Urteil nach Angriff in Reinbek: Mann in Psychiatrie untergebracht
Ein 26-jähriger Mann ist nach einem Gerichtsverfahren in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden. Dem Mann wird vorgeworfen, im Mai 2025 am Bahnhof Reinbek (Kreis Stormarn) ein damals 12-jähriges Kind auf dem Bahnsteig festgehalten und in Richtung Gleiskante gedrängt zu haben, so das Landgericht Lübeck. Das Kind konnte sich laut Anklage nur durch das Eingreifen seiner Mutter befreien.
Entscheidung basiert auf weiterer Tat
Eine weitere Tat des Manns in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) wenige Tage zuvor hat die Entscheidung des Gerichts nach eigenen Angaben maßgeblich beeinflusst. Dort soll der Mann einen anderen Menschen am Hals gepackt haben. Ein psychiatrisches Gutachten kam zu dem Schluss, dass der 26-Jährige aufgrund einer Erkrankung schuldunfähig sei und sein Verhalten nicht steuern könne. Das Gericht geht davon aus, dass er zukünftig weitere erhebliche Straftaten verüben könnte - deshalb wurde die Unterbringung angeordnet. Eine strafbare Körperverletzung im Fall Reinbek sieht das Gericht allerdings nicht als erwiesen an.