Nach Fahrt durch den NOK: U-Boot "Drakon" auf dem Weg nach Israel

Stand: 01.09.2026 18:24 Uhr

Am Dienstagmorgen hat das größte bisher in Kiel gebaute U-Boot, "Drakon", die Werft TKMS verlassen. Die Überführung nach Israel verlief zunächst durch den Nord-Ostsee-Kanal und wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.

Das U-Boot "Drakon" hat am frühen Dienstagabend den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) bei Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) verlassen. Am Morgen war es von der Kieler Werft TKMS losgefahren. Mit einer Länge von 74 Metern ist es das größte bisher in Kiel gebaute konventionelle U-Boot. Ziel der Überführungsfahrt ist Israel.

Hunderte Polizisten auf dem Wasser und an Land

Aufgrund der angespannten und sensiblen Sicherheitslage wurde die Überführung von weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Hunderte Polizisten waren in Uniform und in Zivil im Einsatz, um die Passage sowohl auf dem Wasser als auch an Land abzusichern.

Das israelisches U-Boot "Drakon".
Das israelische U-Boot "Drakon" wurde unter anderem vor möglichen Drohnenangriffen geschützt.

Auf dem Kanal begleiteten mehrere Polizei- und Schnellboote den Neubau, wobei auch Spezialkräfte laut Landespolizei im Einsatz waren. In Holtenau und Brunsbüttel befanden sich auch Begleitboote in den jeweiligen Schleusenkammern. Die weitreichenden Sicherheitsvorkehrungen erstreckten sich sogar bis in die Luft: Zum Schutz vor potenziellen Drohnen wurden Störsender eingesetzt.

Zeitweise Einschränkungen für den Verkehr

Für die Bevölkerung kam es heute entlang des Kanals zu temporären Einschränkungen. Gesperrt waren unter anderem Rad- und Fußwege über Brücken wie die Holtenauer und die alten Levensauer Hochbrücke sowie bestimmte Wege am Kanal. Nutzer der Kanalfähren mussten sich während der Passage auf längere Wartezeiten und kurzzeitige Unterbrechungen einstellen.

Eine neue Werkshalle der TKMS in Kiel mit dem Schriftzug TKMS ragt in den Abendhimmel.

Volle Auftragsbücher und neue Mitarbeiter: TKMS hat aktuelle Geschäftszahlen präsentiert - und spricht neue Investitionen an.

Die Kieler Werft TKMS direkt an der Kieler Förde.

Außerdem meldet der Arbeitskreis Wehrtechnik Schleswig-Holstein mit 10.500 Beschäftigten einen Höchststand an Mitarbeitern.

Die Werft German Naval Yards in Kiel.

Die Kieler Werft TKMS will German Naval Yards nicht mehr kaufen und steigt aus den Bietergesprächen aus.

Die fertige Rader Hochbruecke aus der Vogelperspektive

Es ist geschafft: Nach einigen Verzögerungen verbindet ein 118 Meter langes Stahlteil den ersten Teil des Baus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.09.2026 | 17:00 Uhr

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