Crack-Konsumenten: Streeck kündigt Hilfe für Großstädte an

Stand: 21.09.2026 21:02 Uhr

Großstädten soll beim Umgang mit Crack-Konsumenten geholfen werden. Das hat der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) am Montag bei einem Besuch in Hamburg angekündigt. Zusammen mit Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) ließ sich Streeck das Drob Inn am Hauptbahnhof zeigen.

"Wir sehen den Druck auf die Großstädte", sagte der Bundesdrogenbeauftragte. Er wolle deshalb alle Akteure an einen Tisch bekommen, so Streeck bei seinem Besuch in der Drogenhilfeeinrichtung. Ziel seien gemeinsame Pilotprojekte im Umgang mit Crack. Ein Konzept dafür liege bereits vor, sagte der CDU-Politiker. Einzelheiten nannte er aber noch nicht.

Hamburg will neue Regeln für Drogenkonsumräume

Zu einer Bundesratsinitiative Hamburgs wollte sich Streeck nicht äußern. Hamburg schlägt vor, die Weitergabe von Kleinstmengen an Drogen in den Konsumräumen zu legalisieren - bisher ist das streng verboten. Hintergrund ist, dass nach Angaben der Sozialbehörde gerade Crack oft gemeinsam aus einer Pfeife konsumiert wird und die Szene auf diese Weise von der Straße geholt werden soll. Das soll Stadtteile wie St. Georg entlasten.

Drob Inn besteht seit fast 40 Jahren

Das Drob Inn gibt es im kommenden Jahr seit 40 Jahren. Es verbindet Drogenkonsumräume mit medizinischer Hilfe und Sozialberatung. Gleichzeitig gilt das Umfeld als Negativ-Beispiel für die Verelendung in Großstädten.

Streeck und Schlotzhauer besuchten auch die psychiatrische Schwerpunktambulanz Pier27 im Münzviertel. Die Einrichtung ist seit April dieses Jahres in Betrieb und richtet sich vor allem an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die bislang nur schwer Zugang zur Regelversorgung finden.

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Menschen vor der Drogeneinrichtung Drob Inn in Hamburg, die einen Sichtschutz bekommen hat.

Der Senat plant eine Bundesratsinitiative, um Drogenkonsum von der Straße zu holen - in die bestehenden Konsum-Räume.

Ein Mann zündet sich eine Crackpfeife an.

In Altona-Nord trifft es überraschend die Anlaufstelle "Palette", in Bahrenfeld muss die Wohnunterkunft "Malteser Nordlicht" bald dichtmachen.

Blick in den Behandlungsraum der neuen psychiatrischen Schwerpunktambulanz/PIER 27, die ab dem 1. April ihre Arbeit aufnehmen wird. In der Immobilie Repsoldstraße 27 im Hamburger Münzviertel entwickelt die Sozialbehörde in Zusammenarbeit mit Trägern der Drogen-, Sucht- und Obdachlosenhilfe derzeit verschiedene Hilfs- und Beratungsangebote, die das Umfeld des Hauptbahnhofs weiter entlasten sollen.

Obdachlose, Wohnungslose und Drogenabhängige, die bereits psychisch erkrankt sind, haben ab dem kommenden Mittwoch eine neue Anlaufstelle.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 21.09.2026 | 19:30 Uhr

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