Bremen: Kampfmittelräumdienst entdeckt wertvolles Schwert
Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben in Bremen zufällig ein Langschwert aus der Römerzeit entdeckt. Laut der Landesarchäologie Bremen ist der Fund einzigartig für ganz Norddeutschland.
Bislang seien nur wenige ähnliche Funde aus Schleswig-Holstein bekannt, so Landesarchäologe Dieter Bischop am Dienstag in Bremen. Das Schwert steckte in der Bremer Neustadt senkrecht im Boden, in 3,5 Metern Tiefe. Laut ersten Untersuchungen war vor Ort vermutlich einst ein Fluss oder See. Eine senkrecht im Wasser stehende Waffe sei charakteristisch für germanische Opferrituale in der römischen Kaiserzeit, so der Landesarchäologe.
Germanischer Sippen-Chef opferte das teure Schwert
Experten gehen davon aus, dass ein germanischer Soldat das Schwert um 200 n. Chr. herum absichtlich in den Boden gerammt hat. "Das war sicherlich einer der Clanchefs hier in der Gegend", sagte Bischop. Die Waffe sei teuer gewesen und nur wenige Menschen hätten sich in der Zeit leisten können, so etwas zurückzulassen. Fundort und das gut erhaltene Schwert sollen nun genauer untersucht werden. Es soll anschließend im Bremer Focke-Museum ausgestellt werden.
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