Ein brüchiges, rostiges Schwert liegt auf einer weißen Decke

Bremen: Kampfmittelräumdienst entdeckt wertvolles Schwert

Stand: 16.09.2026 08:55 Uhr

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben in Bremen zufällig ein Langschwert aus der Römerzeit entdeckt. Laut der Landesarchäologie Bremen ist der Fund einzigartig für ganz Norddeutschland.

Bislang seien nur wenige ähnliche Funde aus Schleswig-Holstein bekannt, so Landesarchäologe Dieter Bischop am Dienstag in Bremen. Das Schwert steckte in der Bremer Neustadt senkrecht im Boden, in 3,5 Metern Tiefe. Laut ersten Untersuchungen war vor Ort vermutlich einst ein Fluss oder See. Eine senkrecht im Wasser stehende Waffe sei charakteristisch für germanische Opferrituale in der römischen Kaiserzeit, so der Landesarchäologe.

Germanischer Sippen-Chef opferte das teure Schwert

Ein Ortband eines Schwertes aus der Römerzeit.
Dieses bronzene Ortband befand sich an der Spitze der 90 Zentimeter langen Eisenklinge.

Experten gehen davon aus, dass ein germanischer Soldat das Schwert um 200 n. Chr. herum absichtlich in den Boden gerammt hat. "Das war sicherlich einer der Clanchefs hier in der Gegend", sagte Bischop. Die Waffe sei teuer gewesen und nur wenige Menschen hätten sich in der Zeit leisten können, so etwas zurückzulassen. Fundort und das gut erhaltene Schwert sollen nun genauer untersucht werden. Es soll anschließend im Bremer Focke-Museum ausgestellt werden.

Ein Keramikgefäß von 0-400 n. Chr. wurde bei Ausgrabungen in Lingen gefunden.

Die Arbeiten fanden im Rahmen eines Lingener Neubaugebiets statt. Es wurden unter anderem Broschen und Keramikgefäße gefunden.

Die Großsteingrabanlage bei Grundoldendorf (2013)

Die Grabanlage im Wald bei Apensen ist rund 5.500 Jahre alt. Das Areal war 2017 aus Sicherheitsgründen gesperrt worden.

Ein altes Grab, das unter dem Waageplatz in Göttingen gefunden wurde.

Dort sollte nur ein Entwässerungsgraben ausgehoben werden. Dabei kam ein Friedhof mit mehreren Särgen ans Tageslicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.09.2026 | 08:30 Uhr

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