Sanierung: Kloster Cismar barrierefrei und wieder geöffnet
Die umfangreiche Sanierung des Klosters Cismar (Kreis Ostholstein) ist nahezu abgeschlossen. Rund 3,5 Millionen Euro wurden in die Modernisierung der historischen Anlage investiert, wie die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen mitteilte.
Die Finanzierung erfolgte mit 800.000 Euro vom Bund, rund 2,49 Millionen Euro Fördermitteln des Landes sowie 51.000 Euro Eigenmitteln der Stiftung. Nach einer mehrmonatigen Schließzeit finden jetzt wieder Kunstausstellungen im Kloster statt.
"Die Sanierung von Kloster Cismar ist eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der die Erhaltung der historischen Bausubstanz mit den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Zugänglichkeit und Nutzung in Einklang gebracht werden muss", sagte der leitende Direktor der Stiftung, Thorsten Sadowsky, bei einer gemeinsamen Begehung der Anlage mit Schleswig-Holsteins Kulturministerin Dorit Stenke.
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Zugang jetzt barrierefrei
Schwerpunkte der Sanierung waren die Erneuerung von Brandschutzmaßnahmen sowie der Abbau baulicher Barrieren. An der Nordseite des Gebäudes wurde ein Aufzugsturm errichtet, so dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen künftig die oberen Geschosse besser erreichen können, hieß es.
Ausgangspunkt des im Jahr 2021 beantragten Projekts war die erforderliche Sanierung einer maroden Holzbrücke, die für die Erschließung des Naherholungsgebiets rund um das Denkmal wichtig ist.
Kloster war Scheune, Schule und Jugendherberge
Das Benediktinerkloster Cismar wurde 1231 gegründet. Nach der Auflösung der Klostergemeinschaft wurde die Anlage unterschiedlich genutzt, als Scheune, als Auslagerungsort der Universitätsbibliothek Kiel während des Zweiten Weltkriegs, als Flüchtlingswohnheim, Jugendherberge und Schule.
Seit 1999 gehört das Kloster Cismar zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Wesentliche Teile der historischen Anlage sind bis heute erhalten. Von besonderer kunst- und kulturhistorischer Bedeutung ist der um 1315 erbaute Cismaraner Altar, der zu den ältesten Flügelaltaren der Welt gehört.