DHB-Pokal
Kraftakt in Dresden: HC Hamburg gewinnt beim HC Elbflorenz
Der HC Hamburg hat das Achtelfinale des DHB-Pokals erreicht. Der Handball-Bundesligist gewann am Dienstagabend in der zweiten Runde bei Zweitligist HC Elbflorenz mit 31:30 (14:18) - und nahm in Dresden damit erfolgreich Revanche für eine bittere Niederlage im Vorjahr.
Ein ganz so krasser Krimi wie bei der Pleite nach doppelter Verlängerung in der Vorsaison (46:47) war es bei der Neuauflage nicht, spannend aber war es allemal.
Nur zwei Tage nach der 34:37-Niederlage in der Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt wirkte die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen, die kurzfristig auf Nicolaj Jörgensen verzichten musste, müde und brauchte lange, um in Schwung zu kommen. Letztlich hatte der Bundesligist in einem umkämpften Spiel aber den längeren Atem - und in Rechtsaußen Frederik Bo Andersen, der mit neun Treffern erfolgreichster Hamburger war, sowie dem eingewechselten Torhüter Leon Nowottny (fünf Paraden) gleich zwei Helden.
Für die Norddeutschen war es in der neuen Saison nach dem Erstrunden-Sieg im Pokal in Braunschweig (39:28) erst der zweite Erfolg. Weiter geht es für den HCH am Sonntag in der Bundesliga gegen Wetzlar (18 Uhr, im NDR Livecenter).
HCH findet schwer in die Partie
Die Hamburger, die am Spieltag selbst in die sächsische Landeshauptstadt gereist waren, fanden gegen den giftig verteidigenden Zweitligisten schwer ins Spiel. Gute Abschlüsse von Dominik Axmann und Oliver Norlyk wechselten sich munter mit technischen Fehlern ab. Nach 15 Minuten standen vier leichtfertigen Ballverlusten sechs Tore gegenüber. Die Gastgeber lagen mit 9:6 vorne.
Und die Dresdener Führung wäre sicher noch höher ausgefallen, wenn es Robin Haug im HCH-Tor zu diesem Zeitpunkt nicht bereits auf fünf Paraden gebracht hätte. Auch der Norweger konnte aber nicht verhindern, dass es sogar mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabinen ging. Sebastian Greß hämmerte im Vollsprint den Ball über die viel zu passive Hamburger Deckung hinweg zum 18:14 in die Maschen (30.).
Hamburg dreht Spiel dank Nowottny und Andersen
Das Jansen-Team kam etwas spritziger aus der Pause, hatte aber das Problem, dass die Sachsen ihre Treffer häufig über eine schnelle Mitte konterten und sie so zunächst nicht wirklich näher herankamen. Und bot sich doch einmal die Gelegenheit, hatten die Norddeutschen auch Pech: Martin Hovde nagelte den Ball an die Latte (37.), wenig später klatschten die Würfe von Andersen (39.) und von Norlyk ans Metall (43.).
Der Rückstand betrug so auch nach 45 Minuten noch immer vier Treffer (22:26). Jansen brachte Nowottny für den immer glückloseren Haug ins Tor - und das machte sich im Verbund mit einer nun griffigeren Deckung bezahlt. Am Ende eines 4:0-Laufs besorgte Andersen erst den Ausgleich (26:26, 52.) und zwei Minuten vor Schluss die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels für den Favoriten (31:29). Das reichte, um in die nächste Runde einzuziehen.
Die Auslosung des Achtelfinals findet am Samstag nach dem Schleswig-Holstein-Derby THW Kiel gegen SG Flensburg-Handewitt (18 Uhr, live im Ersten und im Livestream auf sportschau.de) statt.