Kaltenkirchen beschließt weitere Förderung von KZ-Gedenkstätte
Durch das Erstarken rechtsextremer Positionen sieht die KZ-Gedenkstätte die Erinnerungskultur in Deutschland massiv unter Druck. Gleichzeitig würden auch die Anforderungen an die Gedenkstätte steigen.
Der Kultur- und Bildungsausschuss der Stadt Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) hat am Montagabend einstimmig eine weitere Förderung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch beschlossen. Das teilte die Ausschussvorsitzende mit. Demnach wird die Stadt bis 2029 jährlich 13.000 Euro beisteuern.
Die größte Fördersumme steuert voraussichtlich das Land durch die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten mit bis zu 90.000 Euro pro Jahr bei. Auch die Kreise Segeberg und Pinneberg sowie das Amt Auenland Südholstein beteiligen sich.
Erinnerungskultur in Deutschland steht unter Druck
Im Förderantrag stellte die KZ-Gedenkstätte heraus, dass Erinnerungskultur in Deutschland durch das Erstarken rechtsextremer Positionen unter massivem Druck steht. Gleichzeitig würden die Anforderungen steigen. KZ-Gedenkstätten machen demnach mehr Angebote im Bereich der Demokratiebildung, bieten Formate zu antisemitismuskritischer und antirassistischer Bildung an und müssen außerdem angemessen auf Entwicklungen in der Digitalisierung reagieren.