"Zauberhafte Schwestern 2": Ein Film, auf den niemand gewartet hat
28 Jahre nach ihrem ersten Auftritt als "Zauberhafte Schwestern" kehren Nicole Kidman und Sandra Bullock zurück auf die große Kinoleinwand. Genauso wie im Original geht es um einen großen Familienfluch.
Was hat Hollywood dazu bewogen, einen Film fortzusetzen, der Ende der 90er-Jahre ein eher mäßiger Kinoerfolg war, nicht gerade auf lobpreisende Kritiken verweisen kann und auch nicht wirklich zum Heimkino-Kultdauerbrenner wurde?
Klar, es gab sicherlich eine Fangemeinde, aber "Zauberhafte Schwestern" war niemals ein Kinoschwarm wie zum Beispiel der "Teufel trägt Prada", der Anfang des Jahres ebenfalls in die verspätete zweite Runde ging. Lange und sehnsüchtig erwartet wurde dieser zweite Teil jedenfalls nicht wirklich. Er bot sich offenbar nur an, als 2020 eine Fortsetzung der Romanvorlage herauskam.
Ein alter Fluch - eine neue Generation
Der einzige echte Reiz dieser aufgewärmten Nostalgie-Unterhaltung liegt aber fast ausschließlich in der Star-Wiedervereinigung von Nicole Kidman und Sandra Bullock als komplett unterschiedliche Hexenschwestern Sally und Gillian Owens.
Knapp zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen des ersten Films - Sallys zwei Töchter sind Anfang 20 - bekommen es sowohl die großen als auch die jüngeren Owens-Schwestern erneut mit dem Liebe-verbietenden Fluch zu tun, der seit Jahrhunderten dafür sorgt, dass alle Frauen ihrer Ahnenreihe keine normalen Beziehungen führen können, weil es den sicheren Tod für ihre Partner bedeutet.
Düstere Visionen führt Familie nach England
Sallys Tochter Kylie wird mit der Hexenvergangenheit ihrer Familie konfrontiert, als ihr Freund ihr seine Liebe gesteht, prompt darauf angefahren wird und und ins Koma fällt. Als Sally und Gillian versuchen, ihr die Wahrheit zu erklären, schnappt sich Kylie ein von ihrer gerade verstorbenen Großtante hinterlassenes Zauberbuch und macht sich auf eigene Faust daran, einen Weg zu finden, ihren Freund zu retten und den Fluch zu brechen.
Düstere Visionen und die Blutlinie der Owens-Hexen führt erst Kylie und dann auch ihre Mutter und ihre Tante nach England, wo im 17. Jahrhundert der Fluch begann und jetzt neues Unheil wartet, während sich Sally auf der Reise auf Anhieb in einen sehr gutaussehenden und komplett tätowierten Hexen-Kundigen verliebt.
Misslungener Genremix ohne Herz und Humor
Sogar noch deutlicher als im ersten Abenteuer der Owens-Schwestern ist hier, dass der Mix aus romantischer Komödie, übersinnlicher Magie und echter Lebensgefahr nicht aufgeht. Manchmal wird aus dem Nichts heraus eine ungeahnte tragische Dramatik heraufbeschworen, und zwischendrin, aber leider nicht oft genug, gibt es alberne Schwesternkabbeleien.
Viel zu lang und langweilig wird etwas erzählt, das man auch nur dann wirklich einigermaßen nachvollziehen kann, wenn man sich den ersten Film nochmal als Einleitung anschaut. Aber selbst das macht diese unausgegorene, komplett aus der Zeit gefallen wirkende Fortsetzung kaum erträglicher, die trotz Starbesetzung und immerhin Susanne Bier als Regisseurin weder Witz noch Romantik zu bieten hat - und schon gar keinen Zauber.
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Zauberhafte Schwestern 2
- Genre:
- Fantasy
- Romanze
- Produktionsjahr:
- 2026
- Produktionsland:
- USA
- Zusatzinfo:
- Mit Nicole Kidman, Sandra Bullock, Cassie Bradley und anderen
- Regie:
- Susanne Bier
- Länge:
- 130 Minuten
- Altersempfehlung:
- ab 12 Jahren
- Kinostart:
- 10. September 2026