Invasives Nadelkraut breitet sich in Schleswig-Holstein aus
Früher wurde Nadelkraut im Gartenhandel verkauft. Jetzt ist der Besitz der Pflanze europaweit verboten. In Schleswig-Holstein breitet sich die invasive Art zunehmend aus.
Das invasive Nadelkraut stammt ursprünglich aus Australien und Neuseeland. Doch mittlerweile breitet sich die Pflanze, die andere Arten verdrängt, auch in Schleswig-Holstein aus. Das Landesamt für Umwelt (LfU) warnt deshalb vor "erheblichen negativen Auswirkungen auf einheimische Arten und wertvolle Lebensräume".
Nadelkraut auch auf zwei Inseln gefunden
Nach Funden auf dem Festland und auf der Nordseeinsel Föhr sei das Nadelkraut jetzt auch auf der Insel Amrum (beide Kreis Nordfriesland) nachgewiesen worden, erklärt das LfU. Neben der Beseitigung bestehender Pflanzen sei die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung das wichtigste Ziel.
Das Nadelkraut "Crassula helmsii"
Die Pflanze ist einjährig, verzweigt sich stark und kann eine Höhe von zwölf Zentimetern erreichen. Die meist nur drei bis acht Millimeter langen Blätter sind eher länglich, flach, leicht fleischig und haben eine kleine Spitze am Ende.
Nadelkraut: Verdachtsfälle sollen gemeldet werden
An Gewässerufern überwächst Nadelkraut alle offenen Schlamm- oder Sandflächen und verdrängt sämtliche niedrig wachsenden Pflanzen. Da es auch auf Sand wächst, gefährdet es die besonders seltenen und gesetzlich streng geschützten Lebensraumtypen der feuchten Dünentäler, beispielsweise auf Sylt und Amrum.
Die Naturschutzbehörden bitten Bürgerinnen und Bürger, alle Verdachtsfälle zu melden. Pflanzenteile hafteten auch an Schuhen oder Werkzeug, so könne sich die Pflanze weiter ausbreiten.