Senf als Gründündung.
AUDIO: Gründüngung ausbringen: Diese Pflanzen bringen Nährstoffe in das Beet (32 Min)

Gründüngung im Herbst sorgt für neue Nährstoffe

Stand: 01.08.2026 16:00 Uhr

Pflanzen wie Phacelia, Perserklee und Gelbe Lupine geben dem Gartenboden als Gründüngung neue Nährstoffe. Nach der Ernte im Spätsommer oder Herbst ist der ideale Zeitpunkt zur Aussaat.

Tomaten, Salate, Gurken, Brokkoli - viele Gartenbesitzer haben Freude an der Anzucht verschiedener Gemüsesorten. Die Pflanzen entziehen dem Boden jedoch im Verlauf des Jahres bestimmte Nährstoffe, die sie zum Wachsen oder zur Fruchtbildung benötigen. Diese Nährstoffe müssen dem Boden zurückgegeben werden, wenn dort auch in den nächsten Jahren Pflanzen kräftig wachsen sollen. Eine besonders empfehlenswerte Methode mit vielen Vorteilen ist die Gründüngung.

Phacelia, Lupine und Co nach der Ernte säen

Blühender Perserklee bedeckt ein Beet.
Perserklee ist nicht nur ein guter Gründünger, er bietet zudem Bienen Nahrung.

Mit der Gründüngung kann man dem abgeernteten Boden etwas Gutes tun. Bestimmte Pflanzen, die im Spätsommer oder Herbst als Nachsaat auf freie Flächen ausgebracht werden, geben dem Gartenboden neue Kraft für das nächste Frühjahr. Zu diesen Pflanzen gehören Phacelia, Perserklee, Serradella, Gelbe Lupine, Wicke und Gelbsenf. Diese Pflanzen wachsen sehr schnell, bedecken den Boden und lockern ihn mit ihren Wurzeln. Im Winter frieren die meisten Arten ab, sodass die Pflanzenreste im kommenden Frühjahr einfach flach in den Boden eingearbeitet werden können.

Aus Grünmasse entsteht wertvoller Humus

Danach kommen die im Boden lebenden Kleinlebewesen und Mikroorganismen ins Spiel. In den obersten 30 Zentimetern eines Quadratmeters gesunden Gartenbodens leben bis zu zehn Milliarden Strahlenpilze, mehrere Hundert Millionen Einzeller und etwa 100 bis 200 Regenwürmer. Diese kleinen Helfer verwerten und zersetzen die Grünmasse und wandeln sie in wertvollen Humus um. Die dabei frei werdenden Nährstoffe wirken dann im nächsten Jahr als Dünger für die Kulturpflanzen, die wir in den Boden bringen.

Gründünger am besten jährlich säen

Das Aussäen ist ganz einfach. Den Boden durchgrubbern, Unkraut entfernen, breit aussäen und das Saatgut einharken. An trockenen Tagen die Aussaat angießen. Gründünger-Pflanzen sollten am besten jedes Jahr gesät werden, denn so schließt sich der natürliche Kreislauf. Wer viel Gemüse anbaut und ausreichend Platz hat, kann den Boden darüber hinaus durch die Einhaltung der sogenannten Fruchtfolge schonen und fruchtbar halten. Dabei handelt es sich um eine Abfolge, in der Nutzpflanzen angebaut werden. Bei dieser Bewirtschaftung des Gartenbodens ist die Gründüngung Teil des Kreislaufs.

Die tiefen Wurzeln der Gründungerpflanzen eignen sich übrigens auch hervorragend dafür, um die meist stark verdichteten Böden auf Neubaugrundstücken tiefgründig und biologisch aufzulockern.

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Kaffeebohnen auf Kaffeesatz

Er wirkt als Dünger und verbessert den Boden und Kompost: Im Garten ist Kaffeesatz ein Allroundtalent.

Eine Person sticht mithilfe des Fußes einen Spaten in den Gartenboden

Früher galt das Umgraben als ein Muss. Es hieß, die Erde müsse "schwarz" sein. Heute sehen Experten das anders.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Rasch durch den Garten | 01.08.2026 | 16:00 Uhr

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