Kommunalwahl Niedersachsen 2026: Was Sie zur Stichwahl wissen müssen

Stand: 27.09.2026 07:54 Uhr

Die Kommunalwahl in Niedersachsen geht in die Verlängerung: Heute finden vielerorts Stichwahlen statt. Ein Überblick, wie die Stichwahlen ablaufen, was auf den Wahlzetteln steht und wie ein Gewinner festgestellt wird.

Die Stichwahlen betreffen nur die Direktwahlen, sind also in Kommunen Niedersachsens, in denen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte oder, im Fall der Region Hannover, ein Regionspräsident oder eine Regionspräsidentin gewählt werden. Bei diesen Direktwahlen mussten die Kandidaten bei der Kommunalwahl am 13. September mindestens die Hälfte aller abgegebenen Stimmen erhalten, um gewählt zu werden. Hat keiner der Bewerber um ein Amt diese Mehrheit erreicht, treten die beiden Kandidatinnen und Kandidaten mit den meisten Stimmen in der Stichwahl gegeneinander an.

Gibt es eine neue Wahlbenachrichtigung?

Die Wählenden aus den betroffenen Kommunen können heute erneut wählen gehen. Eine neue Wahlbenachrichtigung erhalten die Bürgerinnen und Bürger jedoch nicht. Der Wahlschein der vergangenen Wahl ist auch für die Stichwahl gültig. Wer die Benachrichtigung nach der Kommunalwahl am 13. September entsorgt oder verloren hat, kann trotzdem wählen gehen. Wer im Wählerverzeichnis steht, benötigt dann statt des Wahlscheins im Wahllokal den Personalausweis oder Reisepass.

Was steht auf dem Wahlzettel?

Wahlhelfer zählen Briefwahlunterlagen aus.
Bei der Stichwahl dürfte es weniger Papieraufwand geben: Die Wählenden erhalten nur einen bis maximal zwei Wahlzettel.

Im Unterschied zu der ersten Wahl könnte die Stichwahl schneller ablaufen, denn: In den meisten Regionen wird es nur einen Stimmzettel geben anstatt bis zu fünf wie am 13. September. Die Stimmzettel sind darüber hinaus übersichtlicher, weil nur die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen antreten. In Hannover erhalten die Wählenden zwei Zettel, einen für den Regionspräsidenten oder die Regionspräsidentin sowie einen für die Wahl des Oberbürgermeisters.

Wer gewinnt bei den Stichwahlen?

In der Stichwahl gewinnt die Person mit den meisten Wählerinnen und Wählern, unabhängig vom prozentualen Abstand zueinander. Tritt der unwahrscheinliche Fall ein, dass es gar keinen Abstand gibt, beide also exakt gleich viele Stimmen erhalten, dann entscheidet laut Niedersächsischem Kommunalwahlgesetz das Los. Nimmt nur ein Kandidat an der Stichwahl teil, beispielsweise wenn sich einer der beiden Kandidaten zurückzieht, gewinnt die verbliebene Person, wenn sie mehr Ja- als Nein-Stimmen erhält.

Stichwahlen in den fünf größten Städten

In 123 niedersächsischen Kommunen gibt es Stichwahlen. Dazu gehören unter anderem Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Göttingen und Hannover. Auch in anderen größeren Städten und Landkreisen fehlt noch eine Entscheidung. Eine Auswahl:

Ein Schild weist den Weg zu einer Briefwahlstelle.

In Niedersachsen stehen die Stichwahlen zur Kommunalwahl an. Wer per Brief seine Stimme abgeben möchte, sollte sich beeilen.

Ein Mann sitzt in einer Wahlkabine.

In Hannover und Braunschweig erreichte kein Oberbürgermeister-Kandidat 50 Prozent. Hier wird ein zweiter Urnengang fällig.

Symbolbild: Ein Stimmzettel bei einer Kommunalwahl

In vielen Kommunen stehen Ende September Stichwahlen an. Klar ist schon jetzt: In mehreren Parlamenten werden Sitze leer bleiben.

Auf einem Schild steht "Kugelschreiber und Klebestifte nitte nicht mitnehmen", davor Kugelschreiber und ein Stimmzettel

In Niedersachsen ist gewählt worden. In einigen großen Stöädten und Landkreisen geht es jetzt - am 27. September - in die Stichwahlen.

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