Hamburg: Mann erwürgt seine Frau und stellt sich
Im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd soll ein Mann seine Frau erwürgt haben. Nach der Tat stellte sich der 40-Jährige bei der Polizei.
Der Mann erschien am Donnerstagmorgen in der Polizeiwache an der Oberaltenallee gegenüber dem Einkaufszentrum Hamburger Meile. Er gestand den Beamtinnen und Beamten, seine Frau in der gemeinsamen Wohnung erwürgt zu haben. Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes fanden die 35-Jährige daraufhin leblos in der Wohnung in der Von-Essen-Straße.
Frau stirbt im Krankenhaus
Ein Notarzt und Sanitäter versuchten, sie wiederzubeleben und brachten sie in eine Klinik. Dort starb die Frau kurze Zeit später. Die Polizei nahm den Mann am Donnerstag noch auf der Wache vorläufig fest. Am Freitag wurde dann ein Haftbefehl erlassen. Wie ein Polizeisprecher sagte, bestehe der Verdacht des Totschlags. Der Mann ist nun in Untersuchungshaft.
Motiv noch unklar
Die Ermittlungen übernahm die Mordkommission. Es wurden Spuren gesichert sowie Nachbarinnen und Nachbarn befragt. Warum der Mann seine Frau würgte, ist bislang unklar.
Polizist nach Überbringung der Todesnachricht verletzt
Bei der Überbringung der Todesnachricht an Angehörige wurden in Wandsbek Einsatzkräfte verletzt. Ein 66-Jähriger richtete laut Polizei ein Messer gegen sich selbst. Polizisten wollten den Mann den Angaben zufolge entwaffnen und gerieten mit ihm in ein Handgemenge. Dabei wurde ein Beamter an der Hand verletzt.
Schließlich wurde der 66-Jährige in Handschellen aus dem Haus geführt und auf eine Polizeiwache gebracht. Ein Amtsarzt soll ihn nun begutachten. Mehrere beteiligte Einsatzkräfte standen nach dem Vorfall unter Schock und wurden von Notfallseelsorgern betreut.
In einer früheren Version dieses Artikels haben wir in einer Überschrift den Begriff "Femizid" verwendet. Uns liegen derzeit jedoch keine Belege dafür vor, dass es sich bei der Tat um einen Femizid handelt. Daher haben wir die Überschrift korrigiert.