Umspannwerk in Ahrensburg kommt ohne klimaschädliches Gas aus
In Ahrensburg-Nord entsteht laut SH Netz das erste klimafreundliche Umspannwerk in Schleswig-Holstein. Der Netzbetreiber baut dort ein Werk, das ohne ein häufig genutztes klimaschädliches Gas auskommt.
Ein paar Betriebsgebäude, Transformatoren, Isolatoren - mehr sieht man noch nicht von außen beim Umspannwerk Ahrensburg-Nord (Kreis Stormarn) von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz). Das Umspannwerk versorgt die Stadt Ahrensburg und die umliegenden Gemeinden mit Strom. Der Strom aus den großen Leitungen wird dabei so umgewandelt, dass er in die heimische Steckdose fließen kann. Und in einem der Gebäude passiert eine kleine Revolution: Mit der Erneuerung der Technik wird dort in Zukunft kein klimaschädliches Schwefelhexafluorid (SF6) mehr benötigt.
Betrieb ohne klimaschädliches Gas ab Mitte 2026
In konventionellen Anlagen sorgt das Gas als Isoliermittel dafür, das auch bei vielen tausend Volt Spannung keine Funken überspringen. Mit einem Haken: Es ist etwa 25.000 Mal schädlicher für das Klima als CO2 und bleibt über tausende von Jahren in der Atmosphäre. In Ahrensburg wird in Zukunft mit neuer Technik gearbeitet, die Stickstoff und Sauerstoff anstelle von SF6 nutzt.
Die neue Schaltanlage in Ahrensburg benötigt künftig weniger Platz als bisher. Die Modernisierung findet laut SH Netz im laufenden Betrieb statt und kostet rund elf Millionen Euro. Ursprünglich war der Start für die neue Technik für diesen Sommer geplant. Aufgrund von Verzögerungen bei der Baugenehmigung und in Detailfragen soll das Umspannwerk laut SH Netz Mitte 2026 damit arbeiten.