Bettwäsche richtig waschen und Milben im Bett reduzieren
Vor allem in warmen Sommernächten schwitzen wir viel - die richtige Betthygiene ist dann besonders wichtig. Wie oft sollte man die Bettwäsche wechseln und wie lassen sich Milben im Bett reduzieren?
Zwischen einen halben und einen Liter Flüssigkeit verliert der Mensch in einer Nacht - insbesondere im Sommer kann das dazu führen, dass am Morgen nicht nur der Schlafanzug durchgeschwitzt, sondern auch die Bettwäsche feucht ist. Das feuchte, warme Milieu unter der Bettdecke sowie Hautfett und abgestorbene Hautschuppen bieten Milben ideale Bedingungen.
Die winzigen Tierchen sind zwar ungefährlich, die Vorstellung, inmitten von Tausenden kleinen Spinnentieren zu schlafen, finden viele Menschen aber eklig. Zudem kann der Milbenkot bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen.
Bett nach dem Aufstehen nicht direkt machen
Um Milben zu reduzieren, am besten nach dem Aufstehen das Bett nicht direkt machen, sondern zunächst lediglich die Bettdecke zurückschlagen, einmal gut aufschütteln und auslüften lassen, damit Feuchtigkeit und Wärme entweichen können. Am besten zusätzlich das Fenster öffnen. Bei gutem Wetter kann man die Bettwäsche auch auf Balkon oder Fensterbrett auslüften. Erst etwas später, wenn die Feuchtigkeit abgezogen ist, das Bett machen - beispielsweise nach dem Frühstück.
Bettwäsche wechseln und richtig waschen
Ungefähr alle zwei Wochen sollte man die Bettwäsche wechseln, empfiehlt Hauswirtschaftsmeisterin Martina Krug. Sind die Nächte sehr warm oder schwitzt man sehr stark, sollte man sie sogar wöchentlich tauschen. Zusätzlich empfiehlt sie, die Matratze jede Woche absaugen. Laken und Baumwollbezüge am besten bei 60 Grad waschen, um Milben abzutöten.
Vor dem Waschen das Wäscheetikett genau lesen, denn nicht alle Produkte vertragen höhere Temperaturen. So sollte Leinenbettwäsche je nach Produkt bei 40 bis 60 Grad, Mikrofaser-Bettwäsche meist bei 30 bis 40 Grad gewaschen werden. Seidenbettwäsche ist besonders empfindlich und verträgt maximal 30 Grad. Vor dem Waschen auf links drehen, das schützt die Farben und die Oberfläche und erleichtert später das Beziehen. Reißverschlüsse und Knöpfe am besten schließen, damit sich nichts verheddern kann. Wichtig: Bevor die Wäsche wieder aufs Bett kommt, sollte sie vollständig trocken sein,
Bei Hitze können Kühlbettdecken das Einschlafen erleichtern
Für warme Nächte ist Bettwäsche aus Baumwolle, Seide oder Leinen besonders geeignet, da diese Stoffe Feuchtigkeit gut aufnehmen. Spezielle Kühlbettdecken aus Kunstfasern können beim Einschlafen helfen, da sie einen angenehm kühlenden Effekt auf den Körper haben können. Allerdings lässt dieser Effekt meist im Laufe der Nacht nach.
Kissen und Bettdecke ebenfalls regelmäßig waschen
Neben der Bettwäsche sollte man auch Kissen und Bettdecken regelmäßig waschen - idealer Weise etwa alle sechs bis zwölf Monate. Allerdings lassen sich nicht alle Produkte einfach in der heimischen Waschmaschine reinigen - einige empfindliche Kissen und Decken müssen in die professionelle Reinigung. Die angenähten Etiketten informieren darüber. Am besten bereits beim Kauf darauf achten und möglichst zu Produkten greifen, die in die heimische Trommel passen und die Reinigung in der Waschmaschine vertragen.
Matratzenschoner oder -bezug reinigen
Hauswirtschafterin Krug empfiehlt außerdem, einen Matratzenschoner zu nutzen oder alternativ auf Matratzen mit waschbarem Bezug zurückzugreifen. Schoner oder Bezug ebenfalls möglichst zweimal jährlich waschen. Ein bekanntes Hausmittel gegen üble Gerüche in der Matratze ist Natron: Das Pulver einfach auf der Matratze verteilen, einige Stunden einwirken lassen und anschließend mit einem Staubsauger absaugen. Wirkungsvoller ist es laut Krug allerdings die regelmäßige Wäsche der Auflagen und Bezüge.
Hund oder Katze im Bett: Darauf sollte man achten
Viele Menschen schlafen besser, wenn ihr Haustier mit im Bett liegt - das belegt eine US-Studie. Allerdings bringen Hund und Katze zusätzliche Haare und Schmutz ins Bett, daher empfiehlt es sich, die Bettwäsche entsprechend häufiger zu wechseln. Außerdem sollte man die Tiere regelmäßig entwurmen und auf Zecken und Flöhe kontrollieren.