Starkes Unwetter: 250 Einsatzkräfte trainieren für den Ernstfall
Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, THW und andere Organisationen üben heute für ein Extremwetterereignis im Kreis Stormarn. Dabei wird auch ein Pflegeheim evakuiert.
Umgefallene Bäume, vollgelaufene Keller, ein Brand im Pflegeheim - und dann fällt auch noch der Strom und das Mobilfunknetz in der gesamten Region aus. Genau dieses Szenario trainieren heute 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, THW und anderen Organisationen im Kreis Stormarn.
Sie stehen also vor einer unübersichtlichen Unwetterlage und müssen sich vielen Herausforderungen gleichzeitig stellen, erklärt der Leiter der Großübung, Sven Arne Werner.
Priorisieren und Kräfte richtig einteilen
Eine Besonderheit bei der Übung ist die reale Evakuierung eines Alten- und Pflegeheims in Bargteheide (Kreis Stormarn) - inklusive der psychosozialen Notfallbetreuung der 40 Bewohner. Bei so vielen Einsätzen gleichzeitig gilt es zu lokalisieren, priorisieren sowie Kräfte und Ressourcen richtig einzuteilen, so Werner.
Notunterkunft wird eingerichtet
Zum ersten Mal werden auch sogenannte Notfallinformationspunkte miteinbezogen. Rund 1.000 gibt es davon in ganz Schleswig-Holstein. An den Punkten können sich Menschen bei Stromausfall informieren, aber auch Notrufe absetzen und Hilfe bekommen. An einem dieser Punkte wird heute laut Kreisfeuerwehrverband Stormarn eine Notunterkunft errichtet.
Abläufe müssen trainiert werden
Mit der Großübung bereiten sich die teilnehmenden Einsatzkräfte auf Extremwetterlagen vor. "Wir haben seit mehreren Jahren mit einer Zunahme von Unwetterereignissen zu tun", erzählt Sven Arne Werner aus dem Führungsstab der Feuerwehr des Kreises Stormarn. Immer öfter seien Einsatzkräfte mit Starkregen, Stürmen oder auch Tornados konfrontiert. Deshalb sei es wichtig, dass verschiedene Organisationen auf einander abgestimmt sind und gemeinsam die Abläufe trainieren.
Der Kreisfeuerwehrverband weist darauf hin, dass aufgrund der Übung in und um Bargteheide mehr Einsatzkräfte als gewohnt unterwegs sein könnten.