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Neue Spitze gesucht: Die Wahl in der Region Hannover

Stand: 07.09.2026 16:22 Uhr

Die Region Hannover bekommt bei der Kommunalwahl in jedem Fall eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten. Elf Kandidatinnen und Kandidaten stehen zur Wahl - eine Frau und ein Mann gelten als besonders aussichtsreich.

von Kristin Häfemeier

Die finanzielle Lage in der Region Hannover ist angespannt. Gleichzeitig hakt es im öffentlichen Personennahverkehr: Die Kritik am S-Bahn-Betreiber Transdev ist groß. Der zuletzt gewählte Regionspräsident Steffen Krach (SPD) hat sich bereits vor Monaten nach Berlin verabschiedet, wo er neuer Regierender Bürgermeister werden will. Elf Kandidatinnen und Kandidaten wittern nun ihre Chance auf das Amt. Beobachter gehen davon aus, dass es am Wahlsonntag noch keine Entscheidung geben wird. Wahrscheinlicher ist eine Stichwahl, für die die Bewerber von SPD und CDU als Favoriten gelten.

Eva Bender (SPD) will Wirtschaft stärken

Für die SPD kandidiert die bisherige Dezernentin für Bildung und Kultur der Landeshauptstadt Hannover, Eva Bender. Ihr wichtigstes Ziel ist nach eigener Aussage, die Wirtschaft in der Region Hannover zu stärken. "Dieser Fokus mag einige überraschen", sagt die studierte Sozialwissenschaftlerin. Aber sie wisse, dass nur so Arbeitsplätze geschaffen würden - und Geld für eine gute Sozialpolitik sowie ihr Herzensthema, besseres Schulessen, bereitstünde. Bender will Baugenehmigungen beschleunigen, die Wirtschaftsförderung an einer Stelle bündeln und direkt mit Amtsantritt Experten-Runden zur Beratung der Verwaltung einrichten - zu den Themen Wirtschaftsstandort, Wohnen und Energiewende. Dem S-Bahn Betreiber Transdev würde sie gern einige Strecken kündigen und diese neu vergeben.

Oliver Junk (CDU) setzt auf schlankere Verwaltung

Die CDU ist bei der vergangenen Kommunalwahl auf Platz zwei gelandet. Dieses Mal möchte sie mit Oliver Junk gewinnen. Der Jurist war schon zehn Jahre lang Bürgermeister in Goslar. In der Region möchte Junk mehr Entscheidungen zurück in die lokalen Rathäuser geben, damit die Regionsverwaltung verschlanken und mehr finanzielle Spielräume schaffen. Ihm ist die medizinische Versorgung des Umlands besonders wichtig. Er will, dass versprochene Gesundheitszentren in Springe und Lehrte auch tatsächlich gebaut werden, genauso wie das angekündigte Krankenhaus in Großburgwedel. "Da müssen wir auf die Tube drücken", sagt Junk. Eine vorzeitige Kündigung von Transdev hält er nicht für sinnvoll. Er will bis Vertragsende gemeinsam mit dem Unternehmen eine Gesellschaft gründen und schauen, ob es so funktioniert.

Weitere neun Bewerber auf dem Wahlzettel

Doch insgesamt wittern elf Parteien ihre Chance auf das Amt der Regionspräsidentin oder des Regionspräsidenten. Für die Grünen ist es Sinja Münzberg. Robert Reinhardt-Klein geht für die FDP ins Rennen. Die AfD stellt Nicolas Lehrke auf. Für die Linke tritt Mizgin Çiftçi an. Aber auch kleine Parteien haben Kandidaten aufgestellt: die Piraten, die unabhängige Wählergemeinschaft Die Hannoveraner, Volt, die Partei und die Freien Wähler.

Sinja Münzberg steht vor Pflanzen und einer Hecke.

Der Regionsvorstand hat sich einstimmig für die 41-Jährige ausgesprochen. Sie ist Referentin im Kultusministerium.

Die Aufnahme zeigt den Politiker Oliver Junk.

Der Jurist war früher Oberbürgermeister in Goslar. Bei der parteiinternen Wahl bekam er 99 Prozent der Stimmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 07.09.2026 | 15:00 Uhr

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