Hamburg bekommt riesigen Energiespeicher am Neuen Schleusengraben
Hamburg bekommt in Bergedorf einen riesigen Batteriespeicher, der bis zu 400 Megawattstunden Strom speichern kann. Bei der für Ende 2028 geplanten Inbetriebnahme soll er der größte Speicher in einer deutschen Großstadt sein.
Hamburgs größte Batterie soll in zwei Jahren am Neuen Schleusengraben liegen: Eine zwei Hektar große Brachfläche hinter dem Deich soll zum Hightech-Ort werden. Rund 80 Batterieblöcke von der Größe eines Standardcontainers sollen Strom aus Erneuerbaren Energien speichern. Er kann eine Maximalleistung von 100 Megawatt ins Netz einspeisen und hat eine Kapazität von 400 Megawattstunden.
80 Mal größer als Hamburgs bislang größter Speicher
Der Speicher in Bergedorf sei ein Meilenstein, um die Stromnetze stabiler zu machen, sagt John Diklev, CEO des schwedischen Energy-Tech-Unternehmen Flower, das den Speicher baut. Der 400 Megawatt-Stunden-Speicher ist 80 Mal so groß wie Hamburgs bisher größter Speicher - und rund 80.000-fach so groß wie Haus-Batteriespeicher privater Photovoltaikanlagen.
Speicher werden bei Sonne und Wind aufgeladen
Die Speicher sollen zu Zeiten befüllt werden, wenn viel grüner Strom produziert wird. Dann kann der Strom billig, teilweise kostenlos, eingekauft werden. Aus der Batterie in das Stromnetz eingespeist wird dann, wenn gerade wenig Strom produziert wird - etwa nachts oder bei Flaute. Dann ist der Strom teuer. So lohnt sich die Investition für Flower.
Nähe zum Innovationspark Bergedorf
Der Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderung Hamburg Invest, Rolf Strittmatter, erklärt: "Der Standort in Bergedorf ist besonders passend - mit der Nähe zum Energie-Campus der HAW Hamburg und zum entstehenden Innovationspark Bergedorf, der auf Erneuerbare Energien ausgerichtet ist."