Segeln
Ocean Race Atlantic: Malizia 4 von Boris Herrmann erreicht New York
Am 1. September startet vor New York das Ocean Race Atlantic - der erste echte Härtetest für die Malizia 4. Die neue Super-Yacht des Hamburger Weltumseglers Boris Herrmann ist nun im Big Apple angekommen.
Herrmann war bei der Überführung quer über den Atlantik nicht an Bord. Sein Co-Skipper Will Harris war dafür verantwortlich, die Imoca-Yacht heil von Frankreich nach Übersee zu bringen. Das ist innerhalb von weniger als zwei Wochen gelungen. Die Überführung verlief laut Team "problemlos".
Das Ocean Race Atlantic startet am 1. September (Bootsparade und Leinen los ab 18 Uhr im Livestream bei NDR.de) und führt über eine Distanz von rund 3.200 Seemeilen ohne Zwischenstopps von der Brooklyn Bridge Marina wieder zurück über den Atlantik nach Lorient in Frankreich.
Während der Regatta übernimmt Herrmann auf der Malizia 4 wieder das Kommando - unterstützt von Cole Brauer (USA), Justine Mettraux (Schweiz) und Julien Villion (Frankreich).
Harris gehört beim Ocean Race Atlantic zur Crew der Italo-Amerikanerin Francesca Clapcich (11th Hour Racing), die mit Herrmanns alter Malizia an den Start geht.
Seit die Malizia 4 Anfang Juli vom Stapel gelaufen ist, war sie im Dauereinsatz. Erst segelte Herrmann zu Testzwecken allein in der Keltischen See. Dann durfte auch Co-Skipper Harris ein rund 300 Seemeilen langes Solo vor der französischen Bretagne-Küste fahren. "Ich bin Boris und dem gesamten Team unglaublich dankbar, dass sie mir diese Gelegenheit gegeben haben", sagte der Brite.
Große Ziele mit der neuen Yacht
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie gut die Malizia 4 wirklich ist. Nach dem Ocean Race Atlantic folgt mit der Einhandregatta Route du Rhum bereits das nächste Highlight. Ab dem 1. November macht sich Herrmann als Solist auf den Weg von Saint-Malo in Frankreich nach Pointe-à-Pitre ins karibische Guadeloupe. Rund einen Monat wird diese Regatta dauern.
Mit seiner neuen Super-Yacht hat der gebürtige Oldenburger große Ziele. Beim Ocean Race World, das am 17. Januar 2027 in Alicante (Spanien) startet, wollen er und seine Crew glänzen. Das Rennen gilt als eine der härtesten und längsten Segelregatten der Welt über die Ozeane.
Fernziel ist die legendäre Solo-Regatta Vendée Globe 2028/2029. Bei seiner Premiere 2020/21 war der 45-Jährige schon einmal Fünfter. Mit Platz zwölf 2024/25 war er nicht zufrieden und mit dem Vorgänger-Boot oft auch nicht schnell genug. Das soll nun besser werden - und die Siegchance steigen.