Die Zukunft der Arbeit - 1962
Im vierten Teil der Reihe "Europa Richtung 2000" beleuchtet der Zukunftsforscher, Schriftsteller Robert Jungk "Das neue Gesicht der Arbeit", in dem er manche Entwicklungen sehr treffend voraussah. Jungk galt als einer der ersten wissenschaftlichen Zukunftsforscher und einer der Begründer des Wissenschaftsjournalismus. Später wurder er als Friedensaktivist und Atomkraftgegner noch einem größeren Publikum bekannt. Sich für das noch junge Fernsehen mit einem filmischen Essay zu äußern, war damals durchaus innovativ.
Robert Jungk entwirft das zukünftige Bild der Arbeitsplätze in einem zunehmend technologisierten Europa, in dem Arbeitskräften eine zunehmende Eigenständigkeit bei Entscheidungsprozessen abverlangt wird, unter folgenden thematischen Schwerpunkten:
- Forderung nach verbesserten Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen der Arbeitskräfte
- Zunehmende Bedeutung des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit
- Zunehmende psychische Belastung durch monotone Arbeit in Kontroll- und Steuerungszentralen von Industriebetrieben
- Problematik zunehmender Arbeitslosigkeit durch Rationalisierung und Automation
Jungk warnt abschließend vor dem Verlust der "kreatürlichen" Welt durch Technologisierung, Perfektionismus und dem Ausbreiten von Langeweile und Gleichgültigkeit.