Eine Frau und ein Mann tragen mehrere Einkaufstüten am verkaufsoffenen Sonntag auf der Mönckebergstraße.
AUDIO: Bilanz des verkaufsoffenen Sonntags (1 Min)

400.000 Menschen bei verkaufsoffenem Sonntag - Kritik an Konzept

Stand: 30.03.2026 11:56 Uhr

Hamburgs verkaufsoffene Sonntage stehen in ihrer bisherigen Form möglicherweise auf der Kippe. Während die Ladenöffnung in der Innenstadt noch gut funktioniert, gibt es aus vielen Einkaufsmeilen in den Bezirken Kritik.

Knapp 400.000 Besucherinnen und Besucher kamen an diesem Sonntag in die Innenstadt und in die Hafencity, wie City-Managerin Mimi Sewalski sagte. Vor allem Ostergeschenke und -deko sei gekauft worden, bei Textilien seien die Menschen etwas zurückhaltend gewesen.

"Seit Jahren nicht auf Vor-Corona-Niveau"

Bundesweit erwartet der Handel im Ostergeschäft einen Umsatzrückgang um 6,5 Prozent. "Wir sind seit Jahren nicht auf Vor-Corona-Niveau", sagte Brigitte Nolte vom Handelsverband Nord. Hohe Energie- und Personalkosten würden das Geschäft belasten, Krisen und steigende Spritpreise zudem die Kauflaune drücken.

Ausgaben für kulturelles Rahmenprogramm

Das hat auch Auswirkungen auf Hamburgs Sonntagsgeschäft. Viermal im Jahr ist die Öffnung erlaubt, aber nur mit einem kulturellen Rahmenprogramm. Das kostet Geld - während die Ladenöffnung am Sonntag immer weniger zusätzliche Einnahmen bringt.

Außerhalb der Innenstadt bald weniger Termine?

Außerhalb der Innenstadt denken deshalb viele Händlerinnen und Händler darüber nach, sich nicht mehr an jedem verkaufsoffenen Sonntag zu beteiligen. In Bergedorf etwa könnten es künftig statt vier nur noch zwei pro Jahr sein. Der nächste verkaufsoffene Sonntag ist für den 27. September geplant, ein weiterer für den 8. November.

Eine Frau und ein Mann tragen Einkaufstüten.

Nur sporadisch füllten sich die Einkaufsstraßen und Passagen. Das Winterwetter hielt offenbar viele Menschen ab.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.03.2026 | 18:00 Uhr

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