Immer mehr Senioren in Hamburg beziehen Grundsicherung
Bei immer mehr älteren Menschen in Hamburg reicht die Rente nicht mehr zum Leben. Seit 2020 ist die Zahl der Rentnerinnen und Rentner, die eine Grundsicherung beziehen, um fast 18,5 Prozent gestiegen. Das teilte der Senat auf Anfrage der Linksfraktion mit.
Mehr als 43.000 Menschen ab 65 Jahren beziehen eine Grundsicherung. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass noch mehr Menschen darauf Anspruch hätten, denn viele beantragen die Grundsicherung nicht - sei es aus Unkenntnis oder aber auch aus Scham.
Zahl der sozialversicherungspflichtigen Senioren nimmt zu
Beängstigend nennt Deniz Celik von der Linksfraktion diese Zahlen. Zumal auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten über der Regelaltersgrenze stieg und zwar in der Zeit von 2019 bis 2024 um 42 Prozent auf jetzt knapp 9.300 Senioren und Seniorinnen.
Befürchtung: Altersarmut könnte weiter zunehmen
Celik befürchtet, dass die Altersarmut in den kommenden Jahren zunimmt. "In einer Stadt mit extrem hohen Mieten und Lebenshaltungskosten reicht die Grundsicherung im Alter nicht aus, um soziale Teilhabe und Würde zu sichern", sagt er. Sein Vorschlag: ein Hamburger Ortszuschlag von mindestens 250 Euro jährlich für Seniorinnen und Senioren. Denn Teilhabe dürfe auch im Alter keine Frage des Geldbeutels sein, meint der seniorenpolitische Sprecher der Linksfraktion.