"Schölers leest Platt": Die Gewinnerinnen stehen fest
Zwölf Kinder sind am Mittwoch im Finale des plattdeutschen Lesewettbewerbs "Schölers leest Platt" angetreten. Gewinner wurden in drei Kategorien ermittelt. Der Lesewettbewerb findet alle zwei Jahre statt.
Am Mittwochnachmittag ist die Spannung im Saal der Niederdeutschen Bühne in Kiel zum greifen nah. Zwölf Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Land lesen beim Finale des plattdeutschen Lesewettbewerbs "Schölers leest Platt" um die Wette. Jeweils vier Schüler treten in drei Gruppen an: 3. und 4. Klasse, 5. bis 7. Klasse sowie Klassenstufe 8 bis 10.
Los entscheidet über Reihenfolge und Text
Als die Finalisten an der Niederdeutschen Bühne eintreffen, ziehen sie zunächst eine Nummer, um ihre Startreihenfolge auszulosen. Dann geht es in den Saal, um sich den besten Platz zu sichern. Um 15 Uhr geht es schließlich los. Auf der Bühne ziehen die Kinder dann ein Los. Dort steht drauf, welchen der vorbereiteten Texte sie schließlich vorlesen.
Nach rund 90 Minuten Spannung unter den Lesenden geht dann die Arbeit für die Jury los. Während die Teilnehmer und Zuschauer sich bei Kaffee und Kuchen stärken, rauchen in der Jury die Köpfe. Sie bewerten die Auftritte der Finalisten unter anderem nach Aussprache, Lesefertigkeit und Ausdruck.
Die Siegerinnen stehen fest
Dann steigt im Saal noch einmal die Spannung. Die Jury verkündet die Platzierungen. Zunächst wird der Gewinner oder die Gewinnerin in der Klassenstufe 3 und 4 verkündet. Dort kann sich Nele Reimann von der Grundschule Hüttener Berge den Sieg "erlesen". Bei der Gruppe der 5. und 7. Klassen überzeugt Charlotte Litwin vom Gymnasium Kronshagen mit ihrer Darbietung. Bei der Klassenstufe 8 bis 10 gewinnt Juli Niemann von der Kaiser-Karl-Schule die Juryentscheidung.
Kinder haben weite Reise hinter sich
Vorab haben die Schülerinnen und Schüler sich in mehreren Runden mit Schul-, Landschafts- und fünf Regionalentscheiden für die Endrunde qualifiziert. Knapp 240 allgemeinbildende Schulen haben nach Angaben des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB) an dem Wettbewerb teilgenommen.
Britta Poggensee, Referentin für Niederdeutsch und Friesisch des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes freut sich über die rege Teilnahme an dem Wettbewerb. In diesem Jahr, betont sie, haben die Kinder ein ganz hohes Niveau.
Lesewettbewerb seit 1979 alle zwei Jahre
Der Lesewettbewerb wurde 1979 vom Heimatbund ins Leben gerufen und findet alle zwei Jahre statt. Damit sollen laut SHHB Kinder, Eltern und Schulen für die Regionalsprache Niederdeutsch sensibilisiert werden. Außerdem vermittele der Wettbewerb ein bedeutsames Stück schleswig-holsteinischer Kultur und Identität.
"Schölers leest Platt" wird von den Sparkassen gefördert und vom Landesverband Bibliotheken SH, dem Norddeutschen Rundfunk sowie dem Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein unterstützt.