken!" Und wie zum Beweis unterlegt er seine Songs mit abenteuerlichen Jazzharmonien.

In diesen Momenten spürt man, welches riesengroße Talent in Charlie Puth steckt. Er badet in seinen unglaublichen Harmonien badet, wenn er "stevewondert", "aljarreaut" und "billyjoelt". Seine Mimik bekommt beim Singen scheinbar eine eigene Choreographie. Musik ist bei Charlie Puth draußen aber vor allem ganz tief drin.

Unprätentiöses Musikgenie mit absolutem Gehör

Ein bisschen so wie an den Himmel beim Superbowl, als die Düsenjäger nach seinen letzten Noten der Nationalhymne das Stadion überflogen, schaut er in Hamburg staunend auf die grüne Stadtparkkulisse. "Schaut es Euch an! Wo hat man sonst grünen Rasen direkt vor der Bühne?!"

Der US-Amerikaner ist in Plauderlaune, ein unprätentiöser All American Boy in blauem T-Shirt und offenem gelbem Hemd darüber. Sein Backgroundsänger hat nach einer gefühlt 30 Mal starken "Oh Baby!"-Ouvertüre einen eigenen stimmgewaltigen Auftritt. Auch musikalisch funzt dieser Abend.

Fans feiern Puth trotz zu kurzem Abend

Nach nicht mal 90 Minuten ruft Charlie "Ich will gar nicht gehen, aber ich muss!" ins Publikum. Gedurft hätte er noch eine halbe Stunde. Da gab es zum Schluss kleine Irritationen im auffällig internationalen Publikum, als der Internetstar die Bühne verließ und sofort die Musik vom Band ansprang.

Aber die Liebe war am Ende doch größer. "Keine Zugabe? Kein Problem!", sagt ein Fan am Ausgang. Die Umstehenden nicken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Kulturjournal | 06.07.2026 | 19:00 Uhr

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Hamburg

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