Handball-Bundesliga
SG Flensburg-Handewitt kämpft sich zum Pflichtsieg gegen Eisenach
Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt sind mit einem Sieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Gegen den ThSV Eisenach setzten sich die Schleswig-Holsteiner am Freitagabend in eigener Halle erwartungsgemäß mit 33:31 (20:18) durch.
Das Team von Trainer Aleš Pajović tat sich allerdings lange schwer. Sechs Minuten vor der Schlusssirene lag der hohe Favorit noch mit zwei Treffern in Rückstand. Dann brachten die Norddeutschen doch noch die Energie und Stabilität aufs Parkett, die eigentlich schon viel früher vonnöten gewesen wäre. Erfolgreichster Schütze für Flensburg war Simon Pytlick mit sieben Toren. Bei den Gästen trafen Gian Attenhofer und Elias Scholtes (je fünf Treffer) am häufigsten.
Offener Schlagabtausch in der Campushalle
Die Zuschauer in der Campushalle sahen von Beginn an ein sehr temporeiches Spiel, in dem beide Teams in der Deckung noch Abstimmungsprobleme offenbarten. Das Resultat eines offenen Schlagabtausches waren insgesamt 38 Treffer nach 30 Minuten - für Erstliga-Verhältnisse eine hohe Toranzahl.
Die SG lag zwar von Beginn an in Führung, konnte sich aber erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs erstmals auf vier Treffer absetzen (20:16/29.). Doch die Flensburger Freude über die erste etwas klarere Führung währte nur kurz. Oskar Joelsson und Attenhofer brachten die Gäste noch vor der Pausensirene wieder auf zwei Treffer heran.
Eisenach schnuppert an der Sensation
Eisenach war also mit einem guten Gefühl in die Kabine gegangen - und kam mit ganz viel Selbstvertrauen wieder auf die Platte. Mit einem 3:0-Lauf nach dem Seitenwechsel gingen die Thüringer erstmals in Führung (21:20/34.). Nur ein Zwischenhoch? Mitnichten! Der ThSV, der in der vergangenen Serie auswärts ein Punktelieferant war und nur einen Sieg in der Fremde feierte, agierte weiter auf hohem Niveau, während den Flensburgern um ihre Weltklasse-Rückraumspieler viele Flüchtigkeitsfehler unterliefen.
Als Vukasin Antonijevic Eisenach mit einem verdeckten Wurf mit 30:28 in Führung brachte (54.), rückte die Sensation immer näher. Doch die SG konterte mit drei Treffern in Folge und behielt die drei Punkte letztlich auch in der "Hölle Nord", weil Keeper Simon Möller in der entscheidenden Phase zum "Hexer" wurde. So schrammten die Schleswig-Holsteiner am Ende gerade noch an einer Blamage vorbei.