OB-Wahlsieger Rohr in Oldenburg: "Fühle mich großartig"
In Oldenburg ist der von Grünen und CDU unterstützte Jascha Rohr zum neuen Oberbürgermeister gewählt worden. Er setzte sich laut vorläufigem Ergebnis knapp mit 51,6 Prozent gegen Ulf Prange (SPD) mit 48,5 Prozent durch.
Die Stimmauszählung war von Anfang an spannend, beide lieferten sich ein knappes Rennen. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,4 Prozent. Etwa 30.500 Menschen hatten für die Stichwahl Briefwahl beantragt, circa 25.000 Briefwahlunterlagen wurden schließlich eingesendet, so die Wahlleitung gegenüber dem NDR Niedersachsen. Im Interview äußerte sich der parteilose Wahlsieger Rohr stolz über das Ergebnis: "Ich fühl mich großartig, ich habe ein tolles Team gehabt im Wahlkampf." Die Arbeit in den letzten zwei Wochen nach der ersten Wahlrunde habe sich gelohnt.
Rohr: War auch eine Abstimmung über das Stadion
Zuallerst wolle er sich in seinem neuen Amt um den Haushalt kümmern. "Der Haushalt ist in Vorbereitung, und der Haushalt muss relativ schnell vom neuen Rat verabschiedet werden, und ich finde, da brauchen wir einen guten Prozess." Angesprochen auf den geplanten Stadion-Neubau in Oldenburg äußerte Rohr, dass er glaube, dass diese Wahl auch eine Abstimmung über das Stadion war. Der Frust bei den Menschen sei unglaublich groß. Er sehe allerdings bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen nicht, dass der Rat das Projekt nochmal kippen könnte.
Ergebnisse im ersten Wahlgang
Schon im ersten Durchgang lagen Ulf Prange (SPD) und Jascha Rohr (parteilos) dicht beieinander: Prange erhielt mit 33,2 Prozent die meisten Stimmen, Rohr lag bei 30,5 Prozent. Beide wurden bereits im Vorfeld als Favoriten angesehen. Da niemand mehr als 50 Prozent aller abgegebenen Stimmen erhielt, gingen Prange und Rohr in die Stichwahl.
OB-Wahl Oldenburg: Neun Kandidierende für Krogmanns Nachfolge
Dass direkt eine Kandidatin oder ein Kandidat mehr als die Hälfte der Stimmen bekommen würde, galt schon im Vorfeld der Bürgermeisterwahl als unwahrscheinlich. Neben dem SPD-Landtagsabgeordneten Ulf Prange und dem parteilosen, aber von Grünen und CDU unterstützten Jascha Rohr standen sieben weitere Kandidaten zur Wahl. Insgesamt kamen am 13. September bei durchwachsenem Wetter etwa 86.000 von rund 136.000 Wahlberechtigten in die Wahllokale, um abzustimmen. Damit lag die Wahlbeteiligung bei rund 64 Prozent - etwa zehn Prozent mehr als bei der letzten Kommunalwahl.
Nach zwölf Jahren: Krogmann blickt wehmütig auf seine Amtszeit zurück
Noch-Bürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) sagte am ersten Wahlabend gegenüber dem NDR Niedersachsen, dass er leicht wehmütig auf seine Regierungszeit zurückblicke. Es gebe wenig schönere Ämter, als Bürgermeister von Oldenburg zu sein. "Ich hätte sicher noch zwei, drei Jahre machen können - ich bin auch noch fit", so Krogmann weiter. Für ihn sei es aber wichtig zu akzeptieren, dass alles einen Anfang und ein Ende habe. Zwölf Jahre lang hatte Krogmann das Amt des Oberbürgermeisters von Oldenburg inne. Eine weitere Amtszeit von acht Jahren könne er sich aber nicht vorstellen, hatte er im vergangenen Jahr gesagt. Neun Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich daraufhin bei der Kommunalwahl auf sein Amt beworben - neuer Rekord in Oldenburg.
Ergebnis Oberbürgermeisterwahl (Stichwahl) am 27. September 2026: Kreisfreie Stadt Oldenburg (Oldb)
Vorläufiges Endergebnis vom 27.09.2026, 19:22 Uhr
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51,6%Jascha Rohr (Einzelbewerber) -
48,5%Ulf Prange (SPD)