Crack-Konsumenten: Streeck kündigt Hilfe für Großstädte an
Großstädten soll beim Umgang mit Crack-Konsumenten geholfen werden. Das hat der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) am Montag bei einem Besuch in Hamburg angekündigt. Zusammen mit Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) ließ sich Streeck das Drob Inn am Hauptbahnhof zeigen.
"Wir sehen den Druck auf die Großstädte", sagte der Bundesdrogenbeauftragte. Er wolle deshalb alle Akteure an einen Tisch bekommen, so Streeck bei seinem Besuch in der Drogenhilfeeinrichtung. Ziel seien gemeinsame Pilotprojekte im Umgang mit Crack. Ein Konzept dafür liege bereits vor, sagte der CDU-Politiker. Einzelheiten nannte er aber noch nicht.
Hamburg will neue Regeln für Drogenkonsumräume
Zu einer Bundesratsinitiative Hamburgs wollte sich Streeck nicht äußern. Hamburg schlägt vor, die Weitergabe von Kleinstmengen an Drogen in den Konsumräumen zu legalisieren - bisher ist das streng verboten. Hintergrund ist, dass nach Angaben der Sozialbehörde gerade Crack oft gemeinsam aus einer Pfeife konsumiert wird und die Szene auf diese Weise von der Straße geholt werden soll. Das soll Stadtteile wie St. Georg entlasten.
Drob Inn besteht seit fast 40 Jahren
Das Drob Inn gibt es im kommenden Jahr seit 40 Jahren. Es verbindet Drogenkonsumräume mit medizinischer Hilfe und Sozialberatung. Gleichzeitig gilt das Umfeld als Negativ-Beispiel für die Verelendung in Großstädten.
Streeck und Schlotzhauer besuchten auch die psychiatrische Schwerpunktambulanz Pier27 im Münzviertel. Die Einrichtung ist seit April dieses Jahres in Betrieb und richtet sich vor allem an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die bislang nur schwer Zugang zur Regelversorgung finden.
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