Erste Schule im Land mit Plattdeutsch als zweiter Fremdsprache
Das Kultusministerium zeichnet die Oberschule Uplengen dafür heute aus. Auch andere niedersächsische Schulen werden bei der Veranstaltung in Aurich für ihr plattdeutsches Engagement geehrt.
Die Oberschule Uplengen (Landkreis Leer) erhält offiziell die Genehmigung, das Fach Plattdeutsch als zweite Fremdsprache einzuführen. Die Sprache wird dann als benotetes Pflichtfach angeboten - wie Französisch oder Spanisch. Die Oberschule Uplengen ist damit die erste Schule in Niedersachsen, die dieses Angebot bis zur zehnten Klasse einführen darf. Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) spricht von einem "echten Meilenstein". Das Land leiste einen wichtigen Beitrag, diese Sprache in Niedersachsen mit noch mehr Leben zu füllen und zu erhalten. Platt und Saterfriesisch sind laut Kultusministerin Hamburg "halt cool".
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300 Schulen in Niedersachsen haben ähnliche Plattdeutsch-Angebote
Mitte der 2030er Jahre könnte Plattdeutsch sogar Abiturfach werden, heißt es aus dem Ministerium. Niederdeutsche Angebote gibt es demnach mittlerweile bereits an 300 Schulen in Niedersachsen. 50 davon tragen den offiziellen Titel "Plattdeutsche Schule" oder "Saterfriesische Schule", der alle zwei Jahre erneut zertifiziert werden muss. Diesen Titel dürfen ab heute auch die Katholische Grundschule Ramsloh im Saterland (Landkreis Cloppenburg), die Grundschule Völlenerfehn in der Gemeinde Westoverledingen (Landkreis Leer), das Christian-Gymnasium Hermannsburg in der Gemeinde Südheide (Landkreis Celle) und die IGS Buxtehude (Landkreis Stade) tragen.
Politik will Niederdeutsch zu Unterrichtsfach entwickeln
Als frewilliges Wahlpflichtfach gibt es Plattdeutschunterricht schon an einigen Schulen - auch als Arbeitsgemeinschaften. 2017 hatte der niedersächsische Landtag beschlossen, dass Niederdeutsch zu einem regulären Unterrichtsfach weiterentwickelt werden soll.