Joachim Meyerhoff: Ein Porträt des Autors und Schauspielers
Seine Inszenierungen sind meist ausverkauft, mit Lesungen füllt er große Säle, die Verfilmungen seiner Bücher wie zuletzt "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" begeistern das Publikum. Joachim Meyerhoff wuchs in Schleswig auf.
Erfinden heißt erinnern. Das sagt einer, der sich auskennt mit beidem. Für den Erfindungskünstler Joachim Meyerhoff gehört erinnern immer mit zum künstlerischen Prozess. Vor allem bei seinen stark autobiografisch geprägten Romanen.
Erste Autobiographie mit 44
2011 hat der 1967 in Homburg/Saar geborene Meyerhoff seine Erinnerungsreise begonnen - mit dem ersten Teil seiner Autobiografie "Alle Toten fliegen hoch - Amerika". Da war er 44 Jahre alt und schon ein hochgeschätzter und erfolgreicher Bühnen-Schauspieler mit Festengagements am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und an der Wiener Burg.
"Ich glaube, dass fast jeder seiner eigenen Geschichte gegenüber ein Gefühl der Seltsamkeit in sich trägt, dass das jetzt das eigene Sein ist. Ich schreibe immer über Dinge, die einen allgemeinen Charakter haben. Sonst könnte man sich gar nicht damit verbinden", erzählt Meyerhoff.