Von Schlüsseldienst bis Gummibärchen: Kuriositäten bei der Kommunalwahl
Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist vorbei. Begleitet wurde sie von allerlei Kuriositäten: So gab es in einem Wahllokal in Celle wegen der langen Wartezeit Süßigkeiten, in Hannover musste der Schlüsseldienst anrücken.
Niedersachsen hat gewählt. Doch nicht nur politisch gibt es Gesprächsstoff. NDR Niedersachsen listet im Folgenden einige Kuriositäten auf, die die Kommunalwahl mit sich gebracht hat.
- In Springe (Region Hannover) konnte ein Kandidat unter anderem Namen gewählt werden. Statt "Hans-Christian Krone" trat "Christian Krone" für die SPD an - denn unter diesem Namen ist der ehemalige Polizeichef der Stadt besser bekannt. Der Gemeindewahlausschuss hatte dem zugestimmt, um Verwirrungen zu vermeiden.
- In Hannover mussten am Morgen der Wahl zwei Wahllokale gewaltsam geöffnet werden. Die Zuständigen hatten wohl verschlafen, wie der zuständige Wahlleiter mutmaßte. Eine Verzögerung gab es aber nicht, die Stadt hatte für einen solchen Fall vorab einen Schlüsseldienst engagiert.
- In Celle bildeten sich in einem Wahllokal in einer Grundschule lange Warteschlangen. Um die Wartenden bei Laune zu halten, gab es Zucker in Form von Gummibärchen.
- In Göttingen war eine Werbefirma zu voreilig - und hängte noch vor der Schließung der Wahllokale erste Plakate für die Stichwahl auf. Die Grünen bedauerten das, denn die Plakate mit ihrer OB-Kandidatin Onyeka Oshionwu sollten erst am Dienstag aufgehängt werden. Jetzt verdeckt schwarzes Klebeband den Aufruf zur Stichwahl.
- In Lüneburg gab es ungewöhnlich viele ungültige Wahlzettel. Mehr als 7.300 Stimmen zählten nicht, rund sieben Prozent aller abgegebenen Stimmen. Die AfD Lüneburg hatte auf Facebook dazu aufgerufen, den von der Wahl ausgeschlossenen Stephan Bothe auf den Wahlzettel für die Landratswahl zu schreiben und das Kreuz bei ihm zu setzen. "Besser ungültig abstimmen, als Flachzangen wählen", hieß es in dem Post.
- In der Gemeinde Dötlingen (Landkreis Oldenburg) wurde Oliver Hohnholt mit nur fünf Stimmen Mehrheit zum Bürgermeister gewählt. Der parteilose Kandidat mit Unterstützung von CDU, FDP und Grünen erreichte laut vorläufigem Ergebnis 50,07 Prozent, für seinen Kontrahenten Sebastian Hanke von der SPD stimmten 49,93 Prozent.
- In Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) hat CDU-Kandidatin Corinna Jodeit beim Wahlkampf mit einem interessanten Schmuckstück für Aufsehen gesorgt. Auf Plakaten trug sie eine Kette mit dem Schriftzug "Milf". Die Abkürzung steht für "Mom I'd like to fuck" und ist eine vulgäre Formulierung für eine Frau mittleren Alters, die als attraktiv wahrgenommen wird. Jodeit hatte im Wahlkampf Erfolg: Sie trifft künftig Entscheidungen als Stadträtin.