Festspiele MV: Das werden die Höhepunkte 2026
Bei den Festspielen 2026 werden wieder bekannte Künstlerinnen und Künstler in Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Erste Höhepunkte für den nächsten Sommer haben die Organisatoren jetzt veröffentlicht. Der Preisträger des Festspielsommers steht auch schon fest.
Die Sächsische Staatskapelle mit ihrem Chefdirigenten Daniele Gatti, die US-Amerikanische Geigerin Hilary Hahn, die SWR-Bigband sowie Götz Alsmann - das werden einige Highlights bei den Festspielen MV 2026 sein. Intendantin Ursula Haselböck freut sich insbesondere auf den Preisträger in Residence: "Das Armida Quartett wird Preisträger in Residence des Sommers 2026. Mit einem Quartett eine Residenz zu gestalten, ist was ganz Besonderes und auch herausfordernd, weil natürlich nicht alle Formate passen. Das Armida Quartett wird den Festspiel-Sommer mit der NDR Radiophilharmonie eröffnen."
Die Eröffnung findet am 13. Juni in der Neubrandenburger Konzertkirche statt. Das Armida Quartett ist dann mit einem Werk von Louis Spohr zu erleben.
Zur Eröffnung: Louis Spohr mit Quartett und Orchester
"Louis Spohr war eine ganz bedeutende Musikerpersönlichkeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland", ordnet Violinistin Johanna Staemmler ein. "Der ist nur dann ein bisschen in Vergessenheit geraten und hat ein sehr virtuoses Stück geschrieben. Darauf freuen wir uns sehr, weil wir uns im Streichquartett schon immer zwischen diesen zwei Polen bewegen: sowohl solistisch als auch in der Gruppe zu spielen. Jetzt kommt beim Eröffnungskonzert im Juni auch noch das Element des Orchesters dazu. Es wird sozusagen dreidimensional. Wir sind schon sehr gespannt darauf, da wird sehr viel Spielfreude dabei sein."
Armida Quartett in heller Vorfreude
Johanna Staemmler gehört von Beginn an zum 2006 gegründeten Armida Quartett. Die vier Musiker, zwei Frauen und zwei Männer, wurden 2014 mit dem Ensemble-Preis der Festspiele ausgezeichnet. Zwölf Jahre später sind sie nun Preisträger des Festspielsommers 2026: "Das war die pure Freude", erzählt Staemmler, "und wir haben uns wahnsinnig geehrt gefühlt. Das ist so ein riesiges Geschenk, solch einen Sommer mitgestalten zu dürfen, weil wir dann eine Art Armida-Quartett-DNA zeigen können. Und ganz viele unterschiedliche Aspekte von dem, was wir in den letzten 20 Jahren gemacht haben, werden wir über mehrere Wochen in einem Festival aufscheinen lassen. Das ist für uns ein Glücksfall, ein enormer Glücksfall."
Hilary Hahn, Daniele Gatti und Beatrice Rana
Neben dem Armida Quartett, das zu rund 20 Auftritten in Mecklenburg-Vorpommern erwartet wird, kündigt Ursula Haselböck auch wieder zwei besondere Konzerte für Redefin an: "Hilary Hahn kommt wieder nach Redefin, eine meiner Lieblingsgeigerinnen, großartige US-amerikanische Geigerin mit der Kammerphilharmonie Bremen. Und beim zweiten Redefin-Konzert kommt die Sächsische Staatskapelle Dresden mit ihrem neuen Chef Daniele Gatti, also einer der Superstars der Dirigenten. Hier ist dann eine junge italienische Pianistin dabei, Beatrice Rana, die mittlerweile auf den Weltbühnen zuhause ist - und da steht die Bühne in Redefin natürlich noch aus."
Nicht ganz Klassisch: Götz Alsmann kommt
Zudem präsentieren die Festspiele auch Konzerte unter dem Motto "Nicht ganz klassisch". "Götz Alsmann kommt wieder mit seiner Band", freut sich Haselböck, "also der Garant für gute Stimmung. Er wird in Wismar im Open Air am Alten Hafen zu Gast sein und ebenso in der Eisengießerei Torgelow, also sowohl in Mecklenburg als auch in Vorpommern." Zum großen Open Air in Fleesensee - in dieser wunderbaren Atmosphäre - werde die SWR Big Band erwartet, Grammy nominiert mit den "Queens of Soul", drei starken Frauen. "Also das wird sicher ein sehr, sehr stimmungsvoller Sommerabend", so die Intendantin.
Bekanntes und Bewährtes wird beibehalten
Darüber hinaus kann Ursula Haselböck bereits jetzt auf traditionelle Veranstaltungen verweisen: Das Kinder- und Familienfest in Hasenwinkel sowie das Kleine Fest im Großen Schlosspark von Ludwigslust. Zum traditionellen Open Air im Park von Schloss Bothmer kommt ein bei den Festspielen bekannter Dirigent: "Kent Nagano mit dem Deutschen Symphonie-Orchester", so Haselböck "und mit dabei Mao Fujita, einer der jungen japanischen Superstars, ein junger Pianist. Aber wer Kent Nagano kennt, weiß, er gehört zu den Festspielen quasi dazu. Und deswegen freue ich mich auch mit ihm auf einen Sommerabend auf Schloss Bothmer. Mit - zum Beispiel - der Sinfonie aus der Neuen Welt ist ja auch wieder ein Klassikhit dabei, der zum Träumen auf der Picknickdecke einlädt."
Der Vorverkauf für ausgewählte Konzerte der Festspiele - unterstützt vom NDR - startet am 21. November. Ende Januar wird das Gesamtprogramm präsentiert.